Roland Greil über das Lichtdesign für „Romeo and Juliet“

Ein MAC Viper sorgt für den Strahlenkranz am Ende des Stücks

Roland Greil hat gemeinsam mit Patrick Woodroffe das Lichtdesign für „Romeo and Juliet“ gestaltet, eine bunte Mischung aus klassischem Ballett, Theater und wildem Rock’n’Roll. Worauf muss man als Lichtdesigner bei einer solchen Produktion achten? Welches sind die effektivsten Werkzeuge? Wie wählt man das Material aus? Im Interview in der Züricher Maag-Halle erfahren wir außerdem, welche Lampe sich als einzige nicht durch ein vergleichbares Gerät ersetzen ließ.

Den Sommer über war Roland Greil unter anderem mit den Ärzten unterwegs und hat sich hier die volle Packung Rock’n’Roll gegeben. Der ist auch bei „Romeo and Juliet“ vertreten, aber nur als eines von vielen ästhetischen Elementen. Das Lichtdesign ist bei dieser Produktion mehr als nur Effektlicht und Ausleuchtung von Szenen: In Verbindung mit einer Videoprojektion erschafft das Licht die komplette Szenerie auf der ansonsten pechschwarzen Guckkastenbühne, die ohne jegliche Kulisse auskommt.

Dem klassischen Ballett- und Theaterlicht wird durch die ausgiebige Verwendung von Gassenlicht Rechnung getragen. Um Räume gestalten zu können, verwendet Greil Blendenschieberlampen.

Nicht alles ist ersetzbar

Als Pult kommt eine grandMA2 light zum Einsatz. Der ehemals eingefleischte Hog-Mann Greil hat die Vorzüge des Systems mittlerweile schätzen gelernt und erklärt, warum er sich bei dieser Produktion für ein System von MA Lighting entschieden hat.

Auch über die Auswahl der Lampen haben wir uns mit Roland Greil unterhalten: Ursprünglich war in seiner Spezifikation kein einziges Gerät von Martin Professional enthalten – jetzt dominieren die Lampen das gesamte Rigg. Unter anderem findet ein RUSH MH 3 Beam anstatt des ursprünglich spezifizierten Clay Paky Sharpy Verwendung. Nur ein Geräte ließ sich nicht substituieren. Im Video verrät uns Roland Greil, um welches es sich handelt und wie er generell als Lichtdesigner bei der Auswahl des Materials vorgeht. Hier haben wir sozusagen die andere Seite beleuchtet, nachdem wir in unserem Interview mit Martin Heuser von satis&fy dargestellt haben, worauf ein großer Verleiher bei der Investition in Equipment achtet.

Als technischer Ausstatter fungierte Showconcept Veranstaltungstechnik aus Troisdorf.

Bildergalerie

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Video/Fotos/Text: Markus Wilmsmann