L-Acoustics beschallt die Oasis Live ’25 Tour

Oasis live im Wembley-Stadion

Die Reunion-Tour Oasis Live ’25 bringt Liam Gallagher und Noel Gallagher erstmals seit 16 Jahren wieder gemeinsam auf die Bühne. Zwischen dem 4. Juli und dem 23. November stehen 41 ausverkaufte Stadionkonzerte in 17 Städten auf dem Plan, drei zusätzliche Shows wurden aufgrund der hohen Nachfrage ergänzt. Für die Beschallung setzt Britannia Row Productions, eine Marke von Clair Global, ein L-Acoustics K Series Concert Sound System ein, das die Stadien weltweit gleichmäßig versorgt.

Oasis Live ’25 als Stadion-Reunion

Oasis Live ’25 gilt als eines der prägenden Live Events des Jahres 2025. Die große Nachfrage und die Ergänzung um zusätzliche Termine haben die Tour zu einem internationalen Stadionprojekt gemacht, bei dem das Publikum an jedem Tourstopp komplette Arenen füllt.

Obwohl dies die erste Oasis Tour mit dem französischen Lautsprecherhersteller L-Acoustics ist, begleitet die Marke die klangliche Entwicklung der Gallagher Brüder bereits seit mehr als einem Jahrzehnt. Als Noel Gallagher mit seinen High Flying Birds 2011 auf Tour ging, spezifizierte FOH-Engineer Dan Lewis K1 und K2 Arrays mit abgestimmten Subwoofer Anordnungen, um Noels charakteristisch kontrollierten Low End Sound zu erreichen. Auch die Solo Tourneen von Liam Gallagher setzten auf Lösungen der K Serie, etwa bei der Definitely Maybe 30th Anniversary Tour 2024 mit K1 über K2 Arrays und geflogenen K1 SB Subwoofern.

K Series Stadion Setup für Oasis

Für Oasis Live ’25 ist das K Series System deutlich umfangreicher dimensioniert als bei den vorherigen Einzelprojekten der Brüder. Britannia Row Productions, als Teil von Clair Global, stellt ein Setup bereit, das gezielt auf große Stadiondistanzen und hohe Pegelreserven ausgelegt ist.

Oasis beim Auftritt im Principality Stadium in Cardiff (Foto: © James Mitcham)

Hauptarrays, Outfills und Subwoofer

Das Hauptsystem besteht pro Seite aus einem Array mit vier K1-SB Subwoofern über 14 K1 und zwei K2 Elementen. Zusätzlich hängen links und rechts neben den Hauptarrays jeweils 16 weitere K1-SB, die das Tieftonfundament erweitern. Hintere 270 Grad Hängungen fügen pro Seite zwölf weitere K2 hinzu, um das Rundum Publikum zu versorgen.

Die Outfill Hängungen waren auf den europäischen Tourabschnitten identisch zu den Hauptarrays. In nordamerikanischen Stadien mit höheren Rängen ersetzte das Audioteam die vier K1-SB in den Outfills durch vier K1, um die Abdeckung vertikal anzupassen.

Am Boden kommen vier Dutzend KS28 Subwoofer in 16 Dreier Stacks in Cardioid Konfiguration zum Einsatz. Sechs K3 dienen als Frontfills entlang der Bühnenkante. Zwanzig A15 werden als Outfills genutzt, weitere acht A15 sind als FOH Shadow Fills positioniert.

Delay Türme und Verstärker Netzwerk

Das Delay System der Tour umfasst in der Standardkonfiguration vier Türme mit jeweils zwölf K1 über vier K2. Beim Konzert in Manchester, der Heimatstadt der Band, wurde diese Struktur auf sechs Türme erweitert, um das gesamte Feld abzudecken.

