X-Laser war ein zentrales kreatives Element der „Spring Horizons“-Tour von August Burns Red und The Amity Affliction. Die Co-Headliner-Produktion führte vom 10. April bis 17. Mai durch Nordamerika und setzte auf Skywriter HPX Mercury Lasersysteme, die von Squeek Lights bereitgestellt wurden.
Lasersysteme als Ausgangspunkt des Designs
Noah Connolly, Lichtdesigner von August Burns Red, übernahm für die Tour eine erweiterte Rolle. Er gestaltete das Lichtdesign für beide Bands und arbeitete eng mit Nick Loosely, Produktionsleiter von The Amity Affliction, sowie Zoe Spratling, Lichtdesignerin von The Amity Affliction, zusammen. Zusätzlich programmierte Connolly die Show von August Burns Red.
August Burns Red nutzt bereits seit längerer Zeit Lasereffekte in Tourproduktionen und bei größeren Einzelshows. Auch bei der „Spring Horizons“-Tour bildeten die Laser den gestalterischen Ausgangspunkt, obwohl die Produktion zusätzlich über ein vollständiges Lichtsetup und erstmals bei August Burns Red über Videohintergrund verfügte.
Noah Connolly, Lichtdesigner von August Burns Red: „Ich habe X-Laser bereits auf vergangenen Tourneen und bei allen größeren Shows eingesetzt, insbesondere bei unseren ‚Christmas Burns Red‘-Shows. Sie sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil unserer Arbeit geworden. Als die Band wuchs, wollte sie diesen zusätzlichen Trick, dieses gewisse Etwas, das sie von anderen abhebt. Squeek Lights kaufte speziell für sie X-Laser, und seit dieser ersten Tour sind sie unverzichtbar.“
Gemeinsames Element für beide Bands
Die Laser wurden zum gemeinsamen visuellen Werkzeug der beiden Co-Headliner. Für August Burns Red standen große Akzente und präzise rhythmische Effekte im Vordergrund. The Amity Affliction nutzte die Systeme ebenfalls, um der eigenen Show ein besonderes visuelles Element hinzuzufügen.
Noah Connolly: „Die X-Laser bildeten die Grundlage unserer Produktion. ABR mag den Big Bang, sie mögen diese großen Momente, also fange ich dort an und die Beleuchtung kommt an zweiter Stelle. X-Laser stand an erster Stelle des Designs.“
Noah Connolly weiter: „Auch The Amity Affliction wollten etwas Besonderes, um ihre Show von anderen abzuheben. Da wir ohnehin Laser einsetzen wollten und große Fans davon sind, waren sie schnell mit an Bord.“
Skywriter HPX mit Mercury Steuerung
Zum Rig gehörten Skywriter HPX M-20 mit 20 Watt und Skywriter HPX M-10 mit 10 Watt von X-Laser. Beide Modelle sind RGB-Lasersysteme mit Mercury Steuerung.
Vier Geräte wurden in einer bogenförmigen Anordnung eingesetzt. Zwei bodengestützte Systeme standen auf Rollwagen seitlich der Bühne. Zwei weitere Geräte waren auf einem Kurbelständer-Traversenrahmen montiert, der zugleich die Videowand im hinteren Bühnenbereich trug.
Die Tour spielte überwiegend in kleineren Venues. Connolly beschreibt die Kombination der eingesetzten Geräte dennoch als wirkungsvoll und ausgewogen.
Programmierung direkt von der Lichtkonsole
Die Mercury Steuerung ermöglichte Connolly die Programmierung direkt von seiner Lichtkonsole aus. Eine separate Laserplattform war dafür nicht erforderlich.
Gerade bei der rhythmisch komplexen Musik von August Burns Red war die präzise Ansteuerung wichtig. Laserbewegungen wurden eng auf Chokes, Kick-Drums und rhythmische Akzente abgestimmt.
Noah Connolly: „Das Mercury-System macht die Bedienung zugänglich, ohne dass ich ein völlig neues Softwarepaket erlernen muss und aus meiner aktuellen Rolle herausgerissen werde. Die Programmierung direkt von der Konsole auf die Laser ging schnell von der Hand. Es war ziemlich einfach, schnell tolle Effekte zu erzielen. Ich finde es wirklich einfach zu bedienen. Metal-Bands sind so rhythmisch und präzise, und ich passe die Laser oft an jeden Choke oder jede Kick-Drum an. Das war mit X-Laser von Anfang an ziemlich einfach, weshalb ich bisher auf jeder Tour bei ihnen geblieben bin.“
„Spring Horizons“-Tour von August Burns Red und The Amity Affliction (Foto: Paxton Powell)XLERATE für Vorvisualisierung und Sicherheit
Connolly nutzte außerdem XLERATE von X-Laser für Vorvisualisierung, Content-Verwaltung und Einrichtung von Sicherheitszonen. Die Software unterstützte ihn beim Zonieren der Geräte, bei Netzwerkänderungen und bei der schnellen Fehlerbehebung.
