Für die „Break The Cycle“-Tour von Staind setzt Lichtdesigner Michael Cooper 26 COLORado PXL Curve 12 von CHAUVET Professional ein. Die motorisierten Lichtleisten hängen paarweise an 13 automatisierten Traversen, die in Chevron-Form über der Bühne angeordnet sind. Die Tour zum 25-jährigen Jubiläum des gleichnamigen Albums führt durch 23 Städte. Sie startete am 8. September im Lakewood Amphitheatre in Atlanta und endet am 19. Oktober im Moody Center in Austin. Das Rig stellt PRG.
Seltene Songs, neue Werkzeuge
Cooper arbeitet seit den frühen 2000er-Jahren als Lichtdesigner für Staind. Er hat miterlebt, wie die Band ihren Nu-Metal-Sound um Akustik- und Rock-Elemente erweitert hat und wie sich in dieser Zeit die technischen Möglichkeiten der Lichtgestaltung verändert haben. Das Album „Break The Cycle“ wurde siebenfach mit Platin ausgezeichnet. Auf der aktuellen Tour spielt die Band auch Songs daraus, die sie bisher kaum live aufgeführt hat.
Michael Cooper beschreibt, was diese Tour für ihn besonders macht: „Ich arbeite seit etwas mehr als 20 Jahren mit der Band zusammen, und diese Tour ist wirklich großartig, weil sie einige Songs spielen, die sie bisher nur ein- oder zweimal live auf Konzerten gespielt haben. Da ‚Break the Cycle‘ wohl ihr größtes Album war, standen viele Songs des Albums bereits auf der Setlist, aber auf dieser Tour kommen wir zu den weniger bekannten Stücken. Es ist sehr erfüllend, diese Songs mit der heutigen Technologie und den heutigen Gestaltungsmöglichkeiten neu zu interpretieren.“
26 PXL-Leisten an 13 Traversen
In der Mitte jeder der 13 automatisierten Traversen sitzen zwei COLORado PXL Curve 12. Die pixel-mappbaren RGBW-Leisten verfügen über jeweils zwölf einzeln steuerbare LEDs und einen großen Zoombereich. Cooper nutzt sie für eine große Bandbreite unterschiedlicher Lichtstimmungen.
Für Michael Cooper liegt der Vorteil in der Zahl der Lichtquellen: „Man bekommt mit ihnen wirklich viel für sein Geld. Diese Leuchte vereint im Grunde 12 Lichtquellen in einer, und da ich sie in Zweiergruppen angeordnet habe, stehen mir auf jedem Traversenelement 24 Lichtquellen zur Verfügung. Die unterschiedlichen Looks und Stimmungen, die wir mit diesen Leisten erzielen können, machen richtig Spaß.“
„Break The Cycle“-Tour von Staind (Foto: © Jared Gehman)Chevron aus automatisierten Traversen
Das Erscheinungsbild der Show bleibt über die gesamte Tour einheitlich und wird nur leicht an die jeweilige Venue angepasst. Zentrales Element sind die 13 automatisierten Traversen-„Finger“, die an einem chevronförmigen Hauptgrid über der Bühne hängen. Auf dieser Grundlage arbeitete Cooper mit Michael Willingham zusammen, dem Tour-Lichtdesigner von Staind, der den Großteil der Show programmierte. Andy Reuter lieferte die Videoinhalte, Robert Long war an der weiteren Designentwicklung beteiligt.
Michael Cooper erklärt, wie das Konzept entstand: „Die Band und das Management wollten dem Design für dieses Jahr etwas Automatisierung hinzufügen, wovon ich voll und ganz überzeugt war. Nachdem wir einige verschiedene Designkonzepte durchgespielt hatten, entschieden wir uns für dieses Setup. Die 13 automatisierten Traversen hängen an einem chevronförmigen Hauptgitter über der Bühne. Das Chevron-Muster verleiht dem Ganzen wirklich Tiefe, auch wenn der Winkel nicht besonders groß ist, passt es wunderbar zum Bühnenbild. Was die Trimmhöhe angeht, ist das nichts Dramatisches, aber es sorgt für eine umwerfende Tiefe, sobald sich die Traversen in Bewegung setzen.“
Video bestimmt die Bewegung
Viele der Automationslooks leiten sich direkt aus den Videoinhalten ab. Mal fahren die Traversen tief, um Bilder einzurahmen oder teilweise zu verdecken, mal müssen sie aus dem Bild verschwinden.
Michael Cooper nennt zwei Beispiele aus der Show: „‚Suffer‘ ist das beste Beispiel: Das neue Video zeigt eine Kirche, darin sind sogar ‚Staind‘-Glasfenster zu sehen. Dieser Look ergibt sich fast von selbst, mit dem Kathedralen-Look in der Automatisierung. Der seit langem als Schlusssong der Show dienende Titel ‚Mudshovel‘ verfügt über eine durchgehend kinetische Bewegung, bei der alle Traversen während des größten Teils des Songs in Bewegung sind.“