Das Home of the Arts (HOTA) an der australischen Gold Coast hat die Beleuchtung im Haupttheater umfassend modernisiert. Zum Einsatz kommen 16 ELATION Paragon M Profilscheinwerfer und 16 Proteus Rayzor 760 Wash- und Effektscheinwerfer. Die neue Moving-Light-Ausstattung ersetzt das bisherige System und erweitert die technischen Möglichkeiten des Kulturzentrums für Theater, Tanz, Oper, Comedy, Live-Musik und Touring-Produktionen.
Kulturzentrum an der Gold Coast
Das Home of the Arts, kurz HOTA, liegt in Surfers Paradise an der australischen Gold Coast. Das 17 Hektar große Gelände umfasst unterschiedliche Kulturräume, Veranstaltungsorte und Außenflächen. Zum Programm gehören Theater, Tanz, Oper, Comedy, Live-Musik, Kindervorstellungen, Kino und bildende Kunst.
Die Modernisierung betrifft das Haupttheater des Hauses. Ziel war eine technische Erneuerung, die den Anforderungen heutiger Tourneeproduktionen entspricht und zugleich die kreative Flexibilität des Theaters erhöht.
Neue Moving-Light-Ausstattung
HOTA investierte in 16 Paragon M Profilscheinwerfer und 16 Proteus Rayzor 760 Wash- und Effektscheinwerfer von ELATION. Die Geräte ersetzen alle beweglichen Scheinwerfer der Hauptbeleuchtungsanlage.
Geliefert wurden die Systeme von der ULA Group, dem australischen Vertriebspartner von ELATION. Die Beschaffung erfolgte über das audiovisuelle Produktionsunternehmen Krank’d Productions. Geleitet wurde das Projekt von Luke Farrow, Leiter der Beleuchtungsabteilung bei HOTA, der auch das Lichtdesign für die Modernisierung verantwortete. Die Installation wurde im Dezember 2025 abgeschlossen.
Investition in künftige Produktionen
Für HOTA ist die neue Beleuchtung ein Baustein für die technische Weiterentwicklung des Veranstaltungsortes. Die Infrastruktur soll größere und technisch anspruchsvollere Produktionen unterstützen.
Chris Dignan, General Manager des HOTA-Geländes: „Da sich die Anforderungen an Live-Aufführungen in der Branche ständig weiterentwickeln, ist es unerlässlich, dass unsere technische Infrastruktur mit ihnen Schritt hält. Diese Modernisierung verschafft HOTA eine zukunftsfähige Beleuchtungslösung, die den Erwartungen heutiger Tourneeproduktionen von Weltklasse gerecht wird und gleichzeitig unser langfristiges Ziel unterstützt, größere, ambitioniertere Shows anzuziehen und die Messlatte für das, was wir an der Gold Coast bieten, weiter höher zu legen.“
Ersatz für ältere Spot- und Wash-Systeme
Das bisherige Beleuchtungssystem hatte die Leistungsgrenzen erreicht. Entladungsbasierte Spot-Scheinwerfer und ältere LED-Wash-Leuchten erfüllten die Anforderungen moderner Touring-Produktionen nicht mehr in der gewünschten Form.
HOTA entschied sich deshalb nicht für eine Ergänzung des Bestands, sondern für den vollständigen Austausch des Moving-Light-Systems. Nach Vorführung und Vergleichstest fiel die Wahl auf Paragon M und Proteus Rayzor 760.
Paragon M für Profile, Gobos und Framing
Die Paragon M Profilscheinwerfer bieten Beam-, Gobo- und Framing-Funktionen für unterschiedliche Produktionsformen. Im HOTA werden acht Geräte im Überkopf-Rig und acht auf den Front-of-House-Beleuchtungsbrücken eingesetzt.
Die Überkopfpositionen liefern Beam- und Gobo-Effekte über die Bühne. Die Geräte auf den Brücken dienen für Hauptlicht, Spezialeffekte und flexible Beleuchtungsaufgaben im Saal.
