David Hallyday spielt mit einer neuen Produktion in den Arenen Frankreichs und erreicht pro Abend 3.000 bis 6.000 Zuschauer. Das Set verbindet Pop Rock, elektronische Texturen und Balladen und verlangt am FOH nach Klarheit, kontrolliertem Tiefton und stabilem Dynamikbereich.
Für diese Tour setzt Front-of-House-Techniker und Mixer Stéphane Plisson auf ein vollständiges K-Serie Beschallungssystem von L-Acoustics. Die Systemunterstützung kommt von MAWIP, geliefert wurde das System von Potar.
Systemidee und Akustik in Zéniths und Arenen
Plisson arbeitet seit vielen Jahren mit der Familie Hallyday, unter anderem 2006 als Toningenieur bei Johnny Hallydays Flashback Tour. Für die aktuelle Produktion holte David Hallyday ihn direkt an Bord, Plisson brachte MAWIP als Audiopartner mit.
Vor diesem Hintergrund verweist Plisson auf seine lange Arbeit mit L-Acoustics, darunter DOSC, V-DOSC, K1, K2, K3 und die L-Serie.
Stéphane Plisson erklärt: „Ich arbeite fast ausschließlich mit L-Acoustics, seit es 1987 die ersten Modelle gab. Von DOSC und V-DOSC über K1, K2, K3 bis hin zur aktuellen L-Serie habe ich jeden Schritt der Entwicklung der Marke mitverfolgt. Aus diesem Grund entscheide ich mich bei allen Tourneen, die ich mische, für L-Acoustics.“
Die akustische Aufgabenstellung beschreibt er als typisch für große- und mittelgroße Arenen: variable Geometrien, komplexe Nachhallprofile und ein Tieftonbereich, der schnell ungleichmäßig werden kann.
Stéphane Plisson bemerkt: „Große Konzerthallen sind schwierig für den Tieftonbereich, was mir eigentlich gefällt. Ich mische mit den Vibrationen, und das Publikum spürt sie auch. Die Herausforderung besteht darin, eine Anhäufung von Tieftönen, Auslöschungen und Druck-Hotspots zu vermeiden.“
David Hallyday Arena TourK2 Arrays, Basskontrolle und Outfill Abdeckung
Die Systemarchitektur baut auf K2 als Hauptarray auf. Üblicherweise hängen pro Seite 14 K2, bei begrenzten Rigging Möglichkeiten wird auf 12 oder 10 Elemente reduziert, ohne die Zielabdeckung zu verändern.
Für Tiefton Wiedergabe und Richtwirkung kombiniert das Team sechs geflogene KS21 im Omni Modus mit sechs am Boden gestapelten KS28 in einer End Fire Konfiguration bei 60 Hz. Ziel ist ein klar projizierter Bass mit reduzierter Energie nach hinten auf die Bühne.
Die Seitenabdeckung übernehmen acht K3 Outfills, das Nahfeld wird mit sechs Kara II ergänzt. An der Bühnenkante arbeiten drei A15 Wide zusammen mit drei X8 für tonale Kontinuität bis in die vorderen Publikumsbereiche.
Signalfluss, Netzwerk und Vorplanung
Die Verstärkung erfolgt über LA12X in speziell angepassten Racks, um Strom und Netzwerk im Tagesaufbau zu bündeln. Für die Verteilung setzt das System auf ein vollständig redundantes Milan AVB Netzwerk mit P1 Prozessor, der einen AES Feed aus der Midas Pro HD96 erhält und den Ton über LA RACK II AVB sowie LS10 Switches verteilt.
Für konsistente Ergebnisse von Stadt zu Stadt arbeitet das Team intensiv mit Soundvision. Rigging, Abdeckung, SPL Verteilung und Klangbalance werden vorab modelliert, Autofilter und synchronisierte Zonengruppen unterstützen ein wiederholbares Setup auch bei engem Zeitplan.
Der FoH-Techniker und Mixer Stéphane Plisson und David HallydayBetrieb auf Tour und Hinweis aus der Praxis
Vom Öffnen des Trucks bis zum vollständig kalibrierten System nennt das Team drei Stunden. Über die Tour lief das Setup ohne Ausfälle und dient als konstante FOH Referenz. Rückmeldungen aus Band und Crew beziehen sich vor allem auf Verständlichkeit, ein stabiles Stereobild und einen kontrollierten, trotzdem präsenten Bass. Für die In Ear Mischungen wird ein hoher Komfort beschrieben.
Zum Schluss formuliert Plisson einen praxisnahen Hinweis, der weniger auf Marken als auf Arbeitsweise zielt.
Stéphane Plisson gibt anderen Tonfirmen seinen charakteristisch direkten Rat: „Bleibt flexibel, vertraut euren Ohren, arbeitet eng mit eurem Systemingenieur zusammen und unterschätzt niemals die Bedeutung der Kontrolle der tiefen Frequenzen. Und vor allem: Wählt ein System, das ihr wirklich kennt und mit dem ihr euch wohlfühlt – das macht den Unterschied auf Tour.“