Für die erste Las Vegas Residency von Marc Anthony im BleauLive Theater des Fontainebleau Las Vegas setzte Ignacio Rosenberg von Lightswitch gezielt auf das vorhandene Hausrig. Eine zentrale Rolle spielten dabei 20 motorisierte Stroboskope vom Typ CHAUVET Professional Color STRIKE M, die prägende Akzente innerhalb der 90-minütigen Show setzten.
Die Produktion „Vegas My Way!“ verband Songs auf Spanisch und Englisch mit einem Lichtdesign, das seine Wirkung schrittweise entfaltete. Die Residency umfasste im Februar fünf Termine. Weitere sechs Shows sind für Juli und August geplant.
Hausrig als gestalterische Grundlage
Rosenberg entschied sich bewusst dagegen, das bestehende Rig des Theaters auszutauschen. Stattdessen integrierte er die vorhandene Infrastruktur in sein Konzept, auch um den engen Produktionsablauf zum Start der Residency zu berücksichtigen.
Ignacio Rosenberg: „Dies ist ein hervorragender Veranstaltungsort, und von Anfang an war es meine Idee, das vorhandene Inventar des Hauses für die Residency optimal zu nutzen. Es erschien mir wie eine finanzielle Verschwendung, das gut ausgestattete Rig des Theaters zu entfernen, um ein anderes, ebenfalls gut ausgestattetes Rig aufzustellen! Außerdem mussten wir unsere erste Show am Tag der Aufführung aufbauen, daher war es unerlässlich, diesen Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten.“
Color STRIKE M bleibt an seiner Position
Die 20 Color STRIKE M verblieben an den Positionen des Hausrigs. Für Rosenberg passte die Anordnung bereits beim ersten Betreten des Theaters in das geplante Design. Die geneigten Traversen boten genügend Raum, um zusätzliche automatisierte Einheiten einzubinden und zugleich alle Elemente sichtbar zu halten.
Ignacio Rosenberg: „Sie sahen dort, wo sie waren, großartig aus. Ihre Traversen sind so geneigt, dass gerade genug Platz blieb, um automatisierte Einheiten dazwischen zu platzieren und sie alle sichtbar zu machen – ein sehr glücklicher Zufall, als wir das Theater betraten. Da dies bereits gegeben war, musste ich die Strike Ms überhaupt nicht verschieben, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.“
Marc AnthonyVorvisualisierung für einen schnellen Showstart
Um die Umsetzung unter Livebedingungen abzusichern, wurde die Show intensiv vorvisualisiert. Dabei arbeitete das Team sowohl mit einer Previz des Haussystems als auch mit einem nachgebauten realen Rig. Ziel war, die Abläufe vor dem ersten Einsatztag möglichst präzise festzulegen.
Ignacio Rosenberg: „Wir haben viel Arbeit in die Vorvisualisierung gesteckt und tatsächlich haben wir in den Proben sowohl die Vorvisualisierung mit dem Haussystem als auch mit unserem nachgebauten ‚echten‘ Rig durchgespielt, um sicherzustellen, dass wir bei unserem Einsatz so gut wie möglich vorbereitet waren. Auf diese Weise wussten wir von Anfang an, dass sie genau das tun würden, was wir wollten.“
Lichtdramaturgie mit wachsender Intensität
Das Lichtkonzept von „Vegas My Way!“ war darauf angelegt, seine volle Größe erst im Verlauf der Show offenzulegen. Einige bewegliche Traversen erscheinen zunächst nur kurz in einzelnen Songs, während andere erst im zweiten Akt aktiviert werden. Dadurch entwickelte sich die Inszenierung über den Abend hinweg weiter und gewann sichtbar an Dynamik.
Besondere Momente setzte Rosenberg unter anderem bei „My Way“ und „Vivir Mi Vida“. Vor allem beim Finale von „Vivir Mi Vida“, das in eine Jam-Session der Band übergeht, trugen die Color STRIKE M maßgeblich zur visuellen Verdichtung der Szene bei.
Fokus auf Timing und Wirkung
Die Produktion zeigt, wie sich ein vorhandenes Venue-Rig ohne umfassenden Umbau in ein eigenständiges Showdesign integrieren lässt. Im Fall der Marc Anthony Residency wurde daraus ein Konzept, das technische Effizienz mit klarer visueller Handschrift verband. Die Color STRIKE M wurden dabei nicht nur als Effektlicht eingesetzt, sondern als wiederkehrendes Gestaltungselement, das den Charakter der Show mitprägte.