Das Hale Centre Theatre in Sandy (Utah) erweitert seine Beleuchtungsinfrastruktur mit mehreren Systemen von ELATION. Im Centre Stage kommen Paragon-Scheinwerfer zum Einsatz, während das neu eröffnete Mountain American Arts & Education Beehive mit KL Core IP, KL Par FC und Fuze Wash 500 ausgestattet wurde. Die Systeme unterstützen sowohl Aufführungen als auch das Bildungsprogramm des Hauses.
Neue Lichtsysteme für Centre Stage und Beehive Stage
Jaron Kent Hermansen, Leiter der Abteilung für Beleuchtung und Video am Hale Centre Theatre, war an der Spezifizierung und Integration der neuen Beleuchtungssysteme beteiligt. Seit 2019 ist er mit dem Theater verbunden und verantwortet die visuelle Gestaltung der Aufführungs- und Bildungsräume.
Vor der Entscheidung für die neuen Scheinwerfer testete Hermansen verschiedene Systeme. Die Auswahl erfolgte in Zusammenarbeit mit ELATION und Barbizon Lighting Company. Unterstützung kam von Peter Maurelli und Michael DeGrazio von Barbizon sowie von William Irwin von ELATION, der bei der abschließenden Systemabstimmung und Integration mitwirkte.
Paragon im Centre Stage
Im Centre Stage wurden 12 Paragon M und 12 Paragon S für den rundum begehbaren Aufführungsraum installiert. Die Paragon S befinden sich auf Höhe der VOM-Kopfleiste und erzeugen Texturen sowie Farben im oberen Bereich. Zugleich dienen sie als Hauptlichtquellen für die Seitenbeleuchtung. Die Paragon M sind über dem zentralen Ring angebracht.
Jaron Kent Hermansen: „Kurz gesagt: Er brachte eine Paragon mit, und alles, was ich mir von einem Gerät gewünscht hatte, war darin vereint. Ich erkannte, dass sie viele meiner Probleme für den Centre Stage-Bereich löste, und ich hatte einfach das Gefühl, dass man mit diesem Gerät wirklich großartige Kunst schaffen kann.“
Für Hermansen lag eine zentrale Herausforderung darin, die von Produzenten gewünschte Helligkeit mit Farbsättigung, Textur und der Möglichkeit zur atmosphärischen Gestaltung zu verbinden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die variable CRI-Engine TruTone des Paragon, mit der sich der CRI von 73 bis 93 einstellen lässt.
Jaron Kent Hermansen: „Die variable CRI-Engine im Paragon hat das Problem wirklich gelöst“, erklärt Hermansen und bezieht sich dabei auf das TruTone-System des Scheinwerfers, das den CRI von 73 bis 93 einstellen kann. „Ich kann jetzt mit einem einzigen Scheinwerfer von wirkungsvollen Looks mit viel Power zu hoch nuancierten Tönen mit höherer Farbtreue wechseln, von Cue zu Cue. Tatsächlich haben sich die Paragons in ‚The Hunchback‘ dafür hervorragend bewährt, weil sie die Hauttöne im Vergleich zu den von mir verwendeten Magenta-Tönen so gut wiedergeben.“
Auch die Geschwindigkeit der Scheinwerfer war für das Hale Centre Theatre relevant, da in den Produktionen viel mit Tracking gearbeitet wird.
Jaron Kent Hermansen: „Sie sind sehr schnell, und da wir viel Tracking einsetzen, haben wir die Geschwindigkeit mit unseren bestehenden Moving-Head-Profilscheinwerfern verglichen, und die Paragons haben sie übertroffen.“
Die Paragon-Systeme kamen Anfang des Jahres auch bei der Centre-Stage-Produktion von Disneys „Frozen“ zum Einsatz.
Lichtgestaltung für „Der Glöckner von Notre-Dame“
In „Der Glöckner von Notre-Dame“, dessen letzte Vorstellung am 25. April im Centre Stage stattfand, übernahmen die Paragon-Scheinwerfer zentrale Aufgaben in dramatischen Szenen. Dazu gehörten Sequenzen, in denen Feuer, atmosphärisches Licht, Nebel und Projektionen miteinander verbunden wurden.
Jaron Kent Hermansen: „Das sind für mich die Arbeitstiere unter den Scheinwerfern. Ich greife bei fast jeder Nummer auf sie zurück und verlasse mich darauf, dass sie uns eine wirklich hervorragende Isolierung bieten. In ‚Der Glöckner von Notre-Dame‘ gibt es einige göttliche Momente, in denen es um das Licht Gottes geht, und diese Scheinwerfer sind entscheidend dafür, dass wir genau die Lichtqualität erzielen, die wir anstreben.“
In der Höllenfeuer-Sequenz nutzten Hermansen und sein Team die Paragon-Systeme, um einen kontrollierten Raum aus Feuer und Licht zu schaffen. Die Lichtwirkung wurde mit Flammen und atmosphärischer Beleuchtung kombiniert, um Hitze und Spannung räumlich erfahrbar zu machen.
