Volksoper Wien: Technische Führung mit Martin Lukesch

Eine von zwei Polaris touch der Salzbrenner Stagetech Mediagroup in der Wiener Volksoper

Nach nur zehn Monaten Bauzeit wurde die Volksoper Wien im Jahr 1898 eröffnet. Nach der Staatsoper ist sie das zweitgrößte Opernhaus in Wien. Ein Streifzug durch das Gebäude gemeinsam mit Martin Lukesch, Leiter der Abteilung Ton-  und Medientechnik.

Und nicht nur die beiden Salzbrenner Polaris touch Konsolen sind dabei von Interesse, auch der Luftmischraum dürfte nicht in vielen Theaterhäusern zu finden sein.

Wie die Staatsoper gehört auch die Volksoper zur Bundestheater Holding und ist damit nach eigener Aussage Teil des größten Theaterkonzerns der Welt. Zwischen September und Juni stehen in knapp 300 Aufführungen rund 35 verschiedene Produktionen auf dem Programm des 1.337 Plätze fassenden Repertoiretheaters.

Repertoiretheater: Umbau in einer Tour

Hinter dem unscheinbearen Begriff „Repertoire“ verbirgt sich in der Welt des Theaters eine Menge Arbeit: Morgens proben für ein Stück, dann Umbau und Aufführung eines anderen Stückes am Abend, bevor es am nächsten Tag wieder mit einem anderen Stück weitergeht – ständiger Auf- und Abbau gehört zum Alltag für Martin Lukesch und die übrigen Angestellten des Hauses.

Das Beschallungssystem besteht unter anderem aus Material von Kling & Freitag sowie dem tschechischen Hersteller KV2, die von Crown Macrotech Endstufen angetrieben werden. Die Herstellerunabhängigkeit gehört zum Konzept von Martin Lukesch, der im übrigen auch mit Line Arrays im Theater nicht viel anfangen kann, wie er uns im Video erläutert. Eine Anzahl Limmer-Hörner gehört ebenfalls zum Inventar.

Bei unserem Besuch stand das Broadwaymusical „Der Mann von La Mancha“ von Mitch Leigh auf dem Spielplan – bei dem das Orchester nicht etwa im Graben sitzt, sondern hintern den Schauspielern auf der versenkbaren Drehbühne.

Auch die Subwoofer sind nicht nur in diesem Stück, sondern generell an einer interessanten Stelle positioniert: Im sogenannten „Luftmischraum“ direkt unter dem Parkett, die akustischen Signale erreichen ihre Empfänger durch Öffnungen in den Füßen der Bestuhlung – und natürlich direkt in der guten alten Magengrube. Dieses System eignet sich auch hervorragend für die Simulation von Erdbeben, so Martin Lukesch.