Proteus Maximus prägt Mt. Joy Tour

Mt. Joy „Hope We Have Fun Tour: Part 2“-Tour (Foto © Iggy Rosenberg)

Die US-amerikanische Indie-Band Mt. Joy setzt auf ihrer „Hope We Have Fun Tour: Part 2“ auf ein Lichtdesign von Lightswitch. Eine zentrale Rolle übernehmen ELATION Proteus Maximus LED-Profilscheinwerfer, die als Hauptlicht für die fünf Bandmitglieder eingesetzt werden und zugleich zusätzliche Aufgaben im Lichtdesign übernehmen.

Die Tour läuft seit April und dauert bis Oktober. Für Lightswitch ist es die erste Zusammenarbeit mit Mt. Joy. Das Designteam um John Featherstone, Ignacio Rosenberg und Haley Featherstone entwickelte das Konzept gemeinsam mit der Band, dem Management, Lichtregisseur Cory Sperry und Programmierer Austin Schneider.

Zwei visuelle Akte für Mt. Joy

Die Show ist in zwei unterschiedliche visuelle Abschnitte gegliedert. Im ersten Teil spielen Videoinhalte auf einem transparenten LED-Screen im hinteren Bühnenbereich eine größere Rolle. Der zweite Teil ist stärker durch das Lichtdesign geprägt.

Eine bewegliche und abgewinkelte Traversenkonstruktion ermöglicht es, auch die räumliche Struktur des Designs zwischen den beiden Akten zu verändern. Während der Pause wird das Rig von einer eher geordneten Konfiguration in eine bewusst asymmetrische Anordnung gebracht.

Die Flexibilität ist auch wegen der wechselnden Setlists erforderlich. Teilweise erhält das Produktionsteam die endgültige Reihenfolge der Songs erst 90 Minuten vor Beginn der Show.

„Eines der Dinge, die wir an der Zusammenarbeit mit Mt. Joy schätzen, ist, dass sie eine so unglaubliche, mutige und vielseitige Band sind. Sie decken das gesamte Spektrum ab, von diesen wunderschönen, ruhigen, akustischen, intimen Momenten bis hin zu voll aufgedrehten, explosiven Jam-Band-Momenten“, sagt John Featherstone, Inhaber und Geschäftsführer von Lightswitch.

Proteus Maximus übernimmt das Hauptlicht

Die Proteus Maximus werden bei der Produktion nicht primär als klassische Follow-Spots eingesetzt. Stattdessen bilden sie das zentrale Key-Light-System der Show.

In ruhigeren Passagen können die Designer damit die Musiker gezielt modellieren. Gleichzeitig steht genügend Lichtleistung für größere und hellere Szenen zur Verfügung. Darüber hinaus werden die Geräte für farbige Washes, Gobo-Texturen und Beams eingesetzt.

„Das ist die Rolle des Proteus Maximus, er ist unsere grundlegende Konstante im System, weil er unser Go-To-Key-Light ist“, erklärt Featherstone. „Aber er kann so viel mehr, als nur ein unglaubliches Hauptlicht zu sein. Er sorgt auch für breite Farbfluten, sanfte, subtile Gobo-Texturen und kraftvolle Strahlen.“

Die Geräte decken vier grundlegende Beleuchtungsrichtungen ab. Dabei geht es bewusst nicht um eine gleichmäßige, flache Frontbeleuchtung. Seitenlicht und Dreiviertel-Gegenlicht dienen dazu, die Musiker vom wechselnden visuellen Hintergrund abzuheben.

Lichtdesign folgt der Zahl Fünf

Die fünf Mitglieder von Mt. Joy bilden gleichzeitig die Grundlage für die Struktur des Beleuchtungsrigs. Die Proteus Maximus sind in vier Gruppen mit jeweils fünf Geräten angeordnet. Dadurch lässt sich jedes Bandmitglied aus vier Richtungen beleuchten.

Das Prinzip der Fünfergruppen zieht sich auch durch weitere Bereiche des Rigs und greift damit die Besetzung der Band gestalterisch auf.

Mt. Joy „Hope We Have Fun Tour: Part 2“-Tour (Foto © Iggy Rosenberg)

Bewegliche Traversen verändern das Bühnenbild

Zusätzliche Variabilität entsteht durch das kinetische Traversensystem. Im zweiten Teil der Show wird aus der zunächst geordneten Struktur eine asymmetrische Konstruktion.

„Es sieht eher aus wie ein chaotisches Mikado-Traversen-Spiel, ganz anders“, beschreibt Featherstone den zweiten Zustand. „Das eröffnet uns eine ganz andere gestalterische Sprache, auf die wir zurückgreifen können, mit unterschiedlichen Effekten, die wir im zweiten Teil der Show einsetzen können.“

Damit kann Lightswitch mit einem grundsätzlich gleichbleibenden Touring-System zwei deutlich unterschiedliche visuelle Umgebungen erzeugen und gleichzeitig auf kurzfristige Änderungen der Setlist reagieren.

3G Productions stellt für die Tour Beleuchtung, Video, Rigging und Personal bereit. Cory Sperry betreut das Lichtsystem auf Tour, während Austin Schneider für die Programmierung verantwortlich ist.