Sfera Ebbasta tourte mit seiner Palasport Tour 2025 durch ausverkaufte Arenen in Italien. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden zusätzliche Termine in Florenz und Rom angesetzt. Die visuelle Identität der Produktion entstand auf Basis eines Echtzeit-Contentsystems mit PIXERA four Medienservern von AV Stumpfl, entwickelt von SUGO Design und GATE1 Studio.
Visuelles Konzept für eine internationale Tourproduktion
Sfera Ebbasta zählt zu den prägenden Künstlern der italienischen Rap- und Trap-Szene. Seit seinem Debütalbum XDVR aus dem Jahr 2015 erreichten seine weiteren Alben Platz eins der italienischen Charts. Zudem hält er den Rekord für die meisten Nummer-eins-Singles in Italien.
Für die Palasport Tour 2025 sollte eine visuelle Umsetzung entstehen, die sich an internationalen Rap- und Trap-Produktionen orientiert. Das Mailänder Studio SUGO Design übernahm unter der kreativen Leitung von Andrea Gallo die Entwicklung des visuellen Konzepts, des ästhetischen Rahmens und der grundlegenden Bildsprache der Show.
SUGO Design übersetzte die künstlerische Identität von Sfera Ebbasta in eine konsistente Bühnensprache. GATE1 Studio ergänzte das Konzept um Echtzeitverarbeitung mit Notch und interaktive visuelle Effekte.
Lorenzo Venturini, Notch Designer bei GATE1 Studio: „GATE1 Studio wurde von SUGO Design – dem Studio, das für die gesamte audiovisuelle Creative Direction der Tour verantwortlich war – in das Projekt eingebunden.“
Sfera Ebbasta Palasport Tour 2025 (Foto: © GATE1 Studio)Multi-Screen-LED-Setup mit Echtzeit-Content
Das Bühnendesign basierte auf einer komplexen Multi-Screen-LED-Konfiguration. Dazu gehörten eine große zentrale LED-Fläche, integrierte IMAG-Seitenwände sowie mit LED verkleidete Treppen. Diese vielschichtige Projektionsfläche erforderte ein Zusammenspiel aus kreativem Konzept und technischer Präzision.
Die LED-Flächen wurden mit hyperrealistischen 3D-Welten, in Echtzeit verzerrten abstrakten Grafiken und Live-Bildern von Sfera Ebbasta bespielt. Über Notch wurden Effekte wie Pyro-Simulationen, Partikelsysteme und Color Grading verarbeitet.
Lorenzo Venturini: „Das Ziel war es, ein maximalistisches visuelles Erlebnis zu schaffen, das Trap-Ästhetik, digitale Architektur und Echtzeit-Interaktivität vereint“, so Venturini. „Die Bühne sollte sich in ein dynamisches Ökosystem verwandeln, in dem die Visuals nicht nur eine Kulisse waren, sondern zu einer lebendigen Erweiterung der Energie des Künstlers wurden.“
PIXERA four als technisches Rückgrat
Das technische Rückgrat der Produktion bildeten PIXERA four Medienserver von AV Stumpfl. Die Systeme wurden vom Systemintegrator STS Communication in die Produktion eingebracht und auf der Tour von Andrea Bampa programmiert.
PIXERA four ist ein kompakter 4U-Medienserver, der eine maximale Ausgabeauflösung von 5120 x 2880 unterstützt. Das System bietet Optionen für die Wiedergabe von unkomprimierten 4K/8K60-4:4:4-Inhalten und eine Benutzeroberfläche für komplexe 2D- und 3D-Workflows.
Lorenzo Venturini: „PIXERA wurde aufgrund seiner Fähigkeit ausgewählt, hohe Arbeitslasten mit extremer Zuverlässigkeit zu bewältigen. Die intuitive Oberfläche für komplexes Mapping und die nahtlose Integration von Notch machen das System zum idealen Partner für generatives Design.“
Sfera Ebbasta Palasport Tour 2025 (Foto: © GATE1 Studio)Workflow mit Notch, Timecode und Previsualisierung
Zum erweiterten Toolset gehörten Adobe After Effects, Cinema 4D und KI-gestützte Produktion. Notch lief nativ innerhalb der PIXERA-Umgebung.
Die von SUGO Design entwickelten Visuals wurden in Notch für Echtzeit-Interaktivität und Nachbearbeitung aufbereitet. Anschließend wurden sie direkt in die PIXERA-Timeline integriert, auf die LED-Flächen gemappt und per Timecode mit Audio und Licht synchronisiert.
Lorenzo Venturini: „Die größte Herausforderung bestand darin, diese Pipeline unter Live-Bedingungen stabil und effizient zu halten. PIXERA ermöglichte nahezu verzögerungsfreie Reaktionszeiten – selbst bei einer hohen Anzahl gleichzeitiger Videolayer ohne Einbrüche der Bildrate. Das war entscheidend für die Synchronität der Show.“
Auch die Previsualisierungsfunktionen von PIXERA unterstützten den Produktionsprozess während der Proben: „Die Schnelligkeit der Previsualisierung hat die Programmierzeit erheblich verkürzt“, so Venturini. „Wir mussten deutlich weniger Zeit für die Behebung technische Fehler aufwenden und konnten uns stattdessen intensiver der kreativen Feinabstimmung widmen.“
Die Vorbereitung sorgte auf Tour für einen stabilen Betrieb des Systems und gab Crew sowie Künstler bei den Shows zusätzliche Sicherheit.
Lorenzo Venturini: „An Projekten dieser Größenordnung mit Tools wie PIXERA und Notch zu arbeiten, definiert neu, was im Rahmen einer italienischen Tourproduktion möglich ist. Es hebt das Produktionsniveau auf internationales Spitzenniveau.“