GLP Nexus Lights beleuchten antikes Tenea

Ausgrabungsstätte des antiken Tenea (Foto: © Andreas Skourtis)

Die Ausgrabungsstätte des antiken Tenea im Gebiet des antiken Korinth wurde im Rahmen eines archäologischen Projekts mit Nexus Lights von GLP inszeniert. Der Architekt, Performance Designer und Kulturberater Andreas Skourtis arbeitete dafür mit der Lichtdesignerin Sofia Alexiadou zusammen. Ziel war es, die Grabungsbereiche in den Stunden rund um den Sonnenuntergang behutsam sichtbar zu machen und archäologische Räume mit Licht erfahrbar zu gestalten.

Archäologisches Projekt in Chiliomodi

Die sagenumwobene Stadt Tenea liegt im Gebiet des antiken Korinth. Die heutige Ortschaft Chiliomodi ist zugleich der Geburtsort von Andreas Skourtis. Die Ausgrabungen begannen 2013 und finden jährlich über fünf Wochen im September und Oktober statt.

Das Projekt brachte zahlreiche Funde und Artefakte aus archaischer Zeit, der Bronzezeit sowie aus hellenistischer bis römischer Epoche hervor. Die Leitung liegt beim Ausgrabungsteam des griechischen Kulturministeriums unter Dr. Elena Korka.

Skourtis arbeitet eng mit diesem Team zusammen. Er lebt in London, entwickelt performativ geprägte Raumkonzepte und leitet als Programme Leader den Bereich Performance Design an der Royal Central School of Speech and Drama der University of London.

Die Grabungsstätte wird mit mystischen Heilungen in Verbindung gebracht. Untersuchungen auf Skourtis’ eigenem Grundstück legten rituelle Strukturen, unterirdische Zisternen, seltene Münzen und ausgedehnte Werkstattkomplexe frei.

Nexus Lights als kabellose IP65-Lösung

Für die Lichtarbeit an der Grabungsstätte kooperierte Andreas Skourtis mit Sofia Alexiadou. Sie ist Programme Director des BA (Hons) Creative Lighting Control sowie des MA Light in Performance am Rose Bruford College.

Alexiadou wurde auf der Prolight + Sound 2025 in Frankfurt durch Manuel Paulus, Division Manager der Nexus Lights Sparte, am Stand von GLP auf die Leuchten aufmerksam. Die akkubetriebene, per App steuerbare und kabellose IP65-Lichtlösung bot für den sensiblen Einsatzort mehrere Vorteile.

Die Laufzeit von bis zu 24 Stunden, das schnelle Wiederaufladen und 48 RGBW LEDs eröffneten gestalterische Möglichkeiten für eine temporäre Installation ohne aufwendige Infrastruktur.

Licht folgt der Architektur der Ausgrabung

Vor Ort arbeitete das Team zunächst mit zehn Nexus Lights Einheiten. Die Leuchten wurden versetzt, mit unterschiedlichen Farben eingesetzt und an den architektonischen Strukturen des Ortes ausgerichtet.

Sofia Alexiadou: „Ich habe mich sofort in diese Leuchten verliebt – in ihre Flexibilität – und habe als Designerin unmittelbar angefangen zu überlegen, wie ich sie einsetzen könnte. Als ich dann zu dem archäologischen Projekt eingeladen wurde, dachte ich: Ich habe etwas, das für diesen Ort absolut perfekt ist. Wir haben mit zehn Einheiten experimentiert, sie versetzt und unterschiedliche Farben eingesetzt. Aber das Entscheidende war immer, der Architektur des Ortes zu folgen.“

Szenografische Improvisation im Gelände

Die Lichtarbeit verstand sich nicht als klassische Beleuchtung, sondern als räumliche und szenografische Untersuchung des Areals. Einzelne Bereiche der Grabung wurden hervorgehoben und so in eine visuelle Beziehung zum gesamten Gelände gesetzt.

