ELATION KL CORE IP als Frontlicht im Holland Performing Arts Center

Peter Kiewit Concert Hall im Holland Performing Arts Center in Omaha

Theatrical Media Services (TMS) hat die Beleuchtung in der Peter Kiewit Concert Hall im Holland Performing Arts Center in Omaha modernisiert. Als Basis für Front und Seitenlicht wählte das Team die IP-LED-Lichtquelle KL CORE IP von ELATION Professional und integrierte sie in ein erneuertes Systemkonzept für wechselnde Showformate und kamerataugliche Ausleuchtung.

Ausgangslage in der Peter Kiewit Concert Hall

Die rund 2.000 Plätze fassende Halle im sogenannten Shoebox-Stil wurde als akustisch optimierter Raum mit offenem Design und Ahornholz-Interieur gebaut. Das bisherige Beleuchtungssystem, bestehend aus Standard-Ellipsoidstrahlern und frühen LED-Modellen, entsprach nach Angaben der Projektbeteiligten nicht mehr den Anforderungen im laufenden Betrieb.

Auswahlprozess und Rolle der KL CORE IP

TMS entwarf das neue Beleuchtungssystem und die zugehörige Infrastruktur. In Abstimmung mit William Irwin als regionalem ELATION-Vertreter organisierte das Team eine Vorführung und einen Vergleichstest, die zur Auswahl der KL CORE IP als Lösung für die vorderen und seitlichen Positionen führten.

Kompatibilität und Weiterverwendung vorhandener Komponenten

Die KL CORE IP arbeitet mit einer 400-W-RGBMA-LED-Engine und kann als Ellipsoid-, Fresnel- oder Monolight-Scheinwerfer eingesetzt werden. Für TMS war zudem die Kompatibilität mit Shutter-Tuben von Drittanbietern relevant, sodass bestehende Gehäuse der Source Four Serie von ETC (etcconnect.com/Products/Entertainment-Fixtures/Source-Four/) weiterverwendet und an den KL CORE Geräten eingesetzt werden konnten.

Michael Arch, Vice President of Production bei TMS: „Das ist einer der Gründe, warum wir das CORE speziell für diesen Raum verkaufen konnten. Es ermöglichte ihnen die Flexibilität, ihren vorhandenen Bestand an Scheiben zu nutzen, und bot ihnen zusätzlich die Flexibilität, die man von einem großartigen Farbmodul erhält.“

Umstieg auf LED der nächsten Generation

Michael Arch war zuvor fast vier Jahre als Hauselektriker und Lichtdesigner im Holland Center tätig und kennt die Gegebenheiten der Halle aus der Praxis. Für die Modernisierung stand insbesondere die Umstellung der vorderen und seitlichen Positionen auf eine neue LED-Generation im Fokus.

Michael Arch: „Eine der Herausforderungen, denen wir mit der bisherigen Beleuchtungsanlage gegenüberstanden, war, dass sie zu kleine Profilgeräte verwendete und auf herkömmliche Beleuchtung angewiesen war, was nicht immer förderlich für die Fokussierung war. Ich hatte mich schon seit einiger Zeit dafür eingesetzt, Moving Lights einzuführen und auf eine neue Generation von LED-Geräten in den vorderen und seitlichen Positionen umzusteigen, wo wir schließlich alle KL CORE-Einheiten installiert haben.“

Lichtqualität, Weißlicht und Reichweite

Die KL CORE IP liefern einen CRI von 94,9 sowie 16-Bit-CCT-Steuerung von 2.400 K bis 8.500 K. Für die FOH-Situation in der Halle ist die Distanz ein Faktor, die FOH-Position liegt laut Projektbeschreibung rund 25 Meter von der Bühne entfernt. Pro Leuchte werden 15.000 Lumen angegeben, um die große Spielfläche gleichmäßig auszuleuchten.

Michael Arch: „Das Fantastische an der Umstellung auf die RGBMA-LED-Engine ist, dass man ein gutes, flaches Lichtfeld erhält. Früher waren wir davon abhängig, wie gut die herkömmlichen Ellipsoidstrahler fokussiert waren. Jetzt habe ich jedes Mal ein gleichmäßiges Feld und erhalte auch die Intensität dieser Farben, sodass wir die Dinge wirklich zur Geltung bringen können.“

Systemaufbau für Front und Seitenlicht

Das System umfasst 76 KL CORE IP Scheinwerfer, davon 72 aktiv. Für die Frontbeleuchtung werden 5° und 10° Linsen eingesetzt, für die Seitenpositionen 19° und 26° Linsen. Die KL CORE Einheiten bilden das Grundgerüst für Front und Seitenlicht und ergänzen LED-Moving-Heads in den Overhead-Positionen.

„Wir suchten nach etwas, das vielseitig genug ist, um lebendige Farben auf die Bühne zu bringen, aber auch mit den LED-Moving-Heads über uns harmoniert. Es musste mit deren Helligkeit mithalten und dennoch farblich zu ihnen passen.“

Kamerafreundliche Beleuchtung als Anforderung

Im Zuge erweiterter Videoangebote des Omaha Symphony Orchestra wurde eine kamerataugliche Beleuchtung mit hohem CRI und konsistenter Farbtemperatur nach Angaben von Arch zu einer zentralen Priorität.

Michael Arch: „Ich hatte eine Leuchte mit 7200 K über mir und herkömmliche Leuchten mit 3200 K vor mir, sodass wir unterschiedliche Farbtemperaturen hatten, die vor der Kamera miteinander konkurrierten. Es bestand die konkrete Absicht, Leuchten mit sehr hohem CRI zu beschaffen, um sicherzustellen, dass bei Filmaufnahmen in diesem Raum alles korrekt aussieht.“

Betrieb, Flexibilität und Wartungsaspekte

In der Hochsaison finden in der Halle an fünf Tagen pro Woche Veranstaltungen statt, darunter Sinfonik, Tourneeproduktionen, Comedy und Rockshows, was regelmäßige Umbauten erfordert. TMS verweist in diesem Zusammenhang auf die Flexibilität durch frei verfügbare Farben sowie auf Energie- und Wartungseffekte durch den Wechsel von 750-W-Lampen auf 400-W-LEDs. Zudem wird die IP65-Schutzart als Beitrag genannt, Staub und Partikel von internen Komponenten fernzuhalten und Wartungsaufwand zu reduzieren.

Michael Arch: „Da viele Leuchten mit Farbfiltern ausgestattet werden müssen und der große, offene Veranstaltungsraum häufig genutzt wird, ist Flexibilität bei der Beleuchtung sehr wichtig. Mit den alten herkömmlichen Systemen war diese Flexibilität sehr begrenzt. Mit dem Core haben wir nun die Flexibilität, Farben nach Belieben einzusetzen. Sie lassen den Raum wirklich zur Geltung kommen und haben ihn komplett verändert.“

Michael Arch weiter: „Dass wir keine Lampen oder Gels mehr austauschen müssen, in Kombination mit der Energieeffizienz der COREs, hat sich deutlich bemerkbar gemacht.“

Zusammenarbeit zwischen TMS und ELATION

Das Projekt wird als Ergebnis einer längerfristigen Zusammenarbeit zwischen TMS und ELATION beschrieben. In diesem Kontext verweist Arch auf die KL-Serie als Installationslösung mit Fokus auf Farbwiedergabe.

Michael Arch: „ELATION ist seit langem ein großartiger Partner für uns, und die KL-Serie ist eine beeindruckende Reihe von Leuchten. Wir greifen häufig auf sie zurück, weil sie eine so gute Farbwiedergabe haben.“

Einführung im Spielbetrieb

Das neue Beleuchtungssystem wurde im September eingeführt und war rechtzeitig zur Jubiläumsveranstaltung am 3. Oktober im Einsatz. Michael Arch fasste zusammen: „Die COREs sehen in diesem Raum einfach wunderbar aus. Das hat lange auf sich warten lassen, und die Flexibilität, die sie jetzt bieten, ist absolut erstaunlich.“