ROBE iFORTE prägen Ambles Arena-Shows

Arena-Show von Amble (Foto: © Steven Douglas)

Mit vier großen Arena-Shows in Dublin und Belfast hat das irische Indie Folk Trio Amble seinen Aufstieg in der heimischen Musikszene eindrucksvoll untermauert. Für die visuelle Umsetzung entwickelte Steven Douglas (Craorag Lighting Design) ein Lichtdesign, das die Band klar ins Zentrum rückte und zugleich mit einer markanten Architektur aus ROBE iFORTE und ROBE Spiider eine starke räumliche Wirkung erzeugte. Die Produktion wurde von Just Lite aus Dublin mit Licht, Ton, Video und Rigging ausgestattet.

Lichtdesign für eine Band im schnellen Aufstieg

Amble spielte drei ausverkaufte Konzerte in der 3 Arena in Dublin sowie eine weitere Show in der SSE Arena in Belfast. Es waren die bislang größten Headliner Auftritte der Band. Für Steven Douglas war das Projekt auch deshalb besonders, weil er die Musiker bereits zuvor auf einer US Tour kennengelernt hatte, als Amble als Support für Hozier auftrat.

Aus ersten Gesprächen mit der Band entstand die Idee einer großen Lichtwand im Hintergrund. Steven Douglas griff diesen Wunsch auf und kombinierte ihn mit einem LED Bogen, der die Rückwand visuell einfasste. Gleichzeitig verfolgte er ein klares Ziel: Trotz Arena Dimensionen sollte die Band auf der Bühne nah und präsent wirken.

Spiider Wand als markantes Bühnenelement

Den Kern des Designs bildete eine Rückwand aus 60 ROBE Spiider, angeordnet in einer Struktur von zehn Einheiten Breite und sechs Einheiten Höhe auf Leitertraversen. Diese Wand erzeugte die große visuelle Geste der Show, wurde aber nicht nur für breite Effekte eingesetzt. Steven Douglas nutzte sie ebenso für subtilere Funkel und Bewegungseffekte.

Die Spiider waren für ihn vor allem wegen ihres Face Wash Potenzials interessant. Zugleich lieferten der zentrale Chip und der Flower Effekt zusätzliche gestalterische Möglichkeiten, um der Show einen eigenen Charakter zu geben. Kombiniert wurden die Geräte mit Blindern und Strobes, um die Dynamik im Verlauf des Sets zu erweitern.

68 iFORTE als Rückgrat der Show

Neben der Spiider Wand setzte Steven Douglas 68 ROBE iFORTE als primäre Licht und Effektgeräte ein. Sie waren an Überkopf und Fronttraversen, an seitlichen Traversen sowie mit zwölf Geräten auf dem Boden positioniert. Letztere sorgten vor allem im hinteren Bühnenbereich für große, breite Backlight Looks.

Steven Douglas arbeitet seit längerem mit dem iFORTE und vertraute auch bei diesen Shows auf dessen Helligkeit, Vielseitigkeit und das Gobo Paket. Die Geräte übernahmen nicht nur Effektaufgaben, sondern bildeten auch das Hauptlicht der Produktion.

Verfolgerscheinwerfer und klare Fokussierung auf die Band

Sechs iFORTE an den Fronttraversen wurden mit einem ferngesteuerten Verfolgerscheinwerfersystem kombiniert. Jeweils zwei Frontscheinwerfer waren auf die drei Bandmitglieder ausgerichtet. Hinzu kam pro Person ein weiterer iFORTE von hinten, montiert an einer separaten Traverse direkt hinter der Vorbühne. Ergänzt wurde dieses Setup durch Seitenlicht von acht weiteren iFORTE.

So entstand ein Hauptlichtbild, das die Band jederzeit klar absetzte und die Bühne in ihrer Größe kontrollierbar machte. Gerade weil Amble noch bis vor kurzem regelmäßig auf deutlich kleineren Bühnen spielte, war diese Verdichtung des Raums ein wichtiger Teil des Designs.

Vorvisualisierung unter hohem Zeitdruck

Die Produktionszeit war knapp. In der Arena selbst gab es keine Vorbereitungszeit, das Material wurde angeliefert und direkt in die erste Show eingebaut. Steven Douglas programmierte deshalb große Teile der Show vorab in Capture und nutzte zwei intensive Tage für die Vorvisualisierung im Studio von Just Lite in Dublin.

Vor den Arena Shows hatte er mit Amble bereits eine kleinere Tour durch Großbritannien absolviert. Dort arbeitete er unter anderem im Barrowland Ballroom in Glasgow und im Shepherd’s Bush Empire in London mit einem deutlich reduzierten Bodenpaket, dessen zentraler Bestandteil sechs ROBE Spiider waren. Die Arena Produktion stellte damit einen deutlichen Schritt in eine größere Dimension dar.

Architektur statt Überinszenierung

Trotz der Größe der Produktion blieb der gestalterische Ansatz bewusst zurückhaltend im Umgang mit der Band selbst. Die Lichtarchitektur sollte den Auftritt rahmen, nicht überlagern. Hinzu kam, dass in Dublin bis zu sechs Gastkünstler auf der Bühne standen, was zusätzliche räumliche Struktur erforderte.

Steven Douglas: „Ich wollte keine 18 Meter breite Bühne mit viel ungenutztem Raum, auf der sich die Leute unwohl fühlen.“

Diese Haltung prägt auch seine abschließende Beschreibung des Konzepts: „Es ist eine Show, bei der die Performance der Band im Vordergrund steht. Deshalb haben wir eine Architektur um sie herum geschaffen und diese passend beleuchtet, wobei wir den Fokus ganz auf sie gelegt haben, aber mit der Möglichkeit, im Verlauf der Show etwas verrückter zu werden.“

Klare Bildsprache für vier wegweisende Shows

Mit der Kombination aus Spiider Lichtwand, iFORTE Haupt und Effektlicht sowie einer räumlich verdichteten Bühne entstand für Amble ein klarer, moderner Look, der die Band und ihre Musik in den Mittelpunkt stellte. Für Steven Douglas war das Projekt zugleich die Gelegenheit, eine aufstrebende Band in einem größeren Produktionsrahmen zu begleiten und ihre ersten großen Arena Momente mit einer präzise gebauten visuellen Sprache zu unterstreichen.