Für die Sommertour der US-Metalband Killswitch Engage entwickelte Lichtdesigner Vinny Shaw eine dynamische Show mit einem klaren Schwerpunkt auf Stroboskopeffekten. Unterstützt von einem Bodenpaket aus 26 Scheinwerfern von CHAUVET Professional entstand ein kompaktes Touring-Rig, das den hohen Bewegungsdrang der Band ebenso berücksichtigte wie den engen Zeitrahmen einer Co-Headliner-Tour mit Machine Head.
Lichtdesign für maximale Bewegungsfreiheit
Den Tourauftakt feierte die Band am 3. Juni im Fillