Silbersaal München erhält GDS Lamp Kerzen LEDs

GDS Lamp Kerzen im Deutschen Theater München

Im September 2025 wurde die Saalbeleuchtung im Silbersaal des Deutschen Theater München modernisiert. Das Projekt zielte darauf, die warme Lichtwirkung des historischen Raums beizubehalten und gleichzeitig eine wartungsarme, energieeffiziente und langfristig verfügbare LED Lösung umzusetzen.

Planung und Umsetzung im laufenden Hausbetrieb

VisionTwo begleitete Auswahl und Planung als deutscher Vertriebspartner für GDS. Die Installation übernahm Zeiler-Technik und setzte die Umrüstung innerhalb von zwei Tagen um. Das Projekt ist die erste Installation der neuen GDS Lamp in Kerzenform in Deutschland.  

Vorgabe: Halogen Look, präzises Dimmen, keine Eingriffe in die Infrastruktur

Der Silbersaal ist der letzte im Original erhaltene Raum von 1896. Kron- und Wandleuchter sowie Fensterbögen prägten die Lichtwirkung bislang mit Halogenleuchtmitteln. Mit dem absehbaren Wegfall dieser Leuchtmittel stand eine Lösung im Fokus, die visuell nahezu identisch wirkt, flackerfrei dimmt und zugleich langlebig sowie energieeffizient arbeitet.

Umrüstung der Kronleuchter und Fensterbögen

Im Bestand wurden die E14 Leuchtmittel aller sieben Kronleuchter ersetzt und die Fensterbögen neu ausgeleuchtet. Insgesamt kamen 95 GDS Lamps zum Einsatz, davon 65 im großen zentralen Kronleuchter auf zwei Stromkreisen sowie 30 in den sechs kleineren Kronleuchtern auf drei Stromkreisen.

Für die acht Fensterbögen wurden 16 GDS Cygnus Leuchten installiert, jeweils zwei pro Fensterbogen auf einem gemeinsamen Stromkreis. Dabei wurde eine Sonderkonfiguration genutzt, bei der eine Cygnus 1K LED Engine im größeren 2K Gehäuse sitzt, um eine IPM Break Out Box im Gehäuse zu integrieren. Alle Leuchten arbeiten mit Fade to Warm Charakteristik bei 3.000 Kelvin und werden über sechs Stromkreise von einem GDS DriveHub MiniPack gesteuert.

GDS Lamp Kerzen im Deutschen Theater München

GDS Lamp: Kerzenoptik und LED Aufbau

Zentraler Bestandteil sind GDS Lamps in Kerzenform mit klarem Glaskörper und E14 Sockel. Die GDS Lamp in Kerzenform liefert 490 Lumen bei 4,2 Watt und ersetzt damit eine 28 Watt Halogenlampe. Die Optik ist auf homogene Lichtverteilung mit Kerzencharakter ausgelegt.

Wesentlich ist das Fade to Warm Verhalten, bei dem die Farbtemperatur beim Dimmen vom Ausgangswert 3.000 K in einen wärmeren Bereich bis 1.800 K verschoben wird. Zusätzlich sind konfigurierbare Betriebsmodi vorgesehen, die ohne Änderungen an Hardware oder Verkabelung Dimm und Farbverhalten umstellen, darunter Fade to Warm, Festfarbe, Tunable White oder Kerzen Flicker.

IPM Systemarchitektur und zentrale Treibertechnik

Die Installation basiert auf IPM Technologie, bei der Versorgung und Steuerdaten über ein gemeinsames zweipoliges Leitungssystem übertragen werden. Dadurch konnte die bestehende Verkabelung weiter genutzt werden, ohne zusätzliche Datenleitungen oder bauliche Eingriffe. Gleichzeitig ermöglicht die Architektur eine mehrkanalige Ansteuerung mit linearem, flackerfreiem Dimmverhalten und den Betrieb vieler Leuchten auf wenigen Stromkreisen.

Betrieb, Lichtwirkung und messbare Einsparung

Georg Nemec, Leiter Beleuchtung im Deutschen Theater München: „Wir müssen keine Leuchtmittel mehr tauschen. Der Saal ist deutlich heller als vorher bei signifikant geringeren Energiekosten und dank Fade-to-Warm entsteht bei etwa 70 bis 80 Prozent Helligkeit genau die warme Halogenfarbe, die wir uns gewünscht hatten.“

Der Stromverbrauch sinkt um 85 Prozent, während die Helligkeit gleichzeitig um rund 25 Prozent steigt. Damit bleibt die Raumwirkung erhalten, während Wartungsaufwand und laufende Betriebskosten sinken.