Noah Connolly: „Sie war sehr präzise. Damit konnte ich die Geräte in Zonen einteilen, sie bei Netzwerkänderungen neu konfigurieren oder Fehler schnell beheben.“
Laser gezielt statt permanent eingesetzt
Die Laser liefen nicht durchgehend, sondern wurden gezielt in sechs oder sieben Songs des 14 Songs umfassenden Sets von August Burns Red eingesetzt. Dadurch entstanden klare Kontraste zwischen Momenten ohne Laser und starken visuellen Einsätzen.
Connolly nutzte die Systeme unter anderem bei Breakdowns, langsamen Passagen und präzise gesetzten rhythmischen Akzenten. So sollten die Laser nicht wie ein dauerhaftes Effektbild wirken, sondern jeweils als eigener Moment erscheinen.
Noah Connolly: „Bei den meisten Songs wurden die Laser in bestimmten Momenten eingesetzt, zum Beispiel bei sich immer wiederholenden Breakdowns. Ich nutze sie für wirkungsvolle, umwerfende Momente, halte sie aber auch gerne ein wenig im Hintergrund. Bei Metal-Bands ist es leicht, ständig alles laufen zu lassen, aber ich versuche wirklich, einen Weg zu finden, es klar und übersichtlich zu gestalten. Ich liebe den Anblick langsamer Wellen mit oszillierendem Nebel. Wenn überhaupt, dann ist das meine Lieblingsart, sie einzusetzen – in den langsamen Momenten. Ich habe versucht, das Ganze so gut wie möglich aufzubrechen, damit sich jeder Laser-Auftritt wie ein neuer Moment anfühlt und nicht nur wie typischer EDM-Laser-Pop.“
Invisible Enemy als Schlüsselmoment
Eine markante Sequenz entstand während „Invisible Enemy“. Futuristische Videoinhalte, technische Soundästhetik und präzise Lasereffekte wurden dabei eng aufeinander abgestimmt. Für Connolly war dies der erste große Lasereinsatz der Show und einer der zentralen Momente des Designs.
Noah Connolly: „Es gibt einen großen Moment in ‚Invisible Enemy‘, in dem die Laser einfach hervorragend mit dem futuristischen, technischen Sound und den Videoinhalten im Stil einer Stealth-Mission harmonieren. Ich habe mich stark auf die straffen Rhythmen mit Laser-Verfolgungsjagden von links nach rechts und Zoom-Pops gestützt. Dann endet der Song mit einem dramatischen Blackout, bevor zwei neue Songs aus dem kommenden Album der Band vorgestellt werden. Das ist ein wirklich großartiger Moment.“
Sidewinder für Atmosphäre und Luftbilder
August Burns Red setzt regelmäßig Sidewinder CO2 Simulator Nebelmaschinen von Magmatic ein. Auch auf der „Spring Horizons“-Tour erzeugten sie Atmosphäre und Projektionsflächen in der Luft.
Noah Connolly: „Die Band kommt ohne sie nicht aus. Selbst auf Festivals oder anderen Shows mieten sie die Sidewinder an. Sie lieben diese Geräte. Sie gehören zu den besseren Nebelkanonen auf Wasserbasis, die ich je verwendet habe.“
Squeek Lights als Tourpartner
Squeek Lights stellte die Lichttechnik für die Tour bereit und arbeitet bereits seit Jahren mit August Burns Red zusammen. Für Connolly zählen neben dem Support auch flexible Aufhängungsoptionen zu den Vorteilen des Dienstleisters.
Noah Connolly: „Sie bieten einen großartigen Kundensupport für kleinere Bands und ihre Preise sind unschlagbar. Sie bieten viele Aufhängungsmöglichkeiten mit den Wagen und andere Optionen, die viele der größeren Anbieter kleineren Bands nicht zur Verfügung stellen würden. Sie waren gute Partner.“
Laser als prägendes Produktionsmittel
Die „Spring Horizons“-Tour zeigte, wie Lasersysteme als zentraler Bestandteil eines Co-Headliner-Designs funktionieren können. X-Laser, Mercury Steuerung, XLERATE, Video und Licht wurden so kombiniert, dass beide Bands ein gemeinsames technisches Setup nutzen konnten, ohne ihre eigenen visuellen Akzente zu verlieren.