ROBE prägt Tiziano Ferros „Stadi 26“-Tour

Stadiontour „Stadi 26“ von Tiziano Ferro (Foto: © Marco Zucchinali)

Für die ausverkaufte italienische Stadiontour „Stadi 26“ von Tiziano Ferro entwickelte Giovanni Pinna ein Lichtdesign mit knapp 150 ROBE Moving Lights und drei RoboSpot-Systemen. Lighting Director Marco Zucchinali betreut die Show auf Tour. Das visuelle Konzept verbindet eine großformatige LED-Fläche, bewegliche Traversen und ein bewusst symmetrisch aufgebautes Lichtrig.

Die Tour blickt mit mehr als 30 Songs auf Ferros rund 25-jährige Karriere zwischen R’n’B, Pop und Urban zurück. Gleichzeitig markiert sie nach der Veröffentlichung des Albums „Sono un grande“ Ende 2025 einen neuen Abschnitt für den italienischen Sänger und Songwriter.

Creative Director der Produktion ist Claudio Santucci vom Mailänder Studio Giò Forma, das auch für Set- und Bühnendesign verantwortlich zeichnet. Die Video-Playback-Inhalte stammen vom Londoner Studio Comix um Harry Bird, während Cristian Biondani die IMAG-Regie übernimmt.

144 ROBE Moving Lights im Rig

„Ich brauchte für dieses Design die hellsten Lichtquellen mit der bestmöglichen Qualität“, erklärt Giovanni Pinna. „Deshalb habe ich 80 iESPRITE LTL, 40 iFORTE Fresnel und 24 iFORTE LTX als Rückgrat des Rigs ausgewählt.“

Die Lichttechnik wird von Agorà bereitgestellt, die Automation kommt von PRG.

Das Overhead-Rig besteht aus zehn jeweils zehn Meter langen Traversen. Sie sind in zwei Reihen mit jeweils fünf Traversen angeordnet und um zwei Meter gegeneinander versetzt. Fünf davon lassen sich automatisiert bewegen. Auch wenn die Traversen während der einzelnen Songs überwiegend statisch bleiben, können durch unterschiedliche Positionen verschiedene Bühnenarchitekturen erzeugt werden.

Alle 80 ROBE iESPRITE LTL befinden sich auf diesen Traversen. Jeweils acht Geräte sind mit einem Abstand von 1,25 Metern montiert. Die bewusst enge Anordnung ermöglicht Pinna einen stark von Beams geprägten Look, der sich an der Ästhetik von Dance-Produktionen orientiert.

Zusätzlich befinden sich vier iFORTE Fresnel auf jeder der zehn Traversen.

Symmetrisches Design trifft großformatiges Video

Das Bühnenbild wird von einer 60 Meter breiten und zwölf Meter hohen LED-Fläche dominiert. In deren Mitte befinden sich verschiebbare Elemente für Auf- und Abgänge. Ein 20 Meter langer Thrust führt von der Hauptbühne ins Publikum.

Pinna setzt dazu bewusst auf eine einfache und symmetrische Lichtarchitektur: „Ich liebe Einfachheit, und mit so leistungsfähigen und flexiblen Fixtures wie den iESPRITE und iFORTE Fresnel habe ich alle Möglichkeiten, die ich brauche, um Dynamik, Drama und Stil zu erzeugen.“

Die großformatigen Lichtbilder ergänzen dabei die Videoinhalte. Gleichzeitig arbeitet ein Floor-Package mit seitlichen Positionen auf niedriger Ebene. Diese beleuchten Band, Tänzer und weitere Performer mit definiertem Crosslight.

Am Ende des Thrusts befindet sich eine von unten beleuchtete B-Stage mit einem acht mal vier Meter großen Plexiglasboden.

Stadiontour „Stadi 26“ von Tiziano Ferro (Foto: © Marco Zucchinali)

iFORTE LTX übernehmen das Frontlicht

Die 24 ROBE iFORTE LTX werden ausschließlich für die Frontbeleuchtung eingesetzt. Abgesehen von zusätzlichen Followspots bilden sie das komplette Frontlicht der Produktion.

Die Fixtures sind auf zwei jeweils zwölf Meter hohen FOH-Türmen installiert. Diese stehen rund 55 Meter von der vorderen Bühnenkante entfernt. Für Pinna sind gerade diese großen Distanzen eine passende Anwendung für die Reichweite der iFORTE LTX.

Auf den FOH-Türmen sind die Geräte in zwei Reihen auf speziellen Rahmen montiert. Auf der gegenüberliegenden Seite der Konstruktionen dienen PA-Delays für die hinteren Tribünenbereiche zugleich als Gegengewicht.

Pinna setzte iFORTE LTX parallel auch für Keylight-Aufgaben auf Vasco Rossis Stadiontour 2026 ein. Dort kamen außerdem 32 iFORTE Profile und vier weitere iFORTE LTX zum Einsatz.

Drei RoboSpot-Systeme für Künstler und Gäste

Drei ROBE RoboSpot BaseStations sind Teil des Followspot-Konzepts. Zwei davon steuern iFORTE LTX, die Tiziano Ferro während der gesamten Show verfolgen. Ein drittes System steht für Gastkünstler zur Verfügung.

Die Position der BaseStations hängt von der jeweiligen FOH-Konfiguration des Stadions ab. Bei einem zentralen FOH befinden sie sich hinter der Lichtkonsole. Bei getrennten FOH-Positionen stehen zwei BaseStations auf der FOH-Soundplattform auf Stage Left und eine weitere an der Lichtposition auf Stage Right.

Die Follow-Systeme spielen eine zentrale Rolle im Gesamtkonzept, da das Licht für die Kombination aus Live-Publikum, IMAG und den großformatigen Videoinhalten präzise kontrolliert werden muss.

Licht, Video und Automation eng verzahnt

Pinna und Lighting Director Marco Zucchinali entwickelten die Show gemeinsam während Pre-Viz und Proben. Unterstützt wurden sie zeitweise von Lichtdesigner Marco „Made“ De Nardi, da Pinna parallel für die Vasco-Rossi-Tour tätig war.

Eine besondere Herausforderung war das Zusammenspiel von Automation, LED-Flächen, Playback-Content, Kamerabildern und Licht. Ergänzend kommen Notch Live-Effekte über D3 zum Einsatz.

Auch die Positionierung der FOH-Türme erforderte eine enge Abstimmung mit der Audioabteilung. Ziel war von Beginn an, Licht, Video, Kameras und Automation so aufeinander abzustimmen, dass trotz der Dimensionen einer Stadionproduktion ein präzises und geschlossenes visuelles Gesamtbild entsteht.