ROBE für Jakov Jozinović in Ljubljana

Jakov Jozinović in der Stožice Arena Ljubljana (Foto: © Simone Di Luca Photography)

Für zwei ausverkaufte Shows von Jakov Jozinović in der Stožice Arena Ljubljana realisierte das slowenische Licht- und Visual-Design-Studio Blackout eine 360-Grad-Lichtshow mit zahlreichen ROBE-Moving-Lights. Zum Einsatz kamen unter anderem FORTE, iESPRITE LTL, LEDBeam 150, MegaPointe, Pointe und Spiider.

360-Grad-Show in der Stožice Arena

Der kroatische Sänger Jakov Jozinović trat an zwei ausverkauften Abenden in der Stožice Arena in Ljubljana auf. Das Licht- und Visual-Design übernahm Blackout aus Slowenien.

Das Team wurde von Crt Birsa geleitet. Zur Umsetzung gehörten außerdem Klemen Krajnc und Anze Trstenjak. Zwischen der finalen Designentscheidung durch den Veranstalter Vigna PR und der ersten Show lagen nur 16 Tage.

Da Birsa kurz vor einer US-Tournee mit Lukas Šulić stand, übergab er die finale Ausarbeitung und Umsetzung an Krajnc und Trstenjak. Krajnc programmierte und steuerte die Effekte, Trstenjak verantwortete Key Light, Weißlicht und Spezialeffekte.

Intralite liefert ROBE-Rig

Die kurzfristige Beschaffung des Equipments war eine zusätzliche Herausforderung. Für eine 360-Grad-Show wird bereits für die Grundabdeckung deutlich mehr Material benötigt als bei klassischen Frontalsituationen.

Das slowenische Verleihunternehmen Intralite stellte das benötigte Rig bereit. Dazu gehörten 13 ROBE FORTE, 32 iESPRITE LTL, darunter zwei iESPRITE LTL FS, 24 LEDBeam 150, 24 MegaPointe, 36 Pointe und 32 Spiider sowie weitere Scheinwerfer.

Vier iFORTE und die beiden iESPRITE LTL FS wurden in zwei RoboSpot-Systemen eingesetzt. Jeder Operator steuerte drei Leuchten und war unter einer Bühnenecke neben Dimmer City positioniert.

Bühne mit LED-Würfel und Kreuzform

Der zentrale 4×4-LED-Würfel der Stožice Arena wurde für IMAG-Videos genutzt. Der Bühnenboden war kreuzförmig angelegt und bestand aus vier quadratischen Videoblöcken. In der Mitte befand sich ein Bühnenlift.

Vorbühnenverlängerungen an beiden Enden wurden durch versetzte Podeste links und rechts ergänzt. Diese Flächen dienten der Band und technischen Bereichen.

Die Traversenstruktur über der Bühne nutzte vorhandene Hängepunkte, die zwei Wochen zuvor für eine Veranstaltung der Fight Nation Championship eingerichtet worden waren. Angesichts des engen Zeitplans war dies entscheidend, da vor Ort nur ein Tag für Zugang und Aufbau zur Verfügung stand.

Jakov Jozinović in der Stožice Arena Ljubljana (Foto: © Simone Di Luca Photography)

iESPRITE LTL und MegaPointe als Effektbasis

Drei Box-Traversen bildeten die Hauptpositionen über der Bühne. Sie wurden unterhalb und innerhalb der Außenkanten der LED-Screens geflogen und schufen die Grundlage für eine breite, actionreiche Pop-Inszenierung.

Als zentrale Effektleuchten wählte das Blackout-Team iESPRITE LTL und MegaPointe. Beide Gerätetypen wurden über die drei Box-Traversen verteilt.

