WINCENT WEISS • Vielleicht Irgendwann Tour

Wincent Weiss Performance in der Olympiahalle München

Vergangenes Jahr wurde endlich die durch den Corona-Break mehrmals verschobene Wincent Weiss „Vielleicht Irgendwann“-Tour nachgeholt. Mit dem 2023 erschienenen „Irgendwo Ankommen“-Album blühte auch der visuelle Style des Künstlers in eine neue Richtung auf. Der Sänger setzte bei Albumcover und den Singles stark auf naturverbundene Motive. Auch die Aufforstung seines Crewwalds in Ahrensbök, ließ die Idee in ihm wachsen, ebenso das Stagedesign der Show in Richtung Wald sprießen zu lassen.

Für Tom „Standtom“ Groß, der bereits mehrere Jahre mit Weiss zusammenarbeitet, war somit Richtung vorgegeben. Der Berliner Lichtdesigner erklärt im EventElevator Video, wie er zusammen mit dem Künstler und der sympathischen Technikcrew eine detailverliebte Bühnenlandschaft kreiert hat. Natürlich gab es on-top noch jede Menge Licht- und echtes Feuerwerk. Neben Tom Groß erklären weiterhin Michael „Michi“ Bäumler (Stage Manager und Technischer Leiter) sowie FOH Engineer Friedl Betz Details zur Wincent Weiss Tour aus dem vergangenen Jahr. 

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Stage- und Lichtdesign der Wincent Weiss „Vielleicht Irgendwann“ Tour

Für Lichtdesigner Standtom war es spannend, diesmal mit den vielen facettenreichen Deko-Setteilen auf der Bühne zu arbeiten. Für Wincent Weiss war es wie immer wichtig, großen Aktionsradius auf der bis zu 33 Meter breiten Bühne zu haben. Durch die Stege sowie den zentralen Catwalk konnte er möglichst nah bei den Fans sein. Die Herausforderung lag darin, die vielen, kreativen Show-Elemente mit der naturverbundenen Landschaft in Einklang zu bringen. Unter der Rollbühne von satis&fy wurden dazu versteckte Pyro-Positionen und oberhalb die zahlreichen Landschaftsteile arrangiert.

Weitere Specials der Stage waren eine fahrbare Bühne am Ende des zentralen Catwalks sowie eine Luke für überraschenden Aufgang des Sängers. Die aufwendigen Baum-Kulissenteile als Stecksystem wurden von Markus Maue (rauminhalte) angefertigt und tourfähig gemacht.

Lichtdesigner Tom „Standtom“ Groß am Set von Wincent Weiss in München

Die Arbeitspferde für die mächtigen Beam-Looks waren rund 20 ROBE MegaPointe im Dach und weitere 20 verteilt auf dem Boden. Weiterhin setzte der Lichtdesigner unter andrem auf GLP JDC1 und JDC Line 1000 und 500 Bars, die er für Akzentuierungen und Strobes einsetzte. Die Umrandung der vielen Catwalk-Elemente wurde mit Astera Titan Tube gelöst. Martin MAC Aura „pflanzte“ das Team direkt in der Wald-Kulisse ein. ROBE Spiider waren zusätzlich als Gassenlicht und Kulissenbeleuchtung am Start. SGM Q-7 im Dach übernahmen Blinder und Strobe-Aufgaben. Als zusätzliches Wash-Light und für stylische Pixel-Effekte hatte Tom Groß weiterhin 12 Ayrton MagicPanel FX im Dach. ROBE Esprite wurden als Front- und Hinterlicht eingesetzt und über ein FOLLOW-ME System angesteuert. Die zentrale Hochkant-LED-Wall wurde von zwei Waldbackdrops eingerahmt. Neben Livebild-Nahaufnahmen wurde auch atmosphärischer Video-Content zugespielt.

Bäume und viele Naturelemente im Content definierten den Stage-Look der Vielleicht Irgendwann Tour im vergangenen Jahr

Als FOH Engineer der Tour war Friedel Betz hinter den Fadern eines Yamaha RIVAGE PM7. Im Video erklärt der Audio-Experte Details zu seinem Mix-Workflow und dem verwendeten Soundsystem von d&b audiotechnik. Beim Line-Array wurde auf GSL (Main) sowie eine Kombination aus KSL und XSL (Outhang) plus SL GSUBs gesetzt. 

Beteiligte Firmen:

  • Tom Groß: Licht- u. Setdesign, Programmierung
  • satis&fy: Rollbühne, Hubtisch, Gitterpodeste
  • TDA Clair: Dienstleister Licht, Ton, Rigging
  • H4Stage: Pyro-Technik
  • rauminhalte.com / Markus Maue: Kulissen und Setteile