Die tschechische Rockband Lucie feierte ihr 40-jähriges Bestehen mit ausverkauften Konzerten in Brünn, Ostrava, Prag und Pilsen. Für die Lichtgestaltung setzte Lichtdesigner Lukáš Patzenhauer unter anderem auf ROBE iBOLT, WTF! Strobe/Wash-Scheinwerfer und BMFL WashBeam. Die technische Produktion wurde von SMART Production unter der Leitung von Josef „Pepa“ Ženíšek koordiniert.
Lichtdesign für eine Rockshow mit großem Bühnenbild
Lucie spielte im Rahmen der Jubiläumskonzerte in vier großen Städten der Tschechischen Republik. Nach einem Konzert in Brünn, einem Konzert in Ostrava und zwei Shows in Prag endete die Reihe in der LOGSPEED CZ Aréna in Pilsen. Alle Konzerte waren ausverkauft.
Lukáš Patzenhauer ist seit zwölf Jahren für das Lichtdesign der Band verantwortlich. Für diese Tour arbeitete er eng mit Bühnenbildner Michal Dvořák zusammen. Ziel war eine klare, kraftvolle Lichtästhetik, die die Dynamik der Musik unterstützt und gleichzeitig mit dem groß angelegten Bühnenbild korrespondiert.
Die Lichttechnik stellte High Lite Touring aus Ostrava bereit. Für Patzenhauer war es die erste Gelegenheit, ROBE iBOLT und ROBE WTF! in einem Tourdesign einzusetzen.
ROBE iBOLTS im Boden, seitlich und über der B-Bühne
Das Licht-Rig umfasste 24 ROBE iBOLT, 48 ROBE WTF! Strobe/Wash-Scheinwerfer und fünf ROBE BMFL WashBeam. Die BMFL WashBeams wurden über ein 5-Wege-RoboSpot-System gesteuert.
Ein Teil der iBOLTS wurde auf dem Boden positioniert. Vier Geräte befanden sich unterhalb der Bühne und wurden durch bewegliche Gitter von oben freigelegt. Je fünf iBOLTS pro Seite standen entlang der hinteren und vorderen Bühnenkanten auf Deckenhöhe und wurden für die Seitenbeleuchtung eingesetzt.
Die restlichen acht iBOLTS hingen an einem ringförmigen Traversenrahmen über der ebenfalls ringförmigen, drehbaren B-Bühne in der Mitte der Arena.
Die Geräte wurden während der gesamten Show für unterschiedliche Szenen und Effekte genutzt. Dazu zählten auch groß angelegte Rock-Looks, mit denen dramatische Momente und Höhepunkte im Set unterstützt wurden.
ROBE WTF! auf automatisierten Lighting Pods
Die 48 ROBE WTF! Strobe/Wash-Scheinwerfer wurden auf drei automatisierten Beleuchtungspods im hinteren Bühnenbereich sowie an einer mittleren Traverse verteilt.
Auf den Pods waren die Geräte jeweils in einem 3×3-Matrixmuster angeordnet. Damit befanden sich neun WTF!s pro Pod. Die übrigen 15 Geräte wurden entlang der Vorderkante der vordersten mittleren Traverse montiert und in Richtung Arena ausgerichtet.
Die WTF!s wurden für Strobe-Effekte, Blinder-Looks, Pixel-Mapping und Flächenausleuchtung eingesetzt. Durch die Kombination aus Strobe- und Wash-Funktion sowie Bewegung konnte Patzenhauer die Geräte für mehrere Aufgaben innerhalb des Showdesigns nutzen.
Lukáš Patzenhauer: „Es ist fantastisch, ein einziges Licht für so viele verschiedene Funktionen nutzen zu können.“
Helle Lichtquellen für LED-Screens und Roboterarme
Das Bühnenbild bestand aus fünf separaten LED-Screens. Entsprechend wichtig waren Lichtquellen, die sich gegen die Helligkeit der Videoflächen behaupten konnten. Die iBOLT wurden für diese Anforderung ausgewählt, da sie Helligkeit, Geschwindigkeit und vielseitige Effektmöglichkeiten kombinieren.