Klemen Krajnc, Blackout: „Diese Kerngeräte mussten wirklich vielseitig sein und uns zahlreiche verschiedene Looks und Optionen bieten – und genau das haben sie getan.“

Die iESPRITE LTL kamen für Krajnc erstmals zum Einsatz. Er schätzte Leistung, Helligkeit und Klarheit der Geräte sowie das Zusammenspiel mit den MegaPointes. MegaPointes zählen bereits seit längerer Zeit zu den bevorzugten Fixtures von Blackout.

Pointe, LEDBeam 150 und Spiider

Die Pointe wurden vom Bühnenboden aus als allgemeine Beam-Fixtures eingesetzt. Sie lieferten Gegenstrahlen, Prismaeffekte und Gobo-Looks.

Die kompakten LEDBeam 150 erzeugten Wash-Licht über der Bühnenmitte und im Zuschauerraum. Zusätzlich unterstützten sie bei Bedarf die Spiider.

Der Großteil der Spiider wurde an Zuschauer-Traversen installiert. Dort tauchten sie die Arena in farbiges Umgebungslicht und wurden punktuell auch im Beam-Modus in Richtung Bühne eingesetzt.

Acht Spiider befanden sich auf dem kleinsten Box-Traversenrahmen und dienten als Frontlicht aus dem Inneren des Kubus. Vier davon wurden für ein theatrales Up-Light genutzt, als der Bühnenlift Jozinović auf die Bühne brachte.

FORTE für Hauptlicht und Down-Beam

Die FORTE übernahmen die Hauptbeleuchtung von Jakov Jozinović und der Band. Ein Gerät wurde exakt in der Mitte des Hauptgrids montiert und als dramatischer vertikaler Down-Beam eingesetzt.

Für das Blackout-Team gehören die FORTE seit ihrer Markteinführung zu den bevorzugten Geräten für Hauptlicht.

Anze Trstenjak, Blackout: „Sie sind leistungsstark und hell, selbst im Farbbetrieb ist die Qualität fantastisch, und sie eignen sich hervorragend für die Front- und Oberbeleuchtung.“

Trstenjak hob außerdem Zoom und Blenden hervor, mit denen sich das Licht präzise auf die benötigten Bereiche führen lässt.

Jakov Jozinović in der Stožice Arena Ljubljana (Foto: © Simone Di Luca Photography)

Zuverlässigkeit unter Zeitdruck

Bei einer Produktion mit nur einem Tag Aufbauzeit und kurzer Vorbereitungsphase war Verlässlichkeit ein entscheidender Faktor. Vorvisualisierung half bei der Vorbereitung, dennoch blieb die Zeit vor Ort wichtig für finale Anpassungen und Feinabstimmungen.

Crt Birsa, Blackout: „Wenn Zeit so kostbar ist, muss man sich darauf verlassen können, dass die verwendeten Scheinwerfer zuverlässig und konsistent sind – in solchen Situationen gibt es absolut keinen Spielraum für Fehler.“

Auch kurzfristige Ergänzungen wie Kryo, Pyro und LED-Armbänder für das Publikum mussten in die Lichtsteuerung integriert werden.

Klemen Krajnc: „Als Programmierer muss man unter diesem Druck extrem flexibel und anpassungsfähig sein.“

ROBE als Basis für Balkan-Produktionen

Die Produktion in Ljubljana zeigte erneut die starke Präsenz von ROBE in Slowenien und der Balkanregion. Blackout nutzt die Marke regelmäßig als Grundlage für Lichtdesigns.

Der slowenische Markt wurde zudem durch den ROBE-Vertriebspartner MK Light Sound in Ljubljana mit aufgebaut. Für die Jakov Jozinović-Shows verband Blackout diese Systembasis mit kurzer Vorbereitungszeit, eingespielter Teamarbeit und einem umfangreichen 360-Grad-Setup.

Das Ergebnis war eine groß angelegte Arena-Inszenierung mit Video, Licht, Spezialeffekten und Publikumseinbindung, die auf die Pop-Energie des Künstlers und die Anforderungen einer rundum bespielten Bühne abgestimmt war.