Les Ballets de Monte Carlo setzt bei seinen Produktionen vollständig auf die Paragon-Plattform von ELATION. Die international tourende Compagnie nutzt die drei Paragon-Modelle S, M und LT für unterschiedlichste Beleuchtungsaufgaben – von weichen Flächen über präzise Profilausleuchtung bis hin zu langen Wurfweiten im Frontlicht.
Licht als Teil der Inszenierung
Für Lighting Manager und Tour Technical Manager Samuel Thery steht dabei nicht die Technik im Mittelpunkt, sondern ihre Wirkung: Das Licht soll die Choreografie unterstützen, den Blick des Publikums lenken und die Geschichte erzählen, ohne selbst in den Vordergrund zu treten.
Seit 17 Jahren verantwortet Samuel Thery die Beleuchtung der Compagnie. Anders als bei Konzertproduktionen versteht er Licht im Ballett nicht als eigenständige Show, sondern als dramaturgisches Werkzeug.
Samuel Thery, Lighting Manager und Tour Technical Manager, Les Ballets de Monte Carlo: „Im Ballett gibt es keine Lichtshow. Wir möchten nicht, dass das Publikum die Scheinwerfer oder Lichtstrahlen wahrnimmt. Das Licht soll die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Moment oder einen Tänzer lenken.“
Die Produktionen der Compagnie reisen mit einem vergleichsweise kompakten Lichtpaket. Rund 50 Moving Lights sowie konventionelle Scheinwerfer müssen dabei unterschiedlichste Aufgaben übernehmen – von weichen Washes über präzise Shutter-Projektionen bis hin zu Gobos oder dezenten Bewegungen, die den Tanz unterstützen, ohne von ihm abzulenken.
Eine Plattform für unterschiedliche Aufgaben
Diese Vielseitigkeit war ein wesentlicher Grund für die Entscheidung zugunsten der Paragon-Serie.
Zum aktuellen Bestand gehören:
Die Systeme werden seit Dezember 2025 über Dushow angemietet und lösten ein früheres ELATION-Rigg mit Scheinwerfern der Fuze-Serie ab.
Samuel Thery: „Der Paragon ist fantastisch, weil ich mit einem einzigen Scheinwerfer so viele verschiedene Aufgaben übernehmen kann. Mal brauche ich einen Wash, mal ein Profil mit Shutter oder viele Gobos auf der Bühne.“
Einheitliches Arbeiten spart Zeit
Alle drei Paragon-Modelle arbeiten mit derselben Bedienphilosophie und ermöglichen ein einheitliches Erscheinungsbild.
Für Thery ist das insbesondere während der Proben ein entscheidender Vorteil. Da die verfügbare Bühnenzeit in erster Linie den Tänzerinnen und Tänzern gehört, müssen Änderungen häufig innerhalb weniger Stunden umgesetzt werden.
Samuel Thery: „Alles ist konsistent – Farben, Shutter und Beamqualität. Dadurch lassen sich Einstellungen sehr schnell von einem Gerät auf ein anderes übertragen. Das spart mir viel Zeit.“
Je nach Position übernehmen die verschiedenen Modelle unterschiedliche Aufgaben: Die Paragon S werden häufig als Seiten- und Oberlicht eingesetzt, die Paragon M sorgen für die Hauptausleuchtung von oben, während die leistungsstärkeren Paragon LT für lange Distanzen aus dem Front-of-House-Bereich genutzt werden. Zusätzlich kommen speziell für Produktionen wie Cendrillon oder Romeo and Juliet angefertigte Gobos zum Einsatz.
Schrittweise Ablösung konventioneller Scheinwerfer
Nach Einschätzung von Thery ist der Wechsel von konventionellen Scheinwerfern zu Moving Lights im Ballett anspruchsvoll, da Choreografen häufig eine ganz bestimmte Lichtcharakteristik erwarten.
Mit der Paragon-Plattform sei dieser Übergang schrittweise gelungen. Einige aktuelle Produktionen kommen inzwischen ausschließlich mit Moving Lights auf der Bühne aus – ein Konzept, das nach seinen Worten vor wenigen Jahren noch kaum realisierbar gewesen wäre.
Geräuscharm für leise Momente
Ein weiterer wichtiger Aspekt im Ballett ist die Geräuschentwicklung der Scheinwerfer. Viele Szenen werden in völliger Stille oder nur von den Bewegungen der Tänzer begleitet.
Samuel Thery: „Die Choreografen sind sehr glücklich, weil die Scheinwerfer so leise sind. Wenn ich absolute Stille brauche, kann ich einfach den Lüftermodus umschalten. Das ist besonders bei Soli oder Pas de deux ohne Musik wichtig.“
Austausch mit ELATION
Während einer Tournee in Kalifornien besuchte Samuel Thery den ELATION-Hauptsitz und tauschte sich mit Eric Loader, Global Vice President of Sales & Marketing, über die Anforderungen des Balletts aus.
Im Mittelpunkt standen unter anderem Frostfilter, mit denen sich Goboprojektionen bei Bedarf vollständig auflösen lassen – eine Anforderung, die speziell im Tanzbereich eine wichtige Rolle spielt.
Internationale Tournee 2026
Alle europäischen Produktionen von Les Ballets de Monte Carlo werden inzwischen mit der Paragon-Plattform realisiert. Bei internationalen Gastspielen versucht das Produktionsteam, lokale Rental-Partner mit ELATION-Systemen einzubinden, um weltweit ein einheitliches Lichtdesign sicherzustellen.
Zum Programm der Saison 2026 gehörten unter anderem Ma Bayadère, Miniatures, Core Meu, Gastspiele mit Romeo and Juliet in Lettland sowie Lac in Südkorea. Außerdem kamen die Paragon-Systeme bei der Gala zum 40-jährigen Bestehen der Compagnie am 4. Juli in Monaco zum Einsatz.