ROBE geht mit der Dave Matthews Band auf Sommertour

Dave Matthews Band (Foto: © Sanjay Suchak)

Für die aktuelle Sommertour der Dave Matthews Band (DMB) setzen Produktionsdesigner Fenton Williams und Lichtdesigner/Programmierer Aaron Stinebrink auf ein kompaktes, flexibles Setup mit ROBE Scheinwerfern. Herzstück des Tour-Rigs sind iFORTE, MegaPointe und Spikie von ROBE Lighting , ergänzt um RoboSpot Follow-Spots und geliefert von Theatrical Media Services (TMS). 

Team, Tour und Bühnendesign

Die Dave Matthews Band tourt seit vielen Jahren mit eigenem Produktionsdesign durch Nordamerika. Fenton Williams arbeitet seit der Gründung der Band 1991 mit DMB zusammen, Aaron Stinebrink stieß 2002 als zusätzlicher Lichtprogrammierer dazu. Die technische Leitung der diesjährigen, 15-wöchigen Tour lag bei Anthony Giordano.

TMS kann auf eine lange Zusammenarbeit mit der Produktion der Dave Matthews Band zurückblicken. Im Januar dieses Jahres übernahm ein neues Managementteam aus drei langjährigen Mitarbeitern die Leitung: John HansenMichael Arch und Jamie Hurst führen TMS gemeinsam in die nächste Phase des Unternehmens.

Gewölbtes Bühnenbild mit LED und Traversenpods

Für die aktuelle Tour entwarf Fenton Williams ein Produktionsdesign mit einem etwa 16 Meter breiten und 8 Meter hohen Bogenüberbau über der Bühne, großflächigen LED-Screens im Hintergrund und mehreren halbkreisförmigen Traversenpods mit einer Länge von rund 4,5 Metern. Die Pods sind mit Licht gefüllt und motorisiert beweglich.

Ausgangspunkt für die Gestaltung war ein regelmäßig stattfindender Akustik-Gig von Dave Matthews und Tim Reynolds in Cancún, Mexiko. Dort testen Fenton und Aaron seit Jahren neue visuelle Ideen. Für 2025 war eigentlich ein separates Showdesign geplant, doch der Look und die Atmosphäre der diesjährigen Cancún-Produktion überzeugten das Team so sehr, dass ihre Essenz als Grundlage für das Sommerdesign übernommen wurde.

Aaron Stinebrink erläutert den gestalterischen Wunsch von Fenton: „ein Design mit weichen Kanten“. Das setzte Fenton unter anderem mit dem gewölbten Traversenbau im Hintergrund und einer großen LED-Bildfläche um.

ROBE Setup mit iFORTE, MegaPointe und Spikie

Für die Tour entschieden sich Fenton und Aaron für eine Kombination aus 24 iFORTE, 36 Spikie, 14 MegaPointe sowie zwei iFORTE Follow-Spots, die über RoboSpot BaseStations angesteuert werden.

iFORTE als Hauptlicht und Follow-Spot

Zwölf iFORTES sind auf den automatisierten Halbkreisbögen vor der Bühne platziert, weitere zwölf sitzen auf dem Traversenbalkon und übernehmen den Großteil des Hauptlichts.

Aaron Stinebrink beschreibt den iFORTE so: „Die hohe Leistung und der hervorragende CRI eignen sich perfekt für jedes Hauptlicht-Szenario, insbesondere bei der Verwendung von IMAG, da die Lichtqualität dafür sorgt, dass alle Personen und Objekte vor der Kamera wunderschön aussehen.“

Er ergänzt, dass die Funktionen von iFORTE „kaum Wünsche offen lassen“ und betont, dass die „fantastische“ Leistung dazu beiträgt, dass die Strahlen präzise durch die von den LED-Bildschirmen erzeugte Atmosphäre schneiden und so als Teil des Bildes „eine wirklich erstaunliche Präsenz“ erzeugen.

Die Tour war zugleich Anlass für TMS, den Bestand an iFORTE Scheinwerfern zu verdoppeln. John Hansen fasst die Investition zusammen: „Es ist das Licht, das jeder in seinem Plot haben möchte, daher war es für uns absolut sinnvoll.“

MegaPointe und Spikie als Effektwerkzeuge

Die MegaPointes und Spikies wurden entlang der Innenseite des doppelten Bühnenbogens im hinteren Bereich verbaut und liefern dort Beam-Looks und Effekte.

