Mojo Rental Southeast Europe hat als erstes Unternehmen auf dem Balkan in ROBE GigaPointe investiert. Die 24 neuen Moving Lights mit Laser-Phosphor-Lichtquelle wurden direkt aus dem ROBE-Werk in Tschechien rechtzeitig für zwei Konzerte von Jakov Jozinović in der Zagreb Arena geliefert. Lichtdesigner Sven Kučinić von LumiLas setzte die GigaPointes als zentrales Element eines umfangreichen 360-Grad-Designs ein.
Erste GigaPointes auf dem Balkan
Mojo Rental Southeast Europe aus Kroatien erweiterte den Bestand um 24 ROBE GigaPointes. Die Geräte kamen bei den bislang größten Shows von Jakov Jozinović zum Einsatz, der in Kroatien als Pop- und Internet-Phänomen gilt.
Die Konzerte in der Zagreb Arena stellten hohe Anforderungen an Licht, Bühne und Publikumswirkung. Das Design musste für eine zentrale 360-Grad-Bühne funktionieren und sowohl vor Ort als auch auf zahlreichen Smartphone-Aufnahmen und Social-Media-Kanälen wirken.
Komplettes Redesign in sechs Tagen
Aufgrund kurzfristiger Änderungen der Produktionsanforderungen wurde das gesamte Licht-Rig nur sechs Tage vor der Show neu konzipiert. Für Sven Kučinić bedeutete das eine intensive Planungs- und Programmierphase.
Ziel war eine vielschichtige, interaktive Umgebung, die den jungen Künstler mit seinem Publikum verbindet. Viele Besucherinnen und Besucher erlebten dabei ihr erstes großes Live-Konzert.
Neben den 24 GigaPointes setzte Kučinić weitere 173 ROBE Scheinwerfer ein. Zum Rig gehörten 32 FORTE, 32 CycFX 8, 16 PAINTE, 24 LedPOINTE, 32 Spiider und 32 Tetra2.
GigaPointe als zentrales Designelement
Sobald feststand, dass die GigaPointes rechtzeitig eintreffen würden, machte Kučinić sie zu einem zentralen Bestandteil des Designs. Sie wurden für große Lichtbilder, Air-Effekte und Spezialeffekte eingesetzt, nicht jedoch für die Grundbeleuchtung.
Sven Kučinić, Lichtdesigner von LumiLas: „Es ist immer spannend, ein neues Produkt einzusetzen.“
MegaPointes waren über mehrere Jahre hinweg häufig Teil seiner kreativen Projekte. Der Wechsel zur neuen GigaPointe war für ihn deshalb eine logische Weiterentwicklung. Ergänzend setzte er 10 MegaPointes ein, um das Hochstrahl-Konzept zu erweitern.
Positionierung über dem Videowürfel
Die rechteckige Bühne befand sich in der Mitte der Arena und verfügte über Ausläufer an den kurzen Seiten. Darüber hing ein rechteckiger Videowürfel mit Screens an allen vier Seiten, der vor allem für IMAG-Inhalte genutzt wurde.
Die GigaPointes wurden an Traversen über den Längsseiten des Videowürfels positioniert. Dort konnten sie die größte Höhe von 16 Metern und die längste Reichweite erzielen. Die MegaPointes saßen entsprechend an den kurzen Seiten des Videorechtecks.
In dieser Position erzeugten die GigaPointes weitreichende Air-Effekte aus dem Dachraum der Arena heraus. Kučinić reduzierte zeitweise sogar die Intensität der Geräte: „Sie sind solide Allzweck-Scheinwerfer der nächsten Generation.“
Neben der Helligkeit schätzte er die Austauschbarkeit und das Zusammenspiel mit MegaPointes und weiteren ROBE-Systemen.
