DiGiCo Quantum auf Welttournee mit Alex Warren

Rob Brazinski mischt Alex Warrens Monitorsound auf einem DiGiCo Quantum7

Auf seiner sechsmonatigen „Finding Family on the Road“-Welttournee setzt Alex Warren auf zwei DiGiCo Quantum-Konsolen. James Butera mischt die Shows am FOH auf einem Quantum 338, während Monitor-Ingenieur Rob Brazinski ein Quantum 7 einsetzt. Das komplette Tour-Sound-Equipment stammt von Clair Global.

Die Produktion ist seit Beginn der Tour deutlich gewachsen. Nach Europa und Nordamerika führt die Tour den Grammy-nominierten Künstler und seine Band weiter nach Asien und Ozeanien. Entsprechend umfangreich ist mittlerweile auch die Audio-Infrastruktur.

„Letzten Herbst hatten wir nur ein einziges SD-Rack und eine Orange Box mit MADI-Karten“, berichtet James Butera, FOH-Ingenieur. Inzwischen gehören eine zweite Orange Box für 64 Dante-Kanäle, ein weiteres SD-Rack und ein SD-Mini für die Ein- und Ausgänge der B-Bühne zum Setup. Auch am FOH musste Butera die Infrastruktur erweitern.

„Ich habe das Q 338 fast voll ausgelastet, ich glaube, ich habe noch zwei DSP-Ausgänge übrig“, ergänzt Butera. „Aber ich liebe das Q 338. Abgesehen vom Q 852 ist es mein Lieblingslayout, und ich liebe die Displays.“

Quantum 7 für fast 100 Eingänge

Auch am Monitorplatz ist die Produktion umfangreich. Rob Brazinski hatte ursprünglich mit einem Quantum5 geplant, entschied sich aufgrund der zusätzlichen Bedienmöglichkeiten und DSP-Ressourcen jedoch für ein Quantum7.

Das Monitor-Setup umfasst 16 dedizierte Mix-Ausgänge für 20 Sender. Neben Alex Warren stehen sechs Bandmitglieder und zwei Backgroundsängerinnen auf der Bühne. Zusammen mit Talkbacks, Kommunikationswegen, Video- und Playback-Signalen verarbeitet Brazinski fast 100 Eingänge.

„Das Quantum7 ist großartig, es läuft wirklich absolut stabil“, erklärt Rob Brazinski. „Die zusätzlichen Fader-Bänke und die zusätzlichen Pegelanzeigen sind wirklich praktisch, um während der Show alles im Blick zu behalten.“

Viel Signalbearbeitung direkt in den Konsolen

Beide Engineers nutzen die internen Processing-Möglichkeiten ihrer Quantum-Konsolen intensiv. Butera setzt Mustard- und Spice-Rack-Module sowie acht interne Effekte ein. Externe Signalbearbeitung bleibt Teil seines Setups, die Grundlage seines Eingangsmixes entsteht jedoch vollständig im Quantum338.

Brazinski verfolgt einen noch konsequenteren In-the-box-Ansatz: „Ich bin bekanntermaßen ein Plug-in-Gegner, da sie eine weitere Fehlerquelle darstellen.“ Sämtliche Band-Eingänge nutzen Mustard Processing. Hinzu kommen Spice Rack und interne Effekte. Externe Hardware beschränkt sich im Wesentlichen auf Vocal- und Band-Bus-Ketten sowie einige Hallgeräte.

„Ich habe meine erste Tour mit dem Quantum vor fast drei Jahren gemacht, und das hat für mich alles komplett verändert“, so Brazinski.

32 Talkback-Kanäle und umfangreiche Makro-Programmierung

Eine besondere Herausforderung stellt die Kommunikation innerhalb der großen Produktion dar. Insgesamt 32 Talkback- und Kommunikationskanäle laufen über das System. Da Warren während der Show Brazinskis volle Aufmerksamkeit verlangt, wurde der Workflow weitgehend automatisiert.

Über einen zweiten Solo-Bus können RF-Koordinator und Monitortechniker die Kommunikation unabhängig abhören. Ein GPI-Fußschalter erlaubt Brazinski, Talkbacks auf seinem eigenen Weg vorübergehend stummzuschalten.

Zusätzlich nutzt das Team die OSC-Funktionen der DiGiCo-Konsole. Backline-Techniker können über Makros Kommunikationswege auslösen und direkt mit Musikern oder Crewmitgliedern sprechen.

„So muss ich weniger als Telefonist fungieren und kann mich mehr auf den Mix konzentrieren“, erklärt Brazinski. Rund 150 Stunden habe er in die Programmierung seiner Showdatei investiert, insbesondere in Makros und Snapshots. „Aber sobald es fertig ist, funktioniert es einfach, und es ist großartig.“

Neben den technischen Möglichkeiten hebt Butera auch den Support während der Tour hervor. Besonders die weltweite Präsenz von DiGiCo bei großen Festivals sei für Touring-Produktionen ein wichtiger Faktor.