Ed Warren gestaltet Licht für Kingfishr

„Halcyon“-Tour von Kingfishr

Lichtdesigner Ed Warren begleitet die aktuelle „Halcyon“-Tour von Kingfishr mit einem bewusst reduzierten Lichtkonzept. Für die irische Indie-Band aus Limerick setzt Warren auf Schatten, Silhouetten, warme Farbstimmungen und subtile Bewegungen. Zum Einsatz kommen STRIKE 1 und COLORado PXL Curve 12 von CHAUVET Professional.

Licht als Rahmen für erzählerische Musik

Kingfishr arbeitet mit einer stark erzählerischen Musiksprache. Warrens Design versteht sich deshalb nicht als dominantes Showelement, sondern als atmosphärischer Rahmen für die Band.

Die visuelle Gestaltung setzt auf ein warmes, einladendes Bühnenbild, das die Songs unterstützt und die Musiker nicht überlagert. Im Mittelpunkt stehen reduzierte Farbwechsel, Silhouetten und eine natürliche Anmutung.

Ed Warren, Lichtdesigner: „Ganz ehrlich, sie brauchen gar keine Lichtshow. Angesichts der Natur dieser Band war es einfach wichtig, ihnen auf der Bühne einen Rahmen zu bieten, der alles ergänzt, was sie tun“, sagte Warren. „Ich möchte, dass die Band in einer warmen, einladenden Umgebung auftreten und ihre Geschichte erzählen kann, ohne dass irgendetwas ablenkt.“

Scrim als zentrales Gestaltungselement

Für die UK-Tour arbeitet Warren hauptsächlich mit einem Scrim-Hintergrund. Darauf werden Silhouetten der Band projiziert, wodurch ein natürlicher und zugleich fesselnder Look entsteht.

Bei größeren Open-Air-Shows mit bis zu 30.000 Zuschauern wird eine Videowand im hinteren Bühnenbereich genutzt. Der Scrim hängt dabei vor der LED-Wand, streut das Licht und reduziert die technische Schärfe der LED-Flächen.

Bei der Arena-Produktion wird zusätzlich auf den Scrim projiziert. In Verbindung mit den Silhouetten entsteht dadurch ein stärker strukturierter Videolook.

Ed Warren: „In erster Linie ist diese Band nicht für den übermäßigen Einsatz von Videos/Inhalten geeignet. Sie sind sehr authentisch und haben ein ‚analoges Gefühl‘. Deshalb setze ich bei der UK-Tour hauptsächlich auf einen Scrim-Hintergrund und projiziere die Silhouetten der Band darauf, was alles natürlich und fesselnd hält. Bei größeren Shows (30.000 Zuschauer im Freien) haben wir eine Videowand im hinteren Bühnenbereich als Teil der Hausanlage, die wir nur sparsam einsetzen. Wir hängen den Scrim vor die Videowand, um das Licht zu streuen und die Schärfe der LEDs etwas abzuschwächen. Bei der kompletten Arena-Anlage projizieren wir tatsächlich auf den Scrim, was uns in Kombination mit den Silhouetten einen viel strukturierteren Videolook verleiht.“

CHAUVET Professional im Arena-Rig

Für die Arena-Show der Tour nutzt Warren 96 STRIKE 1 und 10 motorisierte COLORado PXL Curve 12 von CHAUVET Professional. Beide Gerätetypen wurden von Neg Earth bereitgestellt.

Die meisten STRIKE 1 sind in zwei unteren Reihen an den Seiten der Bühne sowie am hinteren Bühnenhintergrund angeordnet. Weitere Einheiten befinden sich im Bodenpaket an seitlichen und hinteren Traversen.

Die COLORado PXL Curve 12 sind direkt hinter der Band positioniert. Dort erzeugen sie Gegenlicht, grafische Muster und zusätzliche Struktur hinter den Musikern.

Dynamik, Wärme und Publikumslicht

Die STRIKE 1 übernehmen dynamische Effekte rund um die Band und verbinden die Bühne mit dem Publikum. Zusätzlich werden sie für die Zuschauerbeleuchtung eingesetzt, wodurch die Mitsingmomente stärker in den Raum getragen werden.

Warren beschränkt die Farbpalette weitgehend auf natürliche Töne wie warmes Weiß und Bernstein. Nur einzelne Momente nutzen Rot oder Blau. Dadurch bleibt die Show visuell nah an der analogen, warmen Ästhetik der Band.

Ed Warren: „Einige der Muster, die wir mit dem PXL erzielen, sind wirklich wunderschön Die STRIKE-Scheinwerfer sorgen für sehr dynamische, aufregende Effekte rund um die Band, wirken aber gleichzeitig sehr echt und einladend, sodass sie eine Verbindung zum Publikum herstellen. Wie man sich vorstellen kann, ist die Show ein einziges großes Mitsingen.“

Ed Warren zur Farbgestaltung: „Ich habe meine Farbpalette auf sehr natürliche Farben beschränkt, wie warmes Weiß und Bernstein. Es gibt ein oder zwei Momente mit Rot oder Blau, aber auch hier wollen wir die Wärme und das natürliche Gefühl der Show bewahren.“

Symmetrisches Design für den gesamten Raum

Warren arbeitet bei der Umsetzung eng mit Steve Heywood als Programmierer und Operator, Dave Glover als Tour Manager und Production Manager, Ben Milner als Videoregisseur sowie Davide Palumbe zusammen.

Das Design ist aufgeräumt, symmetrisch und darauf ausgelegt, das Publikum aus allen Bereichen des Saals einzubeziehen. Die Beleuchtung soll die Band in den Mittelpunkt stellen und gleichzeitig eine offene Atmosphäre schaffen.

Ed Warren: „Unser Ziel ist es, ein Design zu schaffen, das das Publikum willkommen heißt, egal wo es sich im Saal befindet.“