Agorà und Sennheiser für ESC 2026 beim ORF

Agorà und Sennheiser bereiten gemeinsam mit dem ORF die Audioinstallation für den Eurovision Song Contest 2026 in Wien vor. Beide Unternehmen sind offizielle Audio-Lieferanten des Host-Broadcasters, wobei Agorà die technische Produktion der Veranstaltung übernimmt.

Am Sennheiser-Hauptsitz laufen dafür bereits umfangreiche Dauertests. In einer groß angelegten Projektfläche arbeiten Teams beider Unternehmen mit Steuerungssoftware sowie mobilen und stationären drahtlosen Audiosystemen an der Vorbereitung des Setups für die Live-Produktion.

Agorà bringt ESC-Erfahrung aus mehreren Produktionen ein

Für den italienischen Verleiher ist es bereits die vierte Beteiligung am Eurovision Song Contest. In Lissabon und Tel Aviv unterstützte Agorà die jeweiligen lokalen Teams in den Bereichen PA, HF, Show-Mixing und Netzwerktechnik. In Turin lag die Leitung bereits bei Agorà. Für den ESC 2026 übernimmt das Unternehmen nun denselben Komplettservice für den ORF in Wien.

Valerio Motta, Projektleiter von Agorà für den ESC 2026, verweist auf die besondere Dynamik der Produktion und auf die internationale Zusammenarbeit als prägendes Element des Projekts: „Aber das Beste an der Arbeit ist die Zusammenarbeit mit Teams aus so vielen Nationen. Der ESC ist wie ein sehr schnelles und komplexes Festival – wir lieben es.“

Sennheiser plant bislang größtes Spectera-Setup

Sennheiser liefert für den Eurovision Song Contest das bislang größte Spectera-Setup des Unternehmens. Dazu gehören auch Fertigungsmuster des noch nicht veröffentlichten Handsenders. Zusätzlich kommt eine eigens für die Veranstaltung entwickelte Firmware-Variante zum Einsatz, die Funktionen wie einen Pegelaufzeichner bietet.

Dr. Andreas Sennheiser sieht den ESC auch als technische Bewährungsprobe für aktuelle und neue Systeme: „Der Eurovision Song Contest ist für Unternehmen eine riesige Chance, ihre neuesten und besten Technologien bei der weltweit größten Live-Musikübertragung auf Herz und Nieren zu prüfen. Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit dem ORF und sind sehr glücklich, Agorà in den Sennheiser-Büros willkommen geheißen zu haben.“

v. l. n. r.: Corinna Trojan (Sales Director Country Partners EMEA), Sebastian Georgi (Senior Development Engineer Transmission Technology), CEO Dr. Andreas Sennheiser, Domenico Cerqua (Head of Audio & Light bei Agorà), Jérôme Zastrow (Senior Digital Business Modelling Manager), Jonas Næsby (Technical Application Engineer), Fabio Fumagalli (Sennheiser-Partner Exhibo), Valerio Motta (Projektleiter ESC bei Agorà), Jan Watermann (Senior System Architect), Kevin Jungk (Solution Architect), Volker Schmitt (Manager Technical Application Engineering)

Auch Volker Schmitt, Manager Technical Application Engineering bei Sennheiser und langjähriger ESC-Begleiter, hebt die Dimension des Systems hervor: „Wir freuen uns sehr, die weltweit größte Konfiguration aus Spectera-Base Stations, bidirektionalen Bodypacks und Handmikrofonen zum ESC zu bringen. Künstlerinnen und Crews werden von der außergewöhnlichen Klarheit der IEMs über Spectera profitieren, und Künstlerinnen, die ein Headset-Mikrofon verwenden, können mit nur einem Beltpack auftreten. Genau wie das Agorà-Team freuen sich auch unsere Drahtlos-Expert*innen sehr auf die großartige internationale Zusammenarbeit beim ESC.“

Tests, Rackbau und Schulung

Nach dem Dauertest bei Sennheiser wurden alle Spectera-Geräte zu Agorà transportiert. Dort folgten weitere Tests sowie die Konfiguration in Racks. Anschließend fand in der Agorà-Zentrale eine zweitägige Spectera-Schulung statt.

Damit gehen beide Unternehmen in die nächste Phase der Vorbereitung. Gemeinsam unterstützen sie den ORF bei der Umsetzung der Audiotechnik für den Eurovision Song Contest 2026 in Wien.