Dermot Kennedy ist mit seiner „Weight of the Woods“-Tour weltweit unterwegs. Für die Audioproduktion setzt das Team des irischen Singer-Songwriters auf DiGiCo Quantum Konsolen. Will Donbavand mischt die Show am FOH auf einer Quantum 338 Pulse, während Michael „Fitzy“ Fitzsimmons am Monitorplatz eine Quantum 5 nutzt. Das Audioequipment für die Tour stellt Solotech bereit.
Nach der Europa-Etappe führt die Tour ab August durch Nordamerika, Asien, Neuseeland und Australien. Die skalierbare Struktur der DiGiCo-Plattform spielt dabei eine wichtige Rolle, da sich das Setup an unterschiedliche Showgrößen und zusätzliche Musiker anpassen lässt.
Quantum 338 Pulse am FOH
Will Donbavand arbeitet seit 2017 mit Dermot Kennedy und setzt seit 2018 auf DiGiCo. Für die aktuelle Tour nutzt er am FOH hauptsächlich eine Quantum 338 Pulse. Die Pulse-Software stellt ihm zusätzliche Verarbeitungskapazitäten zur Verfügung, während eine Fourier Transform Engine die Plugin-Bearbeitung übernimmt.
Durch gemeinsam genutzte Racks lässt sich das Touring-Setup kompakt halten. Gleichzeitig nutzt Donbavand zusätzliche Sends unter anderem für die Talkback-Kommunikation.
„Wir haben unser erstes Mischpult-Paket 2018 erhalten und seither ist es immer DiGiCo gewesen“, sagt Will Donbavand. „Das gemeinsame Nutzen von Racks sorgt für Zufriedenheit bei der Produktion, und da ich an die Grenzen der Kanalanzahl stoße, finde ich Dinge wie die zusätzlichen Con-Sends ohne Latenz sehr hilfreich, insbesondere für den Talkback unter uns.“
Größere Shows erfordern mehr Kanäle
Da bei der Produktion weitgehend auf Playback-Spuren verzichtet wird, befinden sich entsprechend viele Musiker und Signalquellen auf der Bühne. Für besondere Shows wurde die Besetzung zusätzlich erweitert.
In London kam ein zehnköpfiger Chor hinzu. Donbavand ergänzte seine Quantum 338 dafür mit einer Quantum 112. Beim Abschluss der Europa-Etappe in Dublin wuchs der Chor auf 22 Mitglieder, zusätzlich standen Gastkünstler auf der Bühne. Für diese Produktion wechselte Donbavand komplett auf eine Quantum 5.
„Was den Workflow angeht, ist das für mich einfacher, als ein Q338 mit einem Sidecar-Q112 zu verwenden“, erklärt Donbavand. „Zum Glück ist der Wechsel zwischen den Mischpulten kinderleicht.“
Diese Flexibilität ist auch bei B-Rigs oder lokal zugemieteter Technik relevant. Showfiles können zwischen den unterschiedlichen Quantum-Systemen übertragen und anschließend an die jeweilige Hardwarekonfiguration angepasst werden.
Quantum 5 am Monitorplatz
Auch Michael „Fitzy“ Fitzsimmons wechselte im Verlauf der Produktion von einer Quantum 338 auf eine Quantum 5, nachdem die Anforderungen an die Kanalzahl gestiegen waren.
Die Bühne arbeitet vollständig mit In-Ear-Monitoring. Lediglich ein Paar Subwoofer sorgt für zusätzliche physische Energie auf der Bühne. Der überwiegende Teil der Signalbearbeitung erfolgt direkt innerhalb der Quantum 5, sodass Fitzsimmons nur wenige externe Geräte benötigt.
„Ich spreche DiGiCo absolut fließend, und da alles hervorragend funktioniert, muss ich diese Energie nirgendwo anders investieren“, sagt Michael „Fitzy“ Fitzsimmons.
Mustard Source Expander ersetzt externe Hardware
Eine wichtige Rolle innerhalb der Signalbearbeitung spielt der integrierte Mustard Source Expander. Fitzsimmons prüft den MSE als möglichen Ersatz für seinen derzeit noch extern eingesetzten Source Enhancer.
Donbavand nutzt die Funktion bereits umfangreich. Hardware-basierte Primary Source Enhancer hat er mit einer Ausnahme durch MSE ersetzt. Neben Dermot Kennedys Gesang kommt die Bearbeitung auch bei den Background-Vocals zum Einsatz.
„Früher habe ich andere Bearbeitungsfunktionen für Dermot und die Backgroundsängerinnen verwendet, jetzt ist alles MSE“, erklärt Donbavand. Dabei nutzt er unter anderem die Möglichkeit, den Sidechain über einen anderen Eingang zu führen und zu filtern. Auch die Ducker-Funktion kommt bei verschiedenen Signalen zum Einsatz.
Die Produktion hat sich während Donbavands Zusammenarbeit mit Kennedy erheblich vergrößert. „Ich habe miterlebt, wie sich die Show von Auftritten vor 200 Zuschauern in Clubs zu zwei Abenden im Aviva-Stadion in Dublin entwickelt hat, das Platz für etwa 50.000 Zuschauer bietet“, sagt er. „Dank des einfachen Workflows von DiGiCo ist es mir nie in den Sinn gekommen, mit einem anderen Mischpult von vorne anzufangen.“