Lukáš Patzenhauer: „Es ist toll, dass der iBOLT auf einer so großen Bühne mit so vielen LED-Bildschirmen und anderen Lichtern immer auffällt.“
Zum Bühnenbild gehörten außerdem vier von Gradior maßgefertigte Bühnenhebebühnen. Sie bewegten vier Bandmitglieder vorne nach oben und nach außen in Richtung Publikum.
Auf der über einen Laufsteg mit der Hauptbühne verbundenen B-Bühne waren fünf Industrieroboterarme in zwei unterschiedlichen Größen positioniert. Die kleineren Roboter befanden sich am vorderen Rand der B-Bühne, die größeren am hinteren Rand.
Die Roboterarme trugen runde Spiegel oder diamantartige Dekorationselemente. Diese bestanden aus einer Halbkugel mit geschliffenen Spiegeln. In Verbindung mit den iBOLTS am Traversenring über der B-Bühne entstanden reflektierende Effekte, die während sechs Songs im Set eingesetzt wurden.
BMFL WashBeams mit RoboSpot-Steuerung
Die fünf BMFL WashBeams befanden sich an der vorderen Traverse. Sie beleuchteten die Band aus spitzen Winkeln und reduzierten Streulicht auf der Bühne.
Die Steuerung über ein 5-Wege-RoboSpot-System ermöglichte den Einsatz ohne klassische Verfolgerplätze auf der Traverse. Dadurch wurden Spot-Stühle und Personal in der Traverse vermieden. Das erhöhte die Sicherheit und schuf für die Operator eine angenehmere Arbeitsumgebung.
BMFL gehört seit Jahren zu den bevorzugten ROBE-Produkten von Lukáš Patzenhauer. Für ihn steht bei der Auswahl der Scheinwerfer nicht die Herkunft der Marke im Vordergrund, sondern die Eignung für Künstler, Show und gestalterisches Konzept.
Programmierung auf Avolites D7
Patzenhauer programmierte die Show selbst auf einer Avolites D7-Konsole. Seine Laufbahn als Programmierer, Operator und Designer begann vor 25 Jahren ebenfalls mit Avolites. Für die Lucie-Tour arbeitete er erneut mit der Marke.
Er sieht in der aktuellen Generation der Avolites D-Konsolen eine deutliche Weiterentwicklung und hat sich kürzlich eine eigene T3 Wing angeschafft.
Lukáš Patzenhauer: „Avolites hat große Fortschritte in der Entwicklung gemacht.“
Für Patzenhauer lag ein besonderer Reiz des Projekts darin, die Show nach rund einem Jahr Vorbereitung in realer Umgebung zu erleben und gemeinsam mit dem Produktionsteam umzusetzen.
Produktion zwischen Anspruch und Wirtschaftlichkeit
Lucie gehört zu den prägenden Rockbands der Tschechischen Republik. Die Band ist seit Mitte der 1980er Jahre aktiv und wurde vor allem in den 1990er Jahren und frühen 2000er Jahren bekannt. Ihr Sound verbindet Rockgitarren mit melodischen, emotional geprägten Songs und komplexen Texten.
Aus produktionstechnischer Sicht lag eine zentrale Herausforderung darin, eine große Inszenierung für eine begrenzte Zahl geeigneter Spielstätten in der Tschechischen Republik zu entwickeln.
Josef „Pepa“ Ženíšek: „Ganz oben auf der Agenda steht die Kombination von etwas Außergewöhnlichem mit etwas, das wirtschaftlich tragbar ist!“
Michal Dvořák spielte mit seinem Bühnenbild eine wichtige Rolle in diesem Prozess. Das Set hielt die Energie der Show über den gesamten Abend aufrecht und enthüllte auch gegen Ende noch neue Bühnenelemente.
SMART Production koordinierte die technischen Partner und führte die Jubiläumstour durch die verschiedenen Spielorte.