MegaPointe wurde als Ergänzung und Kombination zu iFORTE gewählt, sowohl optisch als auch funktional. Die Scheinwerfer konnten durch ihre kompakte Größe in verschiedenen Winkeln entlang des Bogens platziert werden.

Aaron Stinebrink sagt über das Modell: „MegaPointe ist nach wie vor DAS Hybrid-Scheinwerfermodell in seiner Kategorie.“ TMS erwarb die ersten MegaPointes bereits 2018 für eine damalige Sommertour der Dave Matthews Band.

Dave Matthews Band (Foto: © Sanjay Suchak)

John Hansen unterstreicht die Wirkung im Livebild: „Die Leistung und Funktionen des MegaPointe wirken vor der Kamera immer super klar und elegant, selbst bei Dunst, und Größe und Gewicht sind genau richtig!“

Die Spikies verlaufen über einen großen Teil des Bogens und rahmen die Videoflächen. Aaron Stinebrink beschreibt ihre Funktion: Man habe eine physisch kleine Leuchte mit „ein paar coolen Tricks zum Aufbrechen der Strahlen“ benötigt; die Prisma- und „Flower“-Effekte der Spikies passten genau dazu.

Die Spikies sind in Vierergruppen angeordnet und werden für Fächerformen genutzt, als Reminiszenz an klassische ACL-Looks. Dieser Vintage-Charakter bleibt für das aktuelle Design relevant und lässt sich dank der kompakten Bauform der Spikies auf engem Raum umsetzen.

Video, Automation und integrierte Looks

Fenton steuert von seiner Konsole aus bis zu sechs Videoebenen an, darunter einen vorab geschnittenen IMAG-Feed des Live-Kameraregisseurs Michael Lane. Die Bildinhalte entstehen in enger Zusammenarbeit mit Aaron Farrington und dessen Firma PXLField Productions, die das LED- sowie das Kamerapaket liefert. 

So werden Licht und Video bewusst verzahnt und greifen in der Gestaltung ineinander.

Fenton wollte die klaren Linien und das moderne Erscheinungsbild auch bei den sechs 4,5 Meter langen, halbkreisförmigen, automatisierten Traversen vor der Hauptbühne fortführen. Die Pods stammen von All Access Staging, die für Konstruktion und Automationslösung verantwortlich waren. 

Die Motorfahrten der Pods werden von Ben Ullmann programmiert und als Automations-Cues in das Gesamtkonzept integriert. Über Inhibitive Masters lassen sich Gruppen von Scheinwerfern und Videoelementen sukzessive in die Show einführen, wodurch ein organischer optischer Ablauf entsteht.

Improvisierte Setlisten und Fan-Erlebnis

Eine Besonderheit der Dave Matthews Band ist der improvisierte Charakter ihrer Shows. Die Crew erhält die Setlist meist etwa eine Stunde vor Showbeginn, und selbst dann können sich Reihenfolge und Songauswahl kurzfristig ändern. Ein Opener kann am nächsten Abend zum Closer werden oder ganz ausfallen. Die Band verfügt über ein Kernrepertoire von über 130 einstudierten Songs sowie einen umfangreichen Pool weiterer Titel.

Unabhängig von der Songreihenfolge entwickeln Fenton Williams und Aaron Stinebrink mit Licht und Video einen dramaturgischen Bogen für jeden Abend. Die Kombination aus festen Looks, flexibel einsetzbaren Effekten und beweglichen Traversenpods sorgt dafür, dass jede Show eigenständig wirkt.

Davon profitieren besonders die vielen Fans, die mehrere Konzerte derselben Tour besuchen und trotzdem immer wieder neue visuelle Momente erleben.

Zusammenarbeit mit TMS und Crew

Die familiäre Atmosphäre innerhalb der Produktion ist ein wichtiger Faktor für die Tour. Aaron Stinebrink betont, wie eng die Zusammenarbeit mit dem TMS-Team und den weiteren Dienstleistern ist.

Er fasst seinen Dank so zusammen: „Ein großes Dankeschön an die gesamte Crew von TMS, darunter Crewchef Josh Albright, Jerry Woiderski, Jerry Kaiser, Chris Tsuji, Bodie Tureson, Robert Chaize und Holden Fershee sowie Account Manager Mark Huber.“