ELATION bei Mean Girls in La Mirada

„Mean Girls“ im La Mirada Theatre (Foto: © Jason Niedle & Stephen Gifford)

Für die Produktion von „Mean Girls“ im La Mirada Theatre setzte Lichtdesigner Steven Young von Visual Terrain auf ELATION-Scheinwerfer. Zum Einsatz kamen Proteus Odeon, Paragon S und Pulse Bar. Die Geräte unterstützten ein temporeiches Lichtdesign zwischen High-School-Realismus, Musical-Energie und stilisierten Bühneneffekten.

Musicalproduktion im La Mirada Theatre

„Mean Girls“ wurde im La Mirada Theatre for the Performing Arts in Südkalifornien inszeniert. Der Veranstaltungsort mit 1.250 Plätzen ist Heimat der Theatersaison von McCoy Rigby Entertainment.

Das Musical basiert auf dem Stoff von Tina Fey und lief zuvor über zwei Jahre am Broadway. Dort erhielt die Produktion zwölf Nominierungen bei den 72. Tony Awards, darunter in der Kategorie Bestes Musical.

Steven Young arbeitet seit rund zwei Jahrzehnten mit McCoy Rigby Entertainment zusammen und hat seit 2007 mehr als 30 Produktionen im La Mirada Theatre beleuchtet.

Technologische Weiterentwicklung im Haus

Youngs frühere Arbeit an „The King and I“ im Jahr 2023 hatte Einfluss auf die technische Weiterentwicklung des Theaters. Damals setzte er den ELATION Proteus Lucius ein. Die Erfahrungen führten dazu, dass das La Mirada Theatre später in Proteus Odeon investierte.

Steven Young, Chefdesigner und Designleiter bei Visual Terrain: „‚The King and I‘ hat wirklich gezeigt, was die ELATION-Scheinwerfer in diesem Raum leisten können“, erklärt Young. „Das war der Auslöser dafür, dass das La Mirada in die Odeons investierte, die sich im Vergleichstest durchgesetzt haben und seitdem ein zentraler Bestandteil des Bestands sind.“

Die Odeon-Scheinwerfer wurden dem Theater von Pacific Coast Entertainment verkauft. Die laufenden technischen Modernisierungen werden von Chef-Elektrikerin Melissa „Mo“ Skau begleitet.

Steven Young: „Mo hat sich sehr dafür eingesetzt, ein besseres Arbeitsumfeld für Gastdesigner zu schaffen und dies war Teil dieser Bemühungen.“

ELATION als Basis des Designs

Für „Mean Girls“ kombinierte Young hauseigenes und gemietetes Equipment. Zum Rig gehörten 17 Proteus Odeon aus dem Bestand des Hauses, verteilt auf vier Stromkreise. Sechs Paragon S wurden von BCT Entertainment zugemietet und an Bühnenauslegern positioniert. Pulse Bar Einheiten stellte ELATION zur Evaluierung und kreativen Nutzung bereit.

Die Proteus Odeon waren ein zentrales Element des Designs. Young nutzte sie aufgrund ihrer Lichtleistung, ihres leisen Betriebs und der geringen Stromaufnahme.

Steven Young: „Mit 32.000 Lumen sind sie sehr leistungsstark, und was uns anfangs besonders gut gefallen hat, war, wie leise sie sind.“

Auch der Betrieb mit 120 Volt vereinfachte die Installation: „Wir mussten keine zusätzliche Stromversorgung verlegen, keinen neuen Trennschalter installieren und keine weitere elektrische Infrastruktur hinzufügen, was die Installation für uns wirklich vereinfacht hat.“

TruTone-CRI-Engine für Hauttöne

Young nutzte die variable TruTone-CRI-Engine des Proteus Odeon im CRI-Flex-Modus. Damit konnten sowohl naturalistische Looks als auch hellere, dramatischere Musicalmomente umgesetzt werden.

Steven Young: „Wir arbeiteten im CRI-Flex-Modus, was sehr hilfreich war, da das Projekt sowohl naturalistische Looks als auch dramatischere theatralische Momente mit erhöhter Helligkeit umfasste. Bei der Beleuchtung von Kulissen ist der Unterschied nicht so wichtig, aber wenn es um Hauttöne geht, wird die Farbwiedergabe viel entscheidender.“

„Mean Girls“ im La Mirada Theatre (Foto: © Jason Niedle & Stephen Gifford)

Storytelling mit Framing, Gobos und Animation

Young nutzte die Designwerkzeuge des Odeon intensiv, darunter Framing, Gobos und Animationen. Damit entstanden Klassenzimmer, Laufstege, kleinere Spielflächen und Übergänge.