Oasis-Konzert im Heaton Park

In Stadien, in denen ein Ring Delay System an der Decke installiert werden kann, kommen abhängig von den Gegebenheiten acht bis elf Hängungen mit jeweils acht K2 zum Einsatz. Das gesamte System wird von 136 LA12X Verstärker Controllern angetrieben. Die Verstärker sind mit einem P1 Prozessor am FOH gekoppelt, der vorrangig als analoges Backup dient und gemeinsam mit M1 für die Systemabstimmung genutzt wird.

Systemdesign mit Soundvision, Autofilter und Autoclimate

Crewchef und Systemingenieur Ben Webb verantwortet das tägliche Design und die Adaption des Systems. Er hat in den vergangenen Jahren unter anderem mit Peter Gabriel, Thirty Seconds to Mars, der K Pop Band ATEEZ und mit Andrea Bocelli gearbeitet und ist mit L-Acoustics Setups bestens vertraut. Zuletzt betreute er für Britannia Row das erste mit L-ISA ausgestattete L Series Arena Touring System.

Für Oasis ist Ben Webb zuständig für das Soundvision Design jedes Tourstopps sowie das Rigging und Feintuning des Systems für die Co-FoH-Engineer Dan Lewis, der Noel und die Band mischt, und Sam Parker, der Liams Gesang und Effekte verantwortet.

Ben Webb: „Das ursprüngliche Systemdesign wurde von Dan Lewis und Josh Lloyd, dem technischen Leiter von Britannia Row, entworfen, noch bevor die Tour überhaupt in den Verkauf ging. Ich passe Joshs ursprüngliche Entwürfe an die Eigenschaften des Veranstaltungsortes und etwaige Produktionsänderungen an. Dennoch muss ich sagen, dass die neue Version von Soundvision besser ist als je zuvor. Die Konsistenz der Show mit Autofilter ist perfekt und es ist ein unverzichtbares Werkzeug in meinem Arbeitsablauf. Ich bemühe mich, einen konsistenten, gleichmäßigen Frequenzgang im gesamten Veranstaltungsort zu erreichen, und Autofilter hilft mir dabei.“

Webb erklärt weiter: „Wir sind bei dieser Tournee komplett im Freien unterwegs und spielen in unterschiedlichen Klimazonen, wo sich die Bedingungen zwischen Soundcheck und Showtime drastisch ändern können. Daher hat Autoclimate entscheidend dazu beigetragen, dass wir während der gesamten Show eine gleichbleibende Klangqualität erzielen konnten“, erklärt er und fügt hinzu, dass die „optimale Platzierung der Delay-Türme“ auch in den großen Stadien, in denen sie spielen, für einen gleichmäßigen Klang gesorgt hat. „Aber natürlich leisten auch Dan und Sam mit dem Mix unglaubliche Arbeit, was sicherlich dazu beiträgt, dass wir jeden Abend eine gleichbleibende Klangqualität erzielen.“

Ein Teil der Audio-Crew der Oasis Live ’25-Tour mit der L-Acoustics-PA von Brit Row im Hintergrund (Foto: © James Mitcham)

Zusammenarbeit mit L-Acoustics und Touring Team

Neben den technischen Tools hebt Ben Webb die Zusammenarbeit mit L-Acoustics hervor. Die Marke stellt nicht nur das Lautsprechersystem, sondern begleitet die Tour auch mit Support und Feedbackschleifen in beide Richtungen.

Webb beschreibt die Partnerschaft so: „Wir haben die ‚Familie‘ von L-Acoustics bei verschiedenen Shows überall gesehen, und es war toll, neue Gesichter kennenzulernen und weiterhin Feedback zu geben, um zur Verbesserung der Produkte und Arbeitsabläufe beizutragen“, sagt er. „Sie haben uns sehr unterstützt, und wir hätten uns keine bessere Behandlung wünschen können. Aber was mir an L-Acoustics am besten gefällt, ist, dass man aus ihren Systemen genau das herausholt, was man hineinsteckt, und Liam, Noel und der Rest der Band liefern Nacht für Nacht eine fantastische Show, die laut und klar rüberkommt.“