Der True-Crime-Podcast Mord auf Ex von Leonie Bartsch und Linn Schütze gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Formaten in Deutschland. Im Januar 2026 lief der zweite Teil der aktuellen Live-Tour, die insgesamt mehr als 100.000 Besucher in 16 Städten im DACH-Raum erreichte. Für die technische Umsetzung setzte die Produktion auf ein Licht- und Steuerungskonzept mit Martin MAC Viper XIP, grandMA3 und Komponenten von Major.
Die Show verband Elemente aus Theater, Konzert und Live-Podcast. Entsprechend vielseitig musste das technische Setup ausfallen. Neben klassischer Ausleuchtung und Key-Light-Anwendungen ging es auch um präzise Beam-Looks, leisen Betrieb und hohe Zuverlässigkeit im täglichen Touring-Einsatz.
Vielseitiges Licht für ein hybrides Live-Format
Zum Einsatz kamen 50 Martin MAC Viper XIP. Das Moving Light ist IP54-klassifiziert und damit auch für temporäre Außeneinsätze geeignet. Gleichzeitig verbindet es Beam-, Gegenlicht- und Frontlicht-Anwendungen in einem Gerät. Gerade in einem geräuschsensiblen Umfeld wie einem Live-Podcast war zudem der leise Betrieb ein wichtiger Faktor.
Für die gesamte technische Umsetzung zeichnete Groh-P.A. Veranstaltungstechnik als Full-Service-Dienstleister verantwortlich und stellte das Material für die Tour.
Fynn Heidutzek, Head of Lights und Projektleitung bei Groh-P.A.: „Der Live-Podcast war eine Mischung aus Theater, Show und Konzert. Entsprechend vielseitig musste die Technik sein, um allen Anwendungsfällen gerecht zu werden. Außerdem wurde die Technik sehr oft auf- und abgebaut sowie transportiert. Da kann Luftfeuchtigkeit bei winterlichem Wetter eine echte Herausforderung sein. Dank der XIP-Technologie hatten wir nie Probleme und null Ausfälle auf Tour – genau diese Zuverlässigkeit brauchten wir.“
MAC Viper XIP übernimmt Set, Key-Light und Beam-Looks
Das Lichtdesign stammte von Maximilian Gräf. Für ihn lag die Stärke des MAC Viper XIP vor allem in seiner Bandbreite. Die Geräte übernahmen die Ausleuchtung des Sets, dienten als Key-Light für die Protagonistinnen und lieferten zugleich markante Beam-Effekte.
Maximilian Gräf: „Der MAC Viper XIP steht für mich für Vielseitigkeit ohne Kompromisse und war damit genau das, was wir bei dieser Produktion benötigten, denn er übernahm einfach alles: Er illuminierte das ganze Set und setzte als Key-Light mit seinem hervorragenden Weißlicht die Gesichter der Protagonistinnen perfekt in Szene. Zusätzlich überzeugte er mit präzisen, eindrucksvollen Beam-Looks. Dank Light-Recycling hatten wir auch beim Einsatz von Blendenschiebern einen hervorragenden Output – einfach ein richtig gutes Produkt.“
Light-Recycling erhöht den nutzbaren Output
Ein technisches Merkmal des MAC Viper XIP ist das sogenannte Light-Recycling. Dabei wird intern reflektiertes Licht erneut genutzt, um den Licht-Output zu steigern. Besonders bei Gobos, Blendenschiebern oder Iris kann der Output dadurch zusätzlich erhöht werden.
Für Produktionen, in denen ein Gerät mehrere Aufgaben gleichzeitig übernehmen soll, ist dieser Aspekt vor allem bei variablen Setups und enger Taktung im Touring-Alltag relevant.
grandMA3 als Steuerungsplattform der Tour
Gesteuert wurde die Show über ein grandMA3-System. Zum Setup gehörten zwei grandMA3 light Konsolen, zwei grandMA3 compact sowie fünf grandMA3 onPC 8Port Node 4k PoE. Darüber hinaus kamen Stromverteiler und Kabel von Major zum Einsatz.
Maximilian Gräf: „MA Lighting ist für mich einfach eine sichere Bank, wenn es um Betriebssicherheit und Multi-User-Environment geht. Da kommt für mich gar nichts anderes mehr in Frage.“
Fynn Heidutzek: „Groh-P.A. arbeitet nur mit grandMA3. Für verschiedenste Anwendungsfälle haben wir uns mit grandMA3 compact, grandMA3 light und grandMA3 full-size ausgestattet.“
Touring-Setup für 16 Städte
Mit der Kombination aus MAC Viper XIP, grandMA3 und Major setzte die Produktion auf ein Setup, das über die gesamte Tour stabil lief und die Anforderungen des Formats abdecken konnte. Gerade bei einer Show, die zwischen Podcast, Theater und Konzert changiert, war diese technische Bandbreite eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung.