In der Weihnachtsproduktion „„The Gift of Christmas“ in der Prestonwood Baptist Church (Foto © Iris Lee)“ der Prestonwood Baptist Church in Plano (Texas), setzte David Seitz von UVLD in der Saison 2025 auf den Paragon M LED-Profilscheinwerfer von ELATION. Die Inszenierung lief über 14 Vorstellungen plus Proben im 7.000 Plätze fassenden Haus und kombinierte Musicalnummern, Storytelling und Live-Krippenszene mit großem personellen und szenischen Aufwand.
Produktion mit zwei klar getrennten Showwelten
Die Show war in zwei Teile gegliedert: ein farbenreiches Nordpol Setting mit energiegeladenen Musicalnummern und ein zweiter Teil, der in die Geschichte von Jesus übergeht und in einer Live-Krippenszene gipfelt. Über 1.200 Darsteller und Crew wirkten mit, ergänzt um lebende Tiere und fliegende Darsteller.
David Seitz, Lichtdesigner bei UVLD: „Diese Show entwickelt sich ständig weiter. Wir arbeiten im Grunde genommen das ganze Jahr über daran. Wir optimieren und verfeinern sie ständig, daher ist es entscheidend, dass wir über Scheinwerfer verfügen, die uns Flexibilität bieten.“
50 Paragon M als Rückgrat der Überkopf Anlage
Für das Lichtdesign kamen 50 Paragon M zum Einsatz. Sie wurden als zentrales Element der Überkopf Anlage auf sechs Traversen von der Vorder- bis zur Hinterbühne verteilt und ersetzten in der Praxis ein klassisches Profilsystem.
Am Design wirkten neben David Seitz auch der technische Direktor Greg Norgeot sowie Produktionsdesigner Matt Webb mit, jeweils in enger Abstimmung im Teamgefüge der Produktion.
David Seitz: „Sie standen im Mittelpunkt. Sie haben im Grunde genommen ein traditionelles Profilsystem ersetzt und wurden für uns zu einem Alleskönner.“
Umstieg auf nahezu vollständige LED Beleuchtung
UVLD überarbeitete für die Saison 2025 Teile der Beleuchtungsinfrastruktur und setzte dabei fast ausschließlich auf LED. In Zusammenarbeit mit dem Verleihpartner Gemini Light Sound and Video, Teil von Live Events Productions, wurde die verfügbare Technik evaluiert und Paragon M als vielseitige Option ausgewählt.
David Seitz: „Wir haben einen Teil der Beleuchtung überarbeitet und uns angesehen, was Gemini zu bieten hatte. Der Paragon war sehr sinnvoll, da wir nach etwas suchten, das viele verschiedene Aufgaben in einem Gerät erfüllen konnte.“
Variable CRI TruTone und schnelle Wechsel im Showbetrieb
Als zentrale Funktion nennt Seitz das variable CRI System TruTone, das sich von CRI 73 bis CRI 93 einstellen lässt, um Output und Farbwiedergabe gegeneinander zu balancieren. Für Hauttöne wurde laut Seitz häufig 90 CRI genutzt, bei Bedarf für mehr Wirkung wurde der Wert reduziert.
David Seitz, Lichtdesigner bei UVLD: „Ich liebe das TruTone-System. Wir haben es auf 90 CRI eingestellt, wenn wir schöne Hauttöne wollten, und dann heruntergeregelt, wenn wir mehr Wirkung erzielen wollten. Diese Option zu haben, war enorm wichtig.“
„The Gift of Christmas“ in der Prestonwood Baptist Church (Foto © Iris Lee)Für die Showpraxis bedeutete das: Wechsel zwischen beamorientierten Looks für musikalische Nummern und präziser Ausleuchtung einzelner Performer, ohne das Gerätkonzept zu wechseln.
David Seitz, Lichtdesigner bei UVLD: „Der Paragon kann als Rock-‚n‘-Roll-Beam-Scheinwerfer eingesetzt werden und dann umschalten und die Darsteller mit unglaublicher Qualität ausleuchten.“
Projektion, Scrims und Framing als zentrale Herausforderung
Die rund 48 Meter breite Bühne arbeitete mit großformatigen Projektionsflächen, Scrims und LED Wänden. Neue Szenen setzten mehrere Projektionsvorhänge ein, hinter denen Darsteller agierten. Dafür war ein schneller Wechsel von präzisen Framing Cuts zu Seitenlicht und Hintergrundlicht gefragt. Seitz beschreibt, dass Paragon M diese Sprünge im Cue Ablauf leisten konnte, inklusive Animationen und Gobo Arbeit auf Scrims.
David Seitz: „Wir brauchten Scheinwerfer, die sofort von präzisen Framing-Cuts zu Seitenlicht und Hintergrundbeleuchtung wechseln konnten. Der PARAGON konnte das leisten.“
Seitz spricht von fast 5.000 Lichtcues, in denen nahezu alle Funktionen genutzt wurden, von Beamage über Lufteffekte bis zur Darstellerbeleuchtung.
Entwicklungskontakt und Vorbereitung vor Serien Einsatz
Seitz war nach eigener Darstellung bereits in frühen Entwicklungsphasen involviert und gab Feedback zu Prototypen. Vor dem Einsatz in der Show sichtete er die finalen Produktionseinheiten bei Gemini.
David Seitz: „Als ich das fertige Produkt persönlich sah, war ich endgültig überzeugt. Die Optik ist wirklich klar und sauber. Die Farben kommen sehr gut zur Geltung, und wir erzielen eine großartige Wirkung, selbst bei gesättigten Farben.“
Kreative Kopplung von Musik und Licht per MIDI Trigger
Neben dem klassischen Showbetrieb beschreibt Seitz eine enge Zusammenarbeit mit Jonathan Walker, dem Komponisten der Produktion. Für die Nummer „Drummer Boy“ werden MIDI Trigger der fliegenden Trommler genutzt, um Beleuchtung in Echtzeit zu beeinflussen.
David Seitz: „Für unsere Nummer ‚Drummer Boy‘, bei der fliegende Trommler über das Publikum fliegen, nehme ich MIDI-Trigger von den Trommlern und manipuliere die Beleuchtung in Echtzeit.“