Halestorm tourt mit dem Album Everest seit 2025 weltweit unter dem Titel nEVEREST. Das Bühnenbild verzichtet auf Videoelemente und setzt stattdessen auf Licht und szenische Details, die der Show einen bewusst direkten, leicht retro geprägten Look geben.
Konzept: 80er Wall of Light trifft Touring Alltag
Lichtdesigner Mathias Kuhn arbeitet seit drei Jahren mit Halestorm und orientierte sich für das Design an klassischen High PAR Can Wall of Light Setups der 1980er Jahre. Die Umsetzung sollte den Look zitieren, dabei aber mit aktueller Moving Light Performance arbeiten und sich für wechselnde Venue Größen skalieren lassen.
Ein weiterer Rahmenfaktor war der Tourstart mit Support Terminen für Iron Maiden. Dafür entstand ein Setup, das sich schnell auf und abbauen lässt und als klar erkennbares Bühnenbild funktioniert.
Mobile Bühnenwagen als gestalterischer Ausgangspunkt
Inspiriert vom Film Spinal Tap entwickelte Mathias Kuhn gemeinsam mit Gitarrist Joe Hottinger vier mobile Bühnenwagen mit Marshall Verstärkern als zentrales Bühnenelement. Die oberen Verstärker dienen als Dekor, die unteren sind Teil der Backline. Ergänzt wird das Set durch einen dekorativen Vorhang mit Felsformationen, Bergen und einer geschwungenen Treppe.
Jeder Wagen trägt oben sechs LEDBeam 350 von ROBE im ACL Stil und unten vier MegaPointe. Verstärker und Leuchten bleiben als Einheit zusammen, werden im Truck gerollt transportiert und auf der Bühne positioniert. Die Wahl fiel auf LEDBeam 350 und MegaPointe wegen kompakter Abmessungen und ausreichender Leistung für den mobilen Ansatz.
Geräteauswahl und Mengen im Touring Plot
Für den Gesamtplot kamen 78 MegaPointe, 8 FORTE und 30 LEDBeam 350 zum Einsatz. MegaPointe übernimmt Beam und Gobo Aufgaben, LEDBeam 350 liefert schnelle, präzise Beam Looks als Ergänzung. FORTE ist für Frontlicht und Spezialeffekte auf dem vorderen Traversenrahmen vorgesehen.
Halestorm „nEVEREST“-Tour (Foto: © Alan Evans)Überkopf Pods und Bodenset als skalierbares System
Die Überkopf Konstruktion besteht aus sechs geflogenen, geneigten Lichtpods als Ergänzung zu den vier Wagen. Jeder Pod ist mit einem 3×3 Raster aus MegaPointe bestückt, insgesamt 54 Geräte in der Luft. Dazu kommen 18 MegaPointe am Boden.
Das Setup ist auf Anpassbarkeit ausgelegt, damit es in kleineren Clubs ebenso funktioniert wie auf großen Bühnen, ohne dass wesentliche Bestandteile im Truck bleiben müssen. Die Planung zielte darauf, in unterschiedlichen Raumgrößen ein geschlossenes Bild zu erzeugen und gleichzeitig praktikabel zu bleiben.
Europa Termine und Crew
Für Termine in Großbritannien und Europa Ende 2025 wurde FORTE eingesetzt. Licht und Audio kamen als Paket von Adlib, das Bodenset für die Europa Tour von Go Audio aus Hamburg, in den USA von Bandit.
Die Tourproduktion leitet Joe DiLeo. In Europa und Großbritannien übernahm Alina Schmidbauer die Lichtregie, in den USA verantwortete Rodger Pugh Lichtregie und Programmierung.
Effekte statt Video
Da keine Videoflächen Teil des Designs sind, liegt die visuelle Wirkung vollständig auf Licht und Effekten. Zusätzlich werden atmosphärische Effekte wie Nebel, Seifenblasen und Konfetti als gestalterische Ebene genutzt, um Struktur und Tiefe im Raum zu erzeugen.
Mathias Kuhn: „Die LEDBeam 350 sind so klein und leicht und haben eine enorme Leistung. Sie funktionieren hervorragend zusammen mit den MegaPointes im Beam-Modus – sie passen super zusammen und sind superschnell!”