Laser-Phosphor-Lichtquelle mit Spot-Charakter
Für Kučinić spielte auch die Laser-Phosphor-Lichtquelle eine besondere Rolle. Er hob hervor, dass sich mit den GigaPointes bei Bedarf laserähnliche Effekte erzeugen lassen.
Zugleich überzeugte ihn das Verhalten im Spot-Modus: „Sie sind außerdem die einzige Laserquelle, die ich bisher gesehen habe, die im Spot-Modus wie eine LED-Leuchte aussieht – das ist beeindruckende Technik.“
Für die Vorvisualisierung war zudem hilfreich, dass ROBE bereits eine GDTF-Datei für die GigaPointe bereitstellte. Erste Designentwürfe waren Monate zuvor in CAPTURE entstanden und basierten zunächst auf MegaPointes, da der Liefertermin der GigaPointes zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher war.
FORTE, Tetra2 und CycFX 8 im 360-Grad-Setup
Die 32 FORTE wurden direkt unterhalb des Videowürfels an einem Traversengitter montiert. Gobos und Texturen auf der Bühne verschmolzen dort mit Videoeffekten auf dem Boden, sodass Licht- und Pixelinhalte ineinandergriffen.
Außerdem nutzte Kučinić die FORTE für einen Auftrittseffekt mit starkem Licht und Rauch, als Jozinović aus der Mitte der Bühne auf einer Hebebühne erschien.
Alle 32 Tetra2 aus dem Bestand von Mojo Rental Southeast Europe rahmten die Bühnenkanten. Ihre flache Bauform war wichtig, um Sichtlinien in der Arena nicht zu beeinträchtigen. Die CycFX 8 wurden in spiegelbildlichen Positionen an den Traversen über der Bühne eingesetzt.
LedPOINTE, PAINTE und Spiider
Auf dem Boden kamen 24 LedPOINTE zum Einsatz. Auch hier war die kompakte Bauform entscheidend, um Sichtachsen nicht zu stören.
Die 16 PAINTE dienten als Hauptbeleuchtung und wurden gemeinsam mit den Spiider an vier Traversen außerhalb des Videowürfels montiert. Diese Positionen eigneten sich zur Beleuchtung von Band und Künstler sowie zur Einbindung des Publikums.
Für Kučinić bleiben die Spiider eine bevorzugte Wahl als LED-Wash: „Die Farben, der Zoom, die Kalibrierung usw. sind derzeit noch unübertroffen.“
Die Spiider wurden außerdem mit den GigaPointes für zusätzliche Beam-Effekte kombiniert. Auch die PAINTE haben sich für ihn nach ersten Tests und Einsätzen als Hauptlicht etabliert.
BMFL WashBeam als Followspots
Vier ROBE BMFL WashBeam dienten als Verfolgerscheinwerfer. Sie waren hoch im hinteren Bereich der Zuschauerränge positioniert und wurden manuell über ROBE LightMaster Seitenhandgriff-Kits bedient.
Die Operator steuerten Pan und Tilt, während alle weiteren Parameter über Kučinićs Lichtkonsole kontrolliert wurden. Dadurch ließ sich die Followspot-Funktion in das Gesamtsystem integrieren.
Immersive Show für Arena und Social Media
Zusätzlich zu den ROBE-Scheinwerfern wurden Strobes, 2-Lites und rund 30.000 LED-Armbänder über beide Abende hinweg in das Lichtkonzept eingebunden. Sie erweiterten die 360-Grad-Show um zusätzliche Publikumsebenen.
Das ästhetische Ziel war ein großes, eigenständiges Showbild ohne überladene Wirkung.
Sven Kučinić: „Es musste großartig und spektakulär sein, aber nicht kitschig oder pompös.“
Kučinić bedankte sich beim Team von Mojo Rental Southeast Europe für die Umsetzung unter engem Zeitplan. Besonders hob er Lichtcrew-Chef Sven Grbec hervor, der die Vorbereitung der ROBE-Ausrüstung koordinierte.