Joker Out feierte sein 10-jähriges Bestehen mit der Sondershow „Karneval“, einer Show im Festivalstil mit Zirkus-Thematik und besonderen Gästen, auf dem Freigelände Kardeljeva ploščad an der Universität Ljubljana. Bei der Show feierten die neuen ROBE GigaPointe-Moving-Lights ihr slowenisches Debüt. Mit der Lichtgestaltung war die Agentur Blackout beauftragt, die seit 2021 mit der Band zusammenarbeitet. Das Lichtdesign-Team leitete Klemen Krajnc, für die Key-Lighting-Beleuchtung war Crt Birsa zuständig.
Zirkus-Ästhetik und Bühnenaufbau
Für die Show entschied sich die Band für eine kugelförmige Bühne und arbeitete mit der Bühnenbildnerin Maja Moravec zusammen, um Zirkusrequisiten, aufwendige Vorhänge und weitere szenische Elemente für einen „Big Top“-Look zu schaffen, darunter Podeste für die Band auf der Bühne. Die zentrale, gewölbte Bühne wurde von Seitenflügeln flankiert, die Zirkuszelten ähnelten. Zu den Gastkünstlern zählten Luftakrobaten und weitere Zirkusartisten.
Krajnc und sein Team setzten dafür eine umfangreiche Anlage aus ROBE Moving-Lights ein: 32 brandneue ROBE GigaPointes, die gerade erst an den Verleih Event Lighting geliefert worden waren, dazu 13 ROBE FORTE, 6 iFORTE LTX, 37 MegaPointe, 49 iSpiiderX-Wash-Beams und 14 Tetra2-LED-Moving-Batten. Die Beleuchtung war über der Bühne und an den Seiten der Bühnenkonstruktion angebracht sowie auf acht unabhängigen Gerüsttürmen, sechs davon hinter der Bühne in unterschiedlichen Höhen, alle höher als Bühne und Flügel. Links und rechts rahmten zusätzlich PA-Türme den Bereich direkt vor der Bühne ein.
GigaPointes debütieren auf der Frontkante
Die GigaPointes standen auf der Bühne, über die gesamte Breite der Vorderkante der 70 Meter breiten und 2 Meter hohen Bühne verteilt, einschließlich der beiden Flügel und der Flügelrückläufe an beiden Enden, jeweils auf einem Vorsprung einen halben Meter unterhalb des Bühnenniveaus. Sie wurden in erster Linie genutzt, um dramatische Effekte zu erzeugen: Ihre superhellen, schmalen, durchdringenden Lichtstrahlen reichten über die gesamte Arena und prägten die weitreichende visuelle Ästhetik der Show.
Klemen Krajnc zu seinem ersten Einsatz der GigaPointes: „Sie sind fantastisch.“
Bei der Programmierung sei es äußerst praktisch, dass sich die Parameter mit denen der MegaPointes, die für viele auch weiterhin ein bevorzugtes Gerät blieben, austauschen, vertauschen oder paaren ließen. „Das sorgt für einen sehr reibungslosen und nahtlosen Übergang von MegaPointes zu GigaPointes“, so Krajnc.
MegaPointes, Tetra2 und iSpiiderX im Bühnenbild
27 der 37 MegaPointes waren an neun über der Bühne verlaufenden Finger-Traversen montiert, ausgerichtet von hinterer zu vorderer Bühne in unterschiedlichen Höhen entlang der Wölbung des Dachbogens. Die übrigen zehn befanden sich hinter der Bühne in einer geraden Linie. Krajnc setzte sie zusammen mit den GigaPointes für einige der prägendsten Lichtmomente der Show ein.
14 ROBE-Tetra2-LED-Lichtleisten wurden bodenmontiert zur Ausleuchtung der Bühnenflügel-Bühnenbildelemente eingesetzt, um die vertikalen Teile des Bühnenbilds von unten zu beleuchten. 27 iSpiiderX befanden sich ebenfalls an den Fingertraversen, drei pro Traverse. Weitere 18 dienten der unteren Seitenbeleuchtung über der Kugelbühne, neun pro Seite, verlaufend von vorne nach hinten an den unteren Teilen der Bühnenkonstruktion. Vier iSpiiderX übernahmen die Front-Key-Beleuchtung für die statisch stehenden Bandmitglieder in zwei hoch auskragenden Positionen an den vorderen Seiten der Bühnenkonstruktion, zwei für den Schlagzeuger und je einer für den Keyboarder und die Backgroundsänger auf ihren Podesten.
Joker Out auf dem Freigelände Kardeljeva ploščad (Foto: © Sasa Krajnc)FORTEs, iFORTE LTX und RoboSpot für die Band
Diese Positionen steuerte Crt Birsa während der Show selbst. Zusätzlich setzte er über eine Kombination aus sechs iFORTE LTX und 13 FORTEs weitere Akzente, um die mobilen Bandmitglieder sowie mehrere Gäste zu beleuchten. Vier FORTEs übernahmen die seitlichen Key-Lichter auf der Bühne, je zwei auf den beiden äußeren der insgesamt acht Türme links und rechts, ausgerichtet auf den vorderen Bühnenbereich, um die Auftrittsbereiche an den vorderen Flügeln, den zentralen Bühnenvorbau und den Laufsteg abzudecken.
Auf den beiden Delay-Türmen links und rechts vom FOH befanden sich acht weitere FORTEs, der dreizehnte FORTE war in der mittleren vorderen Position auf der Kugelbühne montiert, um die Darsteller von hinten zu beleuchten, während sie den zentralen Laufsteg entlangschritten. Über den FORTEs auf den Delay-Türmen befanden sich sechs iFORTE LTXs, drei pro Seite, programmiert, um das gesamte Geschehen auf der Bühne, im Vorbühnenbereich, an den Flügeln und auf dem Laufsteg zu erfassen. Gesteuert wurden die sechs iFORTE LTXs über fünf RoboSpot-Systeme mit BaseStations unter der Bühne. Birsa musste die LTXs die meiste Zeit nur mit 50 Prozent Intensität betreiben, um vor der Kamera und live eine gute Wirkung zu erzielen.
Sturm kurz vor Showbeginn
Krajnc und Birsa führten eine umfassende Vorvisualisierung der Show durch und verbrachten vor Ort zwei Tage mit der Programmierung des gesamten Setups. Die größte Herausforderung der Show war jedoch weder technischer noch künstlerischer Natur, sondern das Wetter. Ljubljana liegt im Ljubljaner Becken (Ljubljanska kotlina), einem weiten, flachen Becken umgeben von Hügeln und Bergen mit eigenem Mikroklima.
Wenige Stunden vor dem geplanten Auftritt von Joker Out brach ein extrem heftiges Gewitter mit sintflutartigem Regen los, das zu umfangreichen Überschwemmungen führte und Notfallanpassungen am Veranstaltungsort erforderlich machte. Teile der Ausrüstung waren durchnässt, einige der hinteren Bühnenvorhänge wurden durch starken Wind abgerissen und mussten notdürftig wieder befestigt werden. Nach entsprechender Prüfung wurde die Anlage als sicher eingestuft, und 17.000 Joker-Out-Fans konnten die Show mit ihren visuellen Effekten erleben.