Steven Young: „Mit den Framing-Blenden konnten wir ‚Kästen‘ schaffen, die wir ausgiebig einsetzten, zum Beispiel im Klassenzimmer der Highschool, auf Laufstegen und in anderen kleinen Bereichen. Wir haben auch alle mitgelieferten Gobos verwendet und versucht, die Looks so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten.“

Beim Song „World Burn“ kam das Animationsrad der Scheinwerfer zum Einsatz, um feuerartige Bewegungen über die Bühne zu erzeugen. Frostfilter lieferten zusätzlich weiche Flutlichtmomente.

Paragon S als kompakte Seitenbeleuchtung

Die Paragon S wurden als Seitenlicht an Auslegern eingesetzt. Drei Geräte pro Seite lieferten Licht aus Boom-Positionen. Für diese Anwendung waren kompakte Abmessungen und geringes Gewicht entscheidend.

Steven Young: „Die Odeons waren für die Boom-Positionen zu schwer, daher war der Paragon S die perfekte Lösung für das beengte Bühnenbild – kleiner und etwa halb so schwer. Sie sind kompakt, haben die perfekte Größe für einen Boom, bieten aber dennoch jede Menge Durchschlagskraft.“

Im Extended-Modus ermöglichten die Paragon S scharfe Gobo-Projektionen und flexible Fokussteuerung: „Wir konnten das Licht vom Boden abschirmen, aber dennoch die Schauspieler und Teile des Bühnenbilds damit beleuchten. Es war schön, während der Übergänge scharfe, fokussierte Gobos auf die Darsteller zu richten, und sobald die Szene begann, haben wir diese Gobos aus dem Fokus genommen, sodass sie einen weichen Lichtteppich erzeugten. Es war großartig, einige der Fokussierungsmöglichkeiten der Scheinwerfer zu nutzen, um die Geschichte zu unterstreichen.“

Pulse Bar für Kopierer-Moment

Die Pulse Bar wurde genutzt, um einen bekannten visuellen Moment der Show neu zu interpretieren. In der Broadway-Produktion spielte das Licht eines Kopierers eine prägende Rolle. Young ersetzte diesen Effekt durch einen überzeichneten Handy-Blitz.

Steven Young: „In der ursprünglichen Broadway-Produktion gibt es eine Szene, in der die Hauptfigur verschiedene Teile eines Buches fotokopiert, und das Licht des Kopierers war ein wirklich ikonischer Blickfang. Wir wollten etwas anderes machen, also haben wir ein Handy mit einem riesigen Stroboskopblitz von den Pulse Bars auf der anderen Seite der Bühne eingesetzt. Der Schauspieler wurde mit etwas Seitenlicht und einem Verfolgungsscheinwerfer angestrahlt, und dann setzte dieser Blitz ein. Es war genial und erwies sich letztendlich als unglaublich erfolgreich.“

Der Moment wurde mit den kaltweißen LEDs der Pulse Bar umgesetzt. An anderer Stelle nutzte Young die RGB-Funktionen, um Szenen farblich zu gestalten.

Rosa-Palette als Gestaltungselement

Farbe spielte in „Mean Girls“ eine zentrale Rolle. Besonders die für die Show charakteristische Rosa-Palette prägte zahlreiche Szenen.

Steven Young: „Es gibt so viele Rosa-Variationen in der Show. Wir haben acht verschiedene Farbtöne verwendet, die von sehr tiefem Rosa bis zu sehr hellen Rosatönen reichten, sodass wir den Hauttönen so nahe kamen, dass es kaum auffiel. Die Farbe konnte sehr kräftig, aber auch unglaublich subtil sein. Wir mussten diese wirklich miteinander mischen, und die ELATION-Scheinwerfer haben das wunderbar gemeistert.“

Lichtdesign für Tempo und Komödie

„Mean Girls“ lief vom 11. April bis zum 3. Mai im La Mirada Theatre. Young beschreibt die Produktion als komplexer, als sie zunächst erscheint. Das Lichtdesign musste High-School-Atmosphäre, schnelle Szenenwechsel, komödiantische Zuspitzung und Musical-Energie miteinander verbinden.

Proteus Odeon, Paragon S und Pulse Bar von ELATION lieferten dafür unterschiedliche Werkzeuge: leistungsstarke Profile für flexible Szenengestaltung, kompakte Seitenlicht-Fixtures für Boom-Positionen und Pulse Bars für prägnante Effektmomente.