Luke Farrow, Leiter der Beleuchtungsabteilung bei HOTA: „Seine Helligkeit und Strahlqualität haben die visuelle Wirkung unserer Produktionen erheblich gesteigert und sorgen dafür, dass unsere Anlage mit den immer leistungsstärkeren Lichtpaketen mithalten kann, die Tourneeproduktionen in den Veranstaltungsort bringen.“
Auch die Farbqualität war ein wichtiger Entscheidungsfaktor: „Wir haben festgestellt, dass das Gerät eine hervorragende Farbwiedergabe und Konsistenz bietet, was den Lichtdesignern größere kreative Flexibilität verschafft.“
Austauschbare Linsen für mehrere Anwendungen
Die Paragon-Serie von ELATION ist in den Modellen S, M und LT erhältlich und verfügt über Schutzart IP54. Zur Plattform gehören unter anderem die variable CRI-Technologie TruTone sowie ein System mit austauschbaren Linsen für Profile, Fresnel Wash und PC Beam.
Im HOTA erweitern Fresnel-Linsen die Einsatzmöglichkeiten der Paragon M. Dadurch können die Geräte bei Bedarf auch als Wash-Leuchten genutzt werden.
Luke Farrow: „Die Möglichkeit, austauschbare Linsenoptionen zu nutzen, war ein großer Vorteil, da sich die Leuchten so an verschiedene Anwendungen anpassen lassen, ohne dass die Leistung beeinträchtigt wird. Diese Vielseitigkeit war ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Paragon M als Eckpfeiler unserer modernisierten Lichtanlage.“
Proteus Rayzor 760 für Wash und Effekte
Ergänzend zu den Profilscheinwerfern wurden 16 Proteus Rayzor 760 installiert. Die IP65-klassifizierten Wash- und Effektscheinwerfer kombinieren helle Wash-Ausleuchtung mit Pixel-Mapping und Effektfunktionen.
Die SparkLED-Hintergrundfunkeltechnologie liefert zusätzliche visuelle Ebenen für Konzerte und Live-Veranstaltungen. Lichtleistung und Zoombereich ermöglichen eine gleichmäßige Ausleuchtung des Veranstaltungsraums.
Gemeinsam bilden Paragon M und Proteus Rayzor 760 eine flexible Plattform für Theaterproduktionen, Oper, Tanz, Comedy, Live-Musik und zeitgenössische Bühnenformate.
Netron und Obsidian für Steuerung und Verteilung
Die Hausbeleuchtungsinfrastruktur wird durch zwei Netron EN12i Ethernet-zu-DMX-Gateways unterstützt. Sie sind mit BS10-Bedienfeldern von Obsidian Control Systems gekoppelt.
Diese Kombination übernimmt die Verteilung und Bedienung innerhalb des Hausbeleuchtungssystems und unterstützt den laufenden Betrieb im Theater.
Umsetzung mit ULA Group und HOTA-Team
Die Installation wurde von der Beleuchtungsabteilung von HOTA unter der Leitung von Luke Farrow umgesetzt. Beteiligt waren außerdem Marcus du Toit, Leiter Technischer Betrieb, und Thomas Connolly, Leiter Technik und Produktion.
Die ULA Group unterstützte das Projekt mit technischer Beratung und strategischer Begleitung. Rod Marshall war dabei in die Bewertung der verfügbaren Optionen und die Ausarbeitung der Lösung eingebunden.
Luke Farrow: „Die ULA Group war während des gesamten Projekts ein unschätzbarer Partner. Rod Marshall hat uns während des Prozesses maßgeblich unterstützt und uns dabei geholfen, die verfügbaren Optionen zu bewerten und die beste Lösung für die Anforderungen des Veranstaltungsortes zu finden.“
Neben der technischen Beratung unterstützte Marshall auch die Darstellung der langfristigen Vision für die Beleuchtungsinfrastruktur. Die ausgewählte Lösung deckt damit nicht nur aktuelle Anforderungen ab, sondern berücksichtigt auch künftige Produktionsformen und das weitere Wachstum des Veranstaltungsortes.