Meyer Sound LEO auf Tour mit David Garrett

David Garrett Meyer Sound LEO

David Garrett mit Orchester und Band |© DEAGDavid Garrett mit Orchester und Band |© DEAGEin klassisches Orchester akustisch zu verstärken ist eine besondere Angelegenheit. Bei der aktuellen Tour von Starviolinist David Garrett setzt der technische Dienstleister POOLgroup auf eines der beiden kürzlich erworbenen LEO-Systeme von Meyer Sound, während das andere dafür sorgt, dass Peter Maffay bis in die letzte Reihe zu verstehen ist. EventElevator hat das Konzert am Königsplatz in München besucht und mit Kai Ulrich und Thomas Mundorf gesprochen.

FoH-Ingenieur Kai Ulrich sieht die besondere Herausforderung dieser Produktion darin, das Instrument von David Garrett so im Gesamtmix zu verankern, dass auch Band und Orchester zur Geltung kommen, ohne wiederum Garretts Violine in den Hintergrund zu drängen.

Das Signal von Garretts Instrument kommt zum einen über die Stagebox an den FoH, wird hier aber nur als Spare verwendet. Zum anderen ist es auch in analoger Form vorhanden und wird von Ulrich mit einem Frontliner von SPL bearbeitet. Auf diese Weise kann er das Signal jederzeit bearbeiten, ohne Layerwechsel an der DiGiCO SD7 oder sonstige Verzögerungen.

LEO: Linear auch bei hohem Schalldruck

Das LEO-System von Meyer Sound wird von System-Ingenieur Thomas Mundorf betreut, der durch seine freiberufliche Tätigkeit für den kalifornischen Lautsprecherhersteller schon sehr früh in Kontakt mit dem neuen System kam. Er erläutert im Video die wesentlichen Eigentschaften des neuen Systems aus Berkley. Im wesentlichen sind das einzeln ansteuerbare Module sowie eine laut Meyer Sound absolute Linearität des Systems auch bei hohem Schalldruck. Wobei sich der Begriff Linearität hier nicht auf den Frequenzgang bezieht, sondern auf das Ausbleiben von im Ursignal eigentlich nicht vorhandenen Störanteilen, die entstehen, wenn ein Beschallungssystem an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gebracht wird:

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Text/Video: Markus Wilmsmann