Siro-A: Sechs Jungs und fünf Beamer (Klick zum Vergrössern)
„Technodelic Comedy“ steht auf der Schublade, die sich die sechs Japaner von Siro-A für ihre Show erdacht haben. Mit fünf Beamern ist die Truppe auf Tour, mit ihrer ganz eigenen Version von Pixelmapping und Schattenspielen.
Gestartet wurde Siro-A bereits 2002 von sechs technikbehgeisterten Japanern, die die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Technik zur Show erhoben haben.
Diese Einfachheit in der spielerischen Fokusierung auf Videoprojektionen – und vor allem die Programmierung, die dahintersteckt – machen die Auftritte von Siro-A zu einem Lehrstück, was uns mit zunehmender Interaktion zwischen Mensch und Technik noch alles erwartet auf den Bühnen der Welt. Wenn findige Designer die ihnen zur Vergügung stehenden Möglichkeiten geschickt nutzen und auch die Regisseure ihre Angst überwinden, von allzuviel Technik überfahren zu werden, können wir uns auf spannende Projekte freuen.
Schau genau beim Schattenspiel
Dabei ist der Aufwand, den Siro-A betreiben, bescheiden: Fünf Beamer sind mit auf Straße, PA und sonstiges Equipment werden vor Ort gestellt. Angesteuert werden die Projektoren mit Modul 8 auf einem handelsüblichen MacBook Pro. Allerdings muss sehr genau auf die richtiger Positionierung vor allem der Beamer geachtet werden. Korrekturen per Lens-Shift sind bei Schattenspielen nicht möglich.
Wir haben uns mit Tourleiter Arvid Enge unterhalten, der im Auftrag von FKP Scorpio die Tour betreut. Der Veranstalter aus Hamburg hat sich die Rechte an der Produktion außerhalb Japans gesichert. Als nächstes stand Rußland auf dem Terminplan, die Shows wurden allerdings wurde aufgrund der Spannungen zwischen Rußland und der Ukraine abgesagt.
Siro-A, Muffathalle München, 15. Februar 2014