Das neu eröffnete FaustForum in Staufen im Breisgau setzt bei der bühnentechnischen Ausstattung auf ein Prodigy P2-Rigging-System von ETC. Die Anlage mit vier motorisierten Zügen wurde von der Scheinwurf aus München installiert und soll einen flexiblen Bühnenbetrieb für Konzerte, Theater, Tanz, Filmvorführungen und Festivals ermöglichen.
Das FaustForum wurde Mitte April eröffnet und verfügt über eine lichte Höhe von knapp sieben Metern. Entsprechend wichtig war für die Verantwortlichen eine variable Lösung für die Obermaschinerie.
Vier motorisierte Züge der P900-Serie
Installiert wurde ein Prodigy P2-System der P900-Serie mit insgesamt vier motorisierten Zügen. Ein Zug befindet sich im Saal, drei weitere werden im Bühnenbereich eingesetzt.
Die Lichtzüge verfügen über Compression Tubes und integriertes Cable Management. Pro Zug stehen sechs Stromkreise sowie zwei DMX-Universen zur Verfügung. Rund 50 Scheinwerfer, darunter statische Weißlichtscheinwerfer, Moving Lights und Washlights, können damit abhängig von der jeweiligen Produktion positioniert werden.
„Wir haben ein System gesucht, das sich relativ schnell und einfach installieren lässt und sind dabei bei Prodigy von ETC gelandet“, erklärt Simon Weiler, Technischer Leiter des FaustForums. „Die komplette Anlage wurde an zwei Terminen innerhalb von insgesamt vier Arbeitstagen installiert. Das hat uns begeistert.“
QuickTouch Mk2 steuert die Obermaschinerie
Die Bedienung der Anlage erfolgt über eine QuickTouch Mk2-Bedienstation. Darüber lassen sich die einzelnen Züge steuern sowie deren Positionen und aktuelle Lasten überwachen. Unterschiedliche Trimmpunkte können gespeichert und bei späteren Produktionen erneut aufgerufen werden.
„Wir bauen regelmäßig um und nutzen die Züge sehr flexibel“, sagt Weiler. Das integrierte Lastmanagement erleichtere dabei den täglichen Betrieb: „Ich sehe jederzeit die aktuelle Last, die Position der einzelnen Züge und kann unterschiedliche Trimmpunkte abspeichern. Dadurch müssen Positionen nicht jedes Mal neu eingemessen werden.“
Ergänzt wird die zentrale Steuerung durch eine kabelgebundene Fernbedienung. Damit können die Züge auch von anderen Positionen aus verfahren werden. Eine zusätzliche Not-Aus-Taste dient der Sicherheit.
Seit der Eröffnung kommt das Prodigy-System bei zwei bis drei Veranstaltungen pro Woche zum Einsatz. Die Bedienoberfläche ist dabei auch auf wechselnde technische Teams ausgelegt.
Installation in vier Arbeitstagen
Für die Installation zeichnete die Scheinwurf verantwortlich. Das Unternehmen setzte die Anlage mit drei Monteuren innerhalb von insgesamt vier Arbeitstagen um. In diesem Zeitraum erfolgten auch Inbetriebnahme und Sachverständigenabnahme.
„Als vergleichsweise kleines Unternehmen legen wir großen Wert darauf, Montagezeiten auf der Baustelle so effizient wie möglich zu gestalten“, erklärt Stefan Bettinger, Geschäftsführer von Scheinwurf. Als Vorteile nennt er unter anderem Raceway, integriertes Kabelmanagement und vormontierte Komponenten des Prodigy-Systems.
Die Steuerung unterstützt zudem die Dokumentation von Wartungs- und Sicherheitsprüfungen. „Sie liefert dem Nutzer jederzeit alle relevanten Informationen und erstellt automatisch einen vollständigen Inspection Report“, so Bettinger. Damit lassen sich durchgeführte Prüfungen für Errichter, Betreiber und Sachverständige dokumentieren.