Factory International setzt in Manchester auf Panasonic 

Aviva Studios von Factory International in Manchester (Foto: © Rina Srabonian)

Factory International in Manchester setzt in seinen Aviva Studios und beim Manchester International Festival (MIF) auf Projektoren von Panasonic. Geliefert hat sie der AV-Integrator Adlib, der auch die Videosysteme des Hauses mitentwickelt hat. Obwohl LED-Wände in der Branche immer häufiger werden, sieht Paul Moore, Technischer Leiter bei Factory International, in der Projektion weiterhin ein eigenständiges künstlerisches Medium. Mit Panasonic arbeitet er nach eigener Aussage seit rund 30 Jahren.

Vom Festival zum eigenen Kulturort

Factory International ging aus dem Manchester International Festival hervor.

Paul Moore beschreibt die Anfänge: „Wir haben als Organisation namens Manchester International Festival angefangen, bei der wir im Wesentlichen Künstler aus aller Welt nach Manchester holen, sie dort neue Werke schaffen lassen und diese Werke sowie die Marke Manchester dann in die ganze Welt tragen.“

Beim MIF traten unter anderem Laurie Anderson, Björk, David Lynch, Janelle Monáe, The xx und Johnny Vegas auf. Heute betreibt Factory International mit den Aviva Studios einen eigens gebauten Kulturort für viele künstlerische Disziplinen. Neben bekannten Namen sollen dort auch Nachwuchskünstler eine Bühne bekommen.

Raum zum Experimentieren

Über eigene Förderprogramme können Künstler neue Technologien ausprobieren, bevor sie sie in großen Produktionen einsetzen. Getestet wird alles von Projection Mapping und immersiven Videoräumen bis zu Live-Kamerasystemen.

Paul Moore über den Ansatz: „Wir haben ein Programm, das es Künstlern ermöglicht, zu experimentieren und herauszufinden, was für sie funktioniert, sodass sie, wenn sie später Projekte realisieren, bereits Zeit hatten, zu experimentieren, zu lernen und zu spielen.“

Projektion als unsichtbares Medium

Factory International nutzt LED und Projektion, je nach künstlerischer Idee. Für Moore hat die Projektion aber einen besonderen Vorteil: Eine LED-Wand ist ein physisches Objekt im Raum und zieht Aufmerksamkeit auf sich. Die Projektion kann dagegen fast unsichtbar werden und Bilder direkt in Bühnenbild und Raum einbinden.

Paul Moore erklärt den Unterschied: „Durch die Projektion kann Video in einer anderen Welt existieren. Dadurch geht es nicht mehr darum, was das Medium ist, sondern darum, was die Kunst ist. Man kann Textur, Atmosphäre und Details hinzufügen, ohne dass sie zum Mittelpunkt des Stücks werden.“

Rauchwand und Greenscreen

Zu Moores persönlichen Highlights zählt „Atmospheric Memory“ von Rafael Lozano-Hemmer für das MIF. Die Installation aus gestapelten Schiffscontainern umgab die Besucher mit projizierten und interaktiven Arbeiten und ging anschließend auf internationale Tournee. An jedem neuen Ort wurden Kunstwerke und Projektionen an den Raum angepasst.

Paul Moore über die Installation: „Es gab eine Wand aus pixelartigem Rauch, sodass man darin gewissermaßen Bilder erschaffen konnte, und die Projektion an der Decke wurde zu einer Projektion auf dem Boden.“

Zuletzt arbeitete das Team mit Laurie Anderson an einer Produktion, die elektronische Musik, Live-Kamerabilder, Greenscreen und frühe Formen KI-generierter Inhalte verband.

Paul Moore zieht daraus eine klare Haltung: „Gute Kunst ist gute Kunst. Wir sollten keine Angst vor Technologie haben. Wir sollten uns überlegen, wie wir sie so einsetzen können, dass sie unseren künstlerischen Bedürfnissen entspricht.“

Leise und kühl genug fürs Publikum

Bei der Planung der Aviva Studios hat Factory International eng mit Panasonic zusammengearbeitet. Ein Schwerpunkt waren Lautstärke und Wärmeentwicklung der Projektoren.

Paul Moore über die Planung: „Wir haben gemeinsam mit Panasonic die Geräuschentwicklung und die Wärmeabgabe geprüft, damit wir sicher sein konnten, dass die Geräte in den dafür vorgesehenen Raum passen. An einigen Stellen stehen die Projektoren sehr nah am Publikum, daher waren diese Überlegungen wirklich wichtig.“

Entscheidend waren für ihn außerdem Zuverlässigkeit und das Verhältnis von Preis und Leistung.

Paul Moore über die Wahl: „Es geht nicht darum, das billigste Produkt zu kaufen. Es geht um ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Panasonic bietet sehr gute Qualität, eine gute Lichtleistung, geringe Geräuschentwicklung und Projektoren, die sehr benutzerfreundlich sind. Ich habe fast meine gesamte Karriere lang Projektoren von Panasonic verwendet, also wahrscheinlich seit etwa 30 Jahren.“