Das in St. Louis ansässige Unternehmen Technical Productions (TPI) hat seinen Verleihbestand um ELATION Paragon S LED-Profilscheinwerfer erweitert. Ausschlaggebend für die Investition war die Vielseitigkeit der Leuchten: TPI wollte seine bisherigen Moving Lights mit Profilfunktion durch kompakte Geräte ersetzen, die sich bei unterschiedlichsten Produktionen einsetzen lassen und dabei auch Anforderungen von Kamera- und Outdoor-Anwendungen erfüllen.
Kompakte Bauweise und vielseitige Ausstattung
„Jede Investition, die wir tätigen, muss für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen geeignet sein“, erklärt Ryan Schaper, Technischer Leiter von Technical Productions. „Unsere Aufgaben sind so vielfältig, dass wir den Kauf von Leuchten, die nur für eine einzige Aufgabe hervorragend geeignet sind, nicht rechtfertigen können. Deshalb suchten wir nach einem Moving Light, das in bestimmten Anwendungsbereichen glänzen und dann auch andere Rollen übernehmen kann, für die es normalerweise nicht eingesetzt würde.“
TPI ist in den Bereichen Design, Produktion und Systemintegration tätig. Das Spektrum reicht von Firmenveranstaltungen und hochwertigen Hochzeiten bis zu großen Installationsprojekten. Zu den Projekten des Unternehmens gehört auch die Erneuerung der Beleuchtung des Gateway Arch in St. Louis.
TPI beschäftigte sich erstmals auf der LDI 2023 mit einer frühen Version der Paragon-Plattform und sah das fertige Produkt bei der offiziellen Vorstellung auf der LDI 2024. Im Januar 2025 folgte eine interne Produktvorführung. Die Paragon S wurden im Mai 2025 geliefert und kamen erstmals bei der Gala des Opera Theatre of Saint Louis zum Einsatz.
Die Anforderungen an die neuen Moving Lights waren umfangreich. Die Geräte sollten weniger als 50 Pfund wiegen und niedriger als zwei Fuß sein, damit sie von einer Person gehandhabt werden können. Gleichzeitig benötigte TPI ausreichend Leistung für Beam-Effekte und Gobo-Projektionen sowie eine hohe optische Qualität und präzise Farbwiedergabe für Fernseh- und Livestream-Produktionen.
Auch der Wetterschutz spielte eine wichtige Rolle, da TPI regelmäßig Hochzeiten und andere Veranstaltungen im Freien betreut. Der Paragon S verfügt über die Schutzart IP54.
„Wir haben Kraig Knight von ELATION unsere Wunschliste mit allem vorgelegt, was wir uns von einem Moving Light wünschten, und als Paragon auf den Markt kam, hatte es alles, was auf unserer Liste stand, und noch mehr“, sagt Schaper.
Moving Lights übernehmen klassische Aufgaben
Der Paragon S gehört zur Paragon-Plattform von ELATION und kombiniert Profilfunktionen mit hoher Lichtleistung, Gobo- und Farbsystemen sowie der variablen TruTone-CRI-Technologie. Hinzu kommen ein austauschbares Linsensystem und eine HEPA-Filterung.
Bei TPI übernehmen die Geräte inzwischen auch Aufgaben, für die das Unternehmen zuvor konventionelle Scheinwerfer eingesetzt hat. Bei kleineren Produktionen werden die Paragon S beispielsweise auf Kurbelstativen als Frontlicht positioniert. Dadurch entfallen das Aufhängen und manuelle Fokussieren konventioneller Profilscheinwerfer. Fokus, Farbe und Farbtemperatur lassen sich während der Veranstaltung weiterhin verändern.
„Wir haben angefangen, sie an viel mehr Orten einzusetzen, als man normalerweise eine bewegliche Leuchte aufstellen würde“, erklärt Schaper. „Wir können Fokus und Farbe während der Show feinabstimmen, CTO einstellen, um sie an Kameras und LED-Wände anzupassen, und dieselben Leuchten später dann als Effekt- oder Strahler einsetzen. Etwas zu haben, das mehrere Aufgaben erfüllen kann, macht es einfach so viel einfacher. Es bedeutet auch mehr Platz im Übertragungswagen und einen wesentlich effizienteren Arbeitsablauf.“
Die kompakte Bauweise ist insbesondere für Produktionen in Ballsälen relevant, in denen häufig nur geringe Deckenhöhen zur Verfügung stehen.
TruTone für Kamera-Anwendungen
Eine wichtige Rolle bei der Entscheidung spielte die variable TruTone-CRI-Technologie. Da viele Veranstaltungen von TPI aufgezeichnet oder live übertragen werden, müssen die Scheinwerfer sowohl kräftige Effektfarben als auch für Kameras geeignete Hauttöne erzeugen können.
„Der variable CRI war für uns enorm wichtig“, sagt Ryan Luedloff, Leiter Beleuchtung und Service bei Technical Productions. „Wir benötigen Scheinwerfer, die wunderschöne, satte Farben liefern und gleichzeitig außergewöhnliche Hauttöne für die Kamera erzeugen, und mit dem Paragon können wir beides optimieren. Die Technologie, die ELATION in den Paragon integriert hat, war ein riesiger Vorteil und hat uns mehr als alles andere überzeugt.“
TPI nutzt die Scheinwerfer mit dem Standard-Profilobjektiv und kombiniert dieses für Wash-Anwendungen mit Diffusoren und Blenden. Auch als Beam setzt das Unternehmen die Geräte ein.
„Das funktioniert extrem gut“, erklärt Luedloff. „Auch allein mit dem Standardobjektiv sind sie beeindruckende Beam-Scheinwerfer – mit einem 5-Grad-Abstrahlwinkel und einer für ihre Größe hohen Lichtintensität. Dennoch ist es gut zu wissen, dass wir die Flexibilität haben, in Zukunft ein spezielles PC-Objektiv einzusetzen, falls eine bestimmte Anwendung dies erfordert.“
Paragon S und M bei Gala im St. Louis Art Museum
Eine der Produktionen, bei denen TPI die Paragon-Plattform einsetzte, war die Gala im St. Louis Art Museum. Das Unternehmen kombinierte die eigenen Paragon S mit zugemieteten Paragon M, um die Skulpturenhalle des Museums passend zum Veranstaltungskonzept rund um die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft zu inszenieren.
Das Team entschied sich gegen ein Projektionsmapping und setzte die gewünschten visuellen Effekte stattdessen mit Licht um. ELATION Proteus Maximus beleuchteten die Decke, Paragon M erzeugten zusätzliche Texturen und die Paragon S wurden für die Wände eingesetzt. Mithilfe der Blendenschieber konnten die Kunstwerke aus den beleuchteten Flächen ausgespart werden.
In einem weiteren Bereich der Kunstgalerie kamen zusätzliche Paragon S und M für Farbe und Texturen zum Einsatz. Animationen, Rotationen und Prismeneffekte erzeugten bewegte Szenarien, die unter anderem Unterwasserwelten, Wolken, Feuer und einen Redwood-Wald aufgriffen. Zusätzlich integrierte TPI Videodisplays in speziell angefertigte Esstische.
„Bei unserem ersten Rundgang hatte der Kunde viele Fragen zu den Scheinwerfern – ob es sich um LED- oder Glühlampen handelte, zu ihrem CRI, ihrer Wärmeabgabe und ihren Geräuschpegeln“, berichtet Schaper. „Bei den Paragons konnten wir zuversichtlich bestätigen, dass sie all diese Anforderungen erfüllten. Der Kunde war beeindruckt und sagte, er habe noch nie von einem Moving Light gehört, das all diese Dinge leisten könne!“
Vom Zelt bis zur Firmenveranstaltung
Die Paragon S kamen inzwischen bei weiteren Produktionen zum Einsatz. Bei der Gala des Opera Theatre of Saint Louis wurden sie für helle Gobo-Projektionen innerhalb eines Zeltes verwendet. Hinzu kamen Firmenveranstaltungen, Benefizveranstaltungen und zahlreiche Outdoor-Hochzeiten.
Die Kombination aus kompakter Bauweise und IP54-Schutz ermöglicht TPI dabei, denselben Scheinwerfertyp für Indoor- und Outdoor-Produktionen einzusetzen.
Neben der Ausstattung der Geräte spielte auch die bestehende Zusammenarbeit mit ELATION eine Rolle bei der Investitionsentscheidung. TPI hatte bereits beim Gateway-Arch-Projekt mit dem technischen Support des Herstellers zusammengearbeitet.
„Wir haben im Laufe der Jahre und durch das Gateway-Arch-Projekt eine hervorragende Beziehung zum technischen Support-Team von ELATION aufgebaut, und das hat unsere Entscheidung maßgeblich beeinflusst“, sagt Luedloff. „Das gab uns vom ersten Tag an Vertrauen in die Investition. Darüber hinaus ist die Wartungsfreundlichkeit des Paragon außergewöhnlich. Alles ist klar beschriftet, was die Wartung und Reparaturen vor Ort unkompliziert macht – ein riesiger Vorteil für einen stark ausgelasteten Verleihbestand.“
Nach den bisherigen Erfahrungen mit dem Paragon S plant TPI, den Bestand um weitere Modelle der Plattform zu ergänzen. Dabei stehen der Paragon M und möglicherweise der Paragon LT im Fokus.