Jaron Kent Hermansen: „Das Ziel war es nicht, es wie einen Lichttrick oder einen Bühneneffekt wirken zu lassen, denn das hätte die Wirkung geschwächt. Stattdessen wurde alles so gestaltet, dass es sich real anfühlte – eine Umgebung, von der das Publikum den Blick nicht abwenden konnte. Das Feuer wirkte zusammen mit dem Schein der Paragon-Einheiten, sodass sich der Raum auch dann heiß und lebendig anfühlte, wenn keine Flammen aktiv waren. Die Beleuchtung von oben in eine mit Nebel gefüllte Grube schuf eine bedrohliche Leere. An diesem Punkt wirkte es nicht mehr wie ein Effekt, sondern fühlte sich an wie die Hölle selbst.“
Am Ende des Stücks, als Quasimodo brennendes Eisen auf die Menschen unten schüttet, erzeugen die Paragon-Scheinwerfer einen leuchtenden Effekt auf einem Nebelvorhang. Zusätzlich werden sie in Kombination mit Projektionen eingesetzt. Beide Ebenen werden so abgestimmt, dass ein nahezu nahtloser visueller Eindruck entsteht.
KL Core IP für die neue Beehive Stage
Die neu errichtete Beehive Stage ist ein Proszeniumstheater mit mehr als 300 Plätzen und einer umfangreichen LED-Architektur. Eröffnet wurde die Bühne im Januar mit einer Jugendinszenierung von „Chitty Chitty Bang Bang“. Der Raum ist Teil des Bildungsprogramms des Hale Centre Theatre und wird für Haupt- sowie Jugendproduktionen genutzt.
Die Bühne verfügt über eine vollständige LED-Umgebung mit LED-Proszeniumsbogen, zwei LED-Säulen und einer 15 m x 8 m großen LED-Wand. Für diesen Raum spezifizierte Hermansen 52 KL Core IP-Einheiten, die mit Shutter-Tubes von Drittanbietern ausgestattet sind.
Jaron Kent Hermansen: „Einer der Gründe, warum ich mich für den KL Core in diesem Raum entschieden habe, ist, dass wir neben den LED-Bildschirmen viel gute Farbe brauchten. Wir haben sie mit vergleichbaren Scheinwerfern getestet, und sie haben hervorragend abgeschnitten. Sie waren leistungsstark genug für LED-Bildschirme und gleichzeitig eine kostengünstigere Option.“
Die LED-Wände auf der Beehive Stage dienen dazu, Kulisse und Video je nach Inszenierung nahtlos oder bewusst sichtbar miteinander zu verbinden.
Jaron Kent Hermansen: „Die LED-Wände sind sehr ausdrucksstark und hell, aber die KL Cores können sich gegen sie wirklich behaupten, besonders wenn ich sie als Seitenlicht einsetze. Außerdem passen sie farblich gut zusammen. Ich verlasse mich darauf, dass sie einen Großteil der Arbeit übernehmen.“
Das KL Core-System wird als Frontlicht, Seitenlicht und Oberlicht eingesetzt. In der aktuellen Produktion Hallmarked, einem Original-Musical des Theaters, nutzt Hermansen die Farbmöglichkeiten des RGBMA-Farbsystems. Der hohe CRI unterstützt die Farbwiedergabe von Kostümen und Bühnenelementen vor den LED-Flächen.
Einheitliche Farbmischung mit KL Par FC und Fuze Wash 500
Für eine konsistente Farbwiedergabe zwischen den Scheinwerfertypen wurden zusätzlich 24 KL PAR FC installiert. Sie nutzen dieselbe RGBMA-Farbmischung wie die KL Core-Einheiten und unterstützen damit einheitliche Farbtöne und Lichtqualitäten.
Vier Fuze Wash 500 Moving Heads ergänzen das System. Die Geräte verfügen ebenfalls über RGBMA-Farbmischung und werden für weiches Füll- und Übergangslicht eingesetzt. Empfohlen wurden sie von Collin Schmierer, stellvertretender Lichtdesigner am Hale Centre Theatre.
Hermansen hebt die Rolle von Schmierer im Designprozess hervor. Er unterstützt die Produktionen in den verschiedenen Räumen und war an der Farbabstimmung der unterschiedlichen Leuchtentypen beteiligt.
Jaron Kent Hermansen:„Sein Gespür für Farben ist erstaunlich, und er hat dazu beigetragen, die Balance der verschiedenen Leuchtentypen im Beehive so präzise wie möglich abzustimmen und gleichzeitig die Welt von ‚Der Glöckner von Notre-Dame‘ zu bereichern.“