Clair und Cohesion beschallen Bad Bunnys Residency in Puerto Rico

Bad Bunny im Coliseo José Miguel Agrelot in San Juan (Foto: © Front House PR)

Mit 30 ausverkauften Nächten seiner Residency „No Me Quiero Ir de Aquí“ zog Bad Bunny mehr als 475.000 Besucherinnen und Besucher nach Puerto Rico. Parallel zu über 100 Milliarden Streams setzte der Künstler im Coliseo José Miguel Agrelot in San Juan auf ein Live-Audio-Setup von Clair Global, um seinen Sound für ein begeistertes Publikum hörbar zu machen.

Residency mit besonderem Bühnendesign

Im Auftrag der Stadt San Juan und zahlreicher lokaler Partner entwickelte Bad Bunny ein Showkonzept, bei dem ein großes Berg-Bühnenbild das Zentrum der Inszenierung bildete. Die ersten Designentwürfe sahen jedoch keine Position für die PA vor, ohne die visuelle Wirkung des Bergs zu stören.

Verantwortlich für die technische Umsetzung war Roly Garbalosa, Technischer Direktor der Produktion. Gemeinsam mit Clair Global und dem Lautsprecherspezialisten Cohesion suchte er nach einer Lösung, die sowohl den kreativen Vorgaben als auch den Audioanforderungen gerecht wurde.

„Wir haben Dinge getan, die noch nie zuvor gemacht wurden“, beginnt er. „Diese Show war die Idee des Künstlers; Bad Bunny legt großen Wert auf die Ästhetik seiner Auftritte, und im Mittelpunkt der Residency stand ein riesiges Berg-Bühnenbild. Die ersten Entwürfe enthielten jedoch keine PA. Dann kam ein Entwurf, in dem die PA vor dem Berg zu sehen war, was nicht mit der visuellen Idee des Künstlers übereinstimmte. Wir mussten eine Lösung finden, die dem Konzept der Show entsprach, aber auch die entsprechenden Audioanforderungen erfüllte.“

Um das zu erreichen, arbeitete Garbalosa eng mit Fabian Giordano, Account Executive für Bad Bunny und Direktor der Latin-Abteilung bei Clair Global, sowie Randy Lane, Event Support Engineer, zusammen.

Bad Bunny im Coliseo José Miguel Agrelot in San Juan (Foto: © Front House PR)

Von der „Wall of Sound“ zur Hallendecke

Roly Garbalosa fährt fort: „Mein erster Gedanke war, hinter dem Berg eine ‚Wall of Sound‘ im Stil von Grateful Dead zu schaffen, aber aufgrund des für den Bau der Kulisse verwendeten Materials war dies nicht möglich. Ich dachte, vielleicht könnte die PA innerhalb der Videowand platziert werden, aber nach Rücksprache mit dem Video- und Beleuchtungsteam stellte sich heraus, dass auch das nicht möglich war. Es gab noch eine weitere Option: die Lautsprecher an der Decke anzubringen, so als würde das Konzert in einem Hotelballsaal stattfinden.“

Für ein Konzert mit rund 18.500 Zuschauern im Coliseo de Puerto Rico José Miguel Agrelot war das ein ungewöhnlicher Ansatz. Roly Garbalosa „Ich rief Randy an und fragte, ob Cohesion horizontal ohne Rückzug aufgehängt werden könne. Randy sagte: ‚Das hat uns noch nie jemand gefragt, aber mit diesen Lautsprechern ist das möglich, es ist nur … nun ja, es ist ein Risiko, weil es noch nie gemacht wurde.‘“

Garbalosa informierte Bad Bunny über die Option einer horizontal geflogenen PA unter der Hallendecke, verbunden mit dem Hinweis, dass es sich um eine Premiere handeln würde. Mit Zustimmung des Künstlers setzte das Produktionsteam den Aufbau innerhalb von zehn Tagen um und platzierte die Cohesion CO12 Lautsprecher in einem kreisförmigen Design in 25 Metern Höhe.

Bad Bunny im Coliseo José Miguel Agrelot in San Juan (Foto: © Front House PR)

Gleichmäßige Beschallung für das gesamte Arenapublikum

Die Entscheidung für dieses Design zahlte sich laut Team hörbar aus. Roly Garbalosa: „Es war eine enorme Teamleistung. Ich ging mit unserem Clair-Systemingenieur Ricardo Barragan durch den Raum, und uns gefiel sehr, was wir hörten. Es klang fantastisch, und am zweiten Tag klang es unglaublich. Durch diese Designoption war der Abstand zwischen der PA und den Fans im Raum viel gleichmäßiger, wodurch sich das Hörerlebnis verbesserte.

Die Belohnung bei der Arbeit an so einem Projekt liegt im Gemeinschaftsgefühl, im Zusammenkommen des Audioteams und aller Beteiligten, um eine Herausforderung zu meistern. Für mich ist der Prozess genauso wichtig wie das Ergebnis, aber natürlich haben die Ergebnisse sowohl die Erwartungen der Künstler als auch der Fans erfüllt.“

Die Residency wurde von Einwohnern und internationalen Gästen besucht, von denen viele zum ersten Mal nach Puerto Rico reisten. Die Kombination aus Showdesign, Sound und der besonderen Atmosphäre des „Choli“ trug zu einem deutlichen Impuls für den Musiktourismus auf der Insel bei.

Lateinamerika-Expertise als Erfolgsfaktor

Clair Global betreibt seit Jahren eine Lateinamerika-Abteilung, die sich auf Produktionen in der Region spezialisiert und dabei kulturelle und branchenspezifische Besonderheiten berücksichtigt.

Roly Garbalosa beschreibt die Zusammenarbeit so: „Es dreht sich alles um die Beziehungen zu Clair. Ich betrachte Fabian Giordano und Shaun Clair sowohl als Freunde als auch als Kollegen. In der Lateinamerika-Abteilung von Clair geht es darum, die Kultur Lateinamerikas zu verstehen und ein Team von Menschen aufzubauen, die wissen, wie die lateinamerikanische Live-Musikindustrie funktioniert. Clair hat eine großartige Mischung aus lateinamerikanischen und nicht-lateinamerikanischen Mitarbeitern, die uns verstehen. Die Zusammenarbeit mit einem Künstler und die Produktion einer solchen Show ist wie die Teilnahme an einem Formel-1-Rennen: Wenn der Fahrer und das richtige Team nicht dabei sind, ist es trotz des besten Autos der Welt eine verlorene Sache, da die für den Sieg notwendige Zusammenarbeit fehlt.“

Bad Bunny-Crew im Coliseo José Miguel Agrelot (Foto: © Front House PR)

Lokaler Partner in Puerto Rico

Unter der Leitung von Fabian Giordano, der Bad-Bunny-Tourneen seit rund zehn Jahren begleitet, stellte Clair Puerto Rico die lokale Audio- und Kommunikationsinfrastruktur zur Verfügung.

Fernando „Wichie“ Martinez, Präsident von Clair Puerto Rico, kommentiert: „Wir waren sehr stolz darauf, Teil dieser historischen Produktion zu sein, die der globalen Unterhaltungsindustrie noch viele Jahre in Erinnerung bleiben wird.“

Die 30 Abende zeigten, wie eng globale Tourproduktionsstrukturen und lokale Expertise verzahnt werden können, wenn Anforderungen an Sound, Logistik und Showästhetik gleichzeitig erfüllt werden sollen.

Livestream und anschließende Welttournee

Die letzte Nacht der Residency wurde für Amazon Music live gestreamt und avancierte zur meistgesehenen Single-Künstler-Performance in der Geschichte des Dienstes.

Bad Bunny setzt seine Aktivitäten nahtlos fort: Seine „Debí Tirar Más Fotos“ Welttournee startete am 21. November in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik und führt ihn in weitere Märkte. Für die Audioverstärkung und die Kommunikationslösungen der Live-Produktion vertraut der Künstler weiterhin auf Clair Global.