Andreas Skourtis: „Wir wollten eine räumliche, szenografische Improvisation entwickeln. Sofia und ich konnten die Nexus Leuchten nutzen, um bestimmte Elemente hervorzuheben. Am Ende haben wir einen Teil der Ausgrabung so beleuchtet, als wäre er das lebendige Zentrum des gesamten Areals.
Wir haben mit verschiedenen Farben und Lichtintensitäten gearbeitet – und das Besondere an diesen Leuchten war, wie einfach sie zu installieren sind und wie intuitiv man mit ihnen arbeiten und den Raum erkunden kann.“

Für Alexiadou lag ein zentraler Moment im Übergang vom natürlichen Licht zur künstlichen Lichtführung: „Das natürliche Licht der Landschaft im Sonnenuntergang zu mischen und dann zu erleben, wie die Nexus Geräte übernehmen, wenn es verblasst.“

Sensibler Einsatz in historischer Umgebung

Die kabellose Arbeitsweise spielte in der aktiven Ausgrabung eine wichtige Rolle. Die Leuchten konnten getragen, frei positioniert und per App gesteuert werden. Dadurch musste das Gelände nicht mit Kabelwegen oder zusätzlicher Infrastruktur belastet werden.

Sofia Alexiadou: „Wir befanden uns buchstäblich mitten im Nirgendwo. Diese Leuchten ganz einfach dorthin tragen zu können und sie direkt über die App zu steuern, war außergewöhnlich. Da sie akkubetrieben sind, gab es kaum Unterbrechungen, und wir berührten Bereiche, die über Jahrhunderte ungestört gewesen sind. Wir konnten mit Intensitäten und Farben spielen und mit Licht etwas sichtbar machen, das lange verborgen war. Und weil die Leuchten so leicht und flexibel sind, konnten wir sie dort platzieren, wo wir sicher waren, keinerlei Schäden zu verursachen.“

Perspektive für weitere Lichtinstallationen

Für Sofia Alexiadou war das Projekt zugleich ein Test der Lichtqualität, Farbsättigung und Flexibilität der Nexus Lights im Zusammenspiel mit natürlichem Licht. Die Ergebnisse eröffnen eine Perspektive für weitere Anwendungen an der Ausgrabungsstätte.

Sofia Alexiadou: „Für mich als Lichtdesignerin war es ein spannendes Experiment, die Qualität von Nexus zu testen und die feinen Nuancen und Sättigungen auszuloten, die sich im Zusammenspiel mit dem natürlichen Licht erzielen lassen. Die Leuchten sind extrem flexibel, und farblich hat GLP hier eine Lösung geschaffen, die wirklich keine Wünsche offen lässt. Das Projekt hat uns definitiv eine Perspektive für die Zukunft eröffnet, falls wir dort eines Tages eine dauerhaftere Lichtinstallation realisieren möchten. Und ich weiß schon jetzt, dass ich mit diesen Leuchten weiterarbeiten werde.“

Licht als Werkzeug für Forschung und Vermittlung

Die Arbeit mit Licht diente nicht nur der Inszenierung, sondern auch der experimentellen Erkundung eines laufenden archäologischen Projekts. Licht wurde eingesetzt, um narrative Ebenen zu betonen und Atmosphären innerhalb der Grabung sichtbar zu machen.

Andreas Skourtis: „Es war eine seltene Gelegenheit, das Gelände nicht nur zu kartieren, sondern experimentell zu erkunden. Dadurch konnten wir erfahren, wie Licht genutzt werden kann, um narrative Ebenen zu betonen und Atmosphären innerhalb einer laufenden archäologischen Ausgrabung zu schaffen. Solche Chancen ergeben sich selten.“

Das Projekt ermöglichte zudem die Präsentation der Arbeit im Rahmen der jährlichen ortsspezifischen Performance Installationsveranstaltung „Performing Ancient Tenea: Fragments“. Diese wird seit Oktober 2024 von Andreas Skourtis kuratiert und initiiert und ist Teil seines praxisbasierten Forschungsprojekts in Zusammenarbeit mit dem archäologischen Team.

Vertriebspartner für Nexus Lights in Europa ist Thomann. In Nordamerika hat Full Compass Systems den Vertrieb übernommen.