40 Jahre ECM: Wie Licht und Farbe in die Schweiz kamen

Der Firmensitz von ECM verfügt über einen Showroom sowie eine ServicewerkstattWas wären die wilden 60er Jahre gewesen ohne psychedelische Lichteffekte? Auch in der beschaulichen Schweiz sorgte seit 1965 ein junger Elektriker namens Claudio Merlo dafür, dass den Eidgenossen eine ordentliche Portion bunter Wahnsinn auf die Netzhaut knallte. 1971 wurde daraus die Electric Claudio Merlo Lighting Equipment S.A. – besser bekannt unter dem Kürzel ECM, mit Sitz im malerischen Tessin.

1965 sollte es noch ganze zwei Jahre dauern, bis die erste von zwei schneefreien Straßenverbindungen das Tessin mit dem Rest der Schweiz verband: Der San-Bernardino-Straßentunnel wurde 1967 eröffnet, der Gotthard-Tunnel folgte gar erst 1980. Zuvor war die Region lange Zeit machtlos gegen witterungsbedingte Schließungen der Alpenpässe während des Winters.

Firmengründer und Namenspatron Claudio MerloFirmengründer und Namenspatron Claudio MerloUngefähr zu dieser Zeit weitete auch Claudio Merlo seinen Wirkungsbereich aus: Nach den Anfängen als Discoausstatter wechselte Ende der 70er Jahre ins seriösere Fach und belieferte fortan Theater in der gesamten Schweiz mit professionellen Lichtsystemen. ECM ist ein klassischer Familienbetrieb, neben Claudios Frau Helen ist auch sein Sohn Lorenzo im Geschäft tätig. Seit 2008 kümmert sich Lorenzo um das operative Geschäft, Vater Claudio ist allerdings nicht aus dem traditionsreichen Betrieb wegzudenken und kümmert sich bis heute um die Finanzen. Im Augenblick sind bei ECM insgesamt 13 Personen beschäftigt.

Im Produktportfolio finden sich Namen wie Clay Paky, ETC, Strand Lighting, ARRI, Cooper Controls, Look Solutions, Swefog, Robert Juliat, Manfrotto und viele weitere. So kann bei jedem Projekt das passende Material verbaut werden.

ECM ist seit der Gründung in der gesamten Schweiz aktiv, zu den Referenzprojekten zählen unter anderem die Theater in Genf, St. Gallen und Luzern neben unzähligen weiteren. Laut Lorenzo Merlo liegen die Vorteile für ein Unternehmen wie ECM darin, dass im Gegensatz zu Deutschland noch mehr Wert auf exklusive Vertriebsstrukturen gelegt wird.

Was passiert, wenn jemand in einem der Nachbarländer kauft, für den Service aber zu ECM kommt und ob er auch schon den einen oder anderen Ausflug über die Grenze gewagt hat, verrät er im Interview, das der italienische Muttersprachler auf Deutsch mit uns führte – in der Schweiz mit seinen vier Amtssprachen ist Mehrsprachigkeit unabdingbar. Das Gespräch fand in der Lokremise in St. Gallen statt, ebenfalls ein Projekt von ECM:

Interview mit Lorenzo Merlo, Managing Director ECM

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www.ecm-sa.ch