CHAUVET bei The Black Dahlia Murder

„Spring Fling“-Tour von The Black Dahlia Murder (Foto: © Stu McDonald)

Lichtdesignerin Jaclyn Ash setzte bei der „Spring Fling“-Tour von The Black Dahlia Murder auf ein kompaktes Bodenpaket von CHAUVET Professional. Die 22 Städte umfassende Tour der Melodic-Death-Metal-Band endete am 2. Mai im Rave in Milwaukee.

Dunkle Atmosphäre ohne vollständige Blackouts

Für The Black Dahlia Murder entwickelte Jaclyn Ash ein Lichtdesign, das Dunkelheit, langsame Bewegungen und gezielte Akzente miteinander verband. Ziel war eine düstere Atmosphäre, ohne die Bühne dauerhaft stark zu verdunkeln oder häufig auf vollständige Blackouts zurückzugreifen.

Die Bildsprache arbeitete mit langsamen, bedachten Bewegungen, plötzlichen Spannungswechseln und einer Farbpalette aus Grün, Rot, Rosa, Blau und Violett. Dadurch entstanden Looks, die zur musikalischen und ästhetischen Ausrichtung der Band passten.

Jaclyn Ash, Lichtdesignerin: „Insbesondere für The Black Dahlia Murder wollte ich einen Weg finden, ihre dunkle Natur visuell auszudrücken, ohne mich ständig auf völlige Dunkelheit oder Blackouts zu verlassen. Ich persönlich finde langsame Bewegungen irgendwie unheimlich – fast so, als würde eine Taschenlampe über einen Friedhof leuchten. Ich wollte dieses unheimliche Gefühl vermitteln, indem ich langsame, bewusste Bewegungen einbaute und dann plötzlich mit einem schnellen Effekt Spannung aufbaute, als wäre gerade etwas in den Lichtstrahl gesprungen. Durch die Kombination dieser Bewegungselemente mit Farben wie widerlichem Grün, mörderischem Rot, fleischigem Rosa, eisigem Blau oder vampirischem Violett können wir die Szene wie in einem Horrorfilm gestalten, allerdings mit einem weniger offensichtlichen Ansatz.“

Bodenpaket von Squeek Lights

Für die Tour nutzte Ash 16 CHAUVET Professional Scheinwerfer, die von Squeek Lights bereitgestellt wurden. Das Bodenpaket bestand aus vier COLORado PXL Bar 16, vier Color STRIKE M und acht Maverick Force S Spot.

Die Geräte wurden je nach Venue unterschiedlich positioniert und ausgerichtet. Die Tour führte durch sehr unterschiedliche Spielstätten, von Häusern mit einfachen Par-Scheinwerfern bis zu Venues mit umfangreicher Netzwerksteuerung.

Jaclyn Ash: „Es gab auf dieser Tour definitiv viele Szenenwechsel. Ich bin Corinne Sumner dankbar, die für die Vorgruppe dieser Tour das Design und die Bedienung übernahm und mich sehr unterstützt hat. Einige Veranstaltungsorte hatten nur herkömmliche Par-Scheinwerfer in ihrer Hausanlage, während andere so viele Scheinwerfer hatten, dass sie 11 Universen und eine Netzwerksteuerung erforderten. Manche Bühnen waren sehr hoch, während ich bei anderen die Decke berühren konnte, wenn ich mich auf die Zehenspitzen stellte. Aufgrund dieser Unterschiede war es entscheidend, wie wir die Geräte auf der Bühne positionierten und wie wir die Scheinwerfer ausrichteten. Insgesamt waren manche Tage perfekt und unglaublich, während ich mir an anderen Tagen wünschte, ich hätte einen „Do-Over“-Knopf.“

PXL Bars, Color STRIKE M und Maverick Force S

Die COLORado PXL Bar 16 wurden auf der mittleren Bühne positioniert. Sie beleuchteten Scrims, hoben das Schlagzeugpodest hervor und erzeugten Zoom- und Wandeffekte.

Die Color STRIKE M dienten als Seitenlicht. Sie unterstützten Soli, erzeugten gerichtete Lichtstrahlen und konnten zugleich auf den Hintergrund gerichtet werden, um zusätzliche Texturen zu schaffen. Die Maverick Force S Spots ergänzten die Podeste auf Stage Left und Stage Right und sorgten für zusätzliche Tiefe.

Jaclyn Ash: „Die PXL-Bars waren eine große Hilfe dabei, die Scrims in der Mitte der Bühne zu beleuchten und das Schlagzeugpodest hervorzuheben, während sie gleichzeitig interessante Zoom- und Wandeffekte lieferten. Meine seitlichen Color STRIKE-Einheiten waren unverzichtbar – sie sorgten nicht nur dafür, dass die Band während ihrer Soli etwas sehen konnte, sondern trugen auch dazu bei, die Stimmung für die Songs zu schaffen. Die seitlichen Lichtstrahlen ermöglichten präzise Bewegungen und durchbrachen den Wash-Effekt wirkungsvoll, wodurch ein intensives visuelles Bild entstand, das zum Charakter der Musik von TBDM passte. Sie konnten auch auf den Hintergrund gerichtet werden, was zu einzigartigen Texturen führte, mit denen ich im Set viel experimentiert habe.“

Licht und Dunkelheit als Gestaltungsmittel

Während des rund 90-minütigen Sets unterstützte das Lichtdesign sowohl ältere Songs wie „What A Horrible Night“ und „Deathmask Divine“ als auch neue Stücke wie „Mammoth’s Hand“ und „Aftermath“.

Die Dunkelheit wurde dabei nicht als Leerstelle genutzt, sondern als gezieltes Gestaltungsmittel. Fokussierte Lichtimpulse hoben besondere musikalische Momente hervor und verstärkten die Dramaturgie innerhalb einzelner Songs.

Jaclyn Ash: „Der dunkle Raum betonte Schlüsselmomente in bestimmten Songs, sei es ein intensiver Textpunkt, ein hervorgehobenes Gitarrensolo oder ein wahnsinniger Drum-Fill. Es ist sehr bewusst und wirkungsvoll, wenn fokussiertes Licht die Dunkelheit durchbricht.“