Lightswitch setzt für die „Hope We Have Fun“-Tour von Mt. Joy auf ein asymmetrisches Lichtdesign mit CHAUVET Professional Color STRIKE M. Das Designteam um John Featherstone, Ignacio Rosenberg und Haley Featherstone entwickelte eine visuelle Sprache, die die offene, organische und direkte Live-Wirkung der Band unterstützt.
Lichtdesign für eine offene Bandästhetik
Mt. Joy haben sich seit ihrem Debüt vor zehn Jahren eine treue Fangemeinde aufgebaut. Die Live-Shows der Band leben von musikalischer Nähe, Jams, Gitarrensoli und einer direkten Verbindung zum Publikum.
Für Lightswitch lag der Schwerpunkt deshalb nicht auf einer reinen Effektshow, sondern auf einem Design, das die Persönlichkeit der Band aufgreift. Die Beleuchtung soll das Publikum einbeziehen und die emotionale Entwicklung der Songs sichtbar machen.
John Featherstone von Lightswitch: „Mt. Joy bewegen sich irgendwo zwischen Intimität und Höhenflug. Sie sind keine ‚Schaut mich an‘-Band – sie sind eine ‚Kommt mit uns‘-Band. Die Beleuchtung muss dem gerecht werden, und Cory Sperry, der langjährige Lichtregisseur der Band, sorgt dafür, dass alle mit von der Partie sind.“
Asymmetrisches Rigg für organische Wirkung
Das Designteam entschied sich bewusst für eine asymmetrische Lichtanlage. Diese Struktur sollte die musikalische Lockerheit der Band widerspiegeln und verhindern, dass die Show zu streng oder vorhersehbar wirkt.
John Featherstone: „Wir haben uns für Asymmetrie entschieden, weil Mt. Joy keine symmetrische Band sind. Ihre Musik hat etwas Lockeres an sich – wunderschön unvollkommen, leicht aus dem Gleichgewicht, menschlich. Eine perfekt ausbalancierte Lichtanlage würde zu höflich, zu vorhersehbar wirken. Indem wir das Raster aufbrechen, atmet die Anlage mehr wie die Musik. Sie erzeugt Spannung und Entspannung, Fokuspunkte und das Gefühl, dass sich die Show weiterentwickelt, anstatt sich zu wiederholen. Außerdem gibt sie uns mehr kompositorische Flexibilität – jeder Song kann sich so anfühlen, als hätte er seine eigene Form gefunden, anstatt in eine gezwängt zu werden.“
Die asymmetrische Anordnung schafft unterschiedliche Blickachsen und ermöglicht es, jedem Song eine eigene visuelle Form zu geben. Gleichzeitig bleibt das Bühnenbild offen genug, um die Band sichtbar und mit dem Publikum verbunden zu halten.
Color STRIKE M als emotionale Akzente
Eine zentrale Rolle im Rigg übernehmen 31 CHAUVET Professional Color STRIKE M. Der Großteil der motorisierten Strobe-Blinder ist in das Overhead-System integriert. Weitere Geräte sitzen auf Traversen hinter der Vanish-Leinwand und ergänzen die Show um Textur.
Die Color STRIKE M werden nicht nur als klassische Blinder eingesetzt, sondern auch für farbige Akzente und nuancierte Stimmungen genutzt.
John Featherstone: „Was sie uns bieten, ist Durchschlagskraft ohne Schärfe. Dieses Gerät hat einen wunderbaren Platz – es kann ein klassischer Blinder für das Publikum sein, ist aber auch zu Farben und Nuancen fähig. Wir haben sie als emotionale Akzente eingesetzt. Wenn die Band einen Refrain oder einen musikalischen Höhepunkt erreicht, beleuchten sie diesen nicht nur – sie kündigen ihn an. Aber da wir sie farblich gestalten können, wirken sie immer noch als Teil der Farbpalette und nicht als aufgesetzter Effekt.“
„Hope We Have Fun“-Tour von Mt. Joy (Foto: © Ignacio Rosenberg)Overhead-System statt Floor-Wald
Der Großteil der Tour-Ausstattung befindet sich im Overhead-System. Auf dem Boden stehen nur wenige Leuchten. Diese Entscheidung folgt sowohl gestalterischen als auch praktischen Überlegungen.
Das Designteam wollte die Band nicht durch eine dichte Reihe von Scheinwerfern abschirmen. Gleichzeitig erleichtert die reduzierte Bodenbestückung Umbauten und hält die Bühne visuell klar.
John Featherstone: „Außerdem hatten wir das Gefühl, dass eine begrenzte Anzahl an Bodenleuchten uns den gewünschten Charakter für diese Band verlieh. Bodenbeleuchtung kann sehr schnell in etwas ausarten, das sich eher nach ‚Showbiz‘ als nach ‚Band‘ anfühlt. Es gab auch einen pragmatischen Aspekt – weniger Scheinwerfer auf dem Boden bedeuten schnellere Umbauten, eine übersichtlichere Tour und weniger visuelle Unordnung. Jede Einheit, die dort steht, hat eine Aufgabe zu erfüllen.“
Farbverläufe statt harter Wechsel
Auch die Farbgestaltung folgt der musikalischen Charakteristik von Mt. Joy. Statt abrupter Wechsel setzt das Design häufig auf weiche Übergänge und Farbverläufe. Die Palette nimmt die natürliche, warme Grundstimmung der Musik auf und öffnet sich in euphorischen Momenten.
John Featherstone: „Wir haben harte Farbübergänge die meiste Zeit bewusst vermieden Die Musik fühlt sich eher wie ein langsamer Übergang an als wie eine scharfe Wende, daher tendiert die Farbpalette zu Farbverläufen – Farben, die ineinander übergehen, anstatt abrupt zu wechseln. Austin Schneider, unser großartiger Programmierer, ist ein Meister darin.“
Flexibilität für den emotionalen Bogen
Das Lichtdesign ist darauf ausgelegt, dem emotionalen Verlauf der Songs zu folgen. In ruhigeren Passagen unterstützt es Wärme und Verletzlichkeit, während es sich in größeren Momenten öffnet und die Energie der Band erweitert.
John Featherstone: „In den Strophen liegt eine Wärme und Verletzlichkeit, dann gibt es diese weitläufigen, fast euphorischen Momente, in denen sich alles öffnet.“
Mit Color STRIKE M, asymmetrischem Rigging und organischen Farbverläufen unterstützt Lightswitch die Live-Wirkung von Mt. Joy, ohne die Band zu überdecken. Die Gestaltung bleibt eng an Musik, Publikum und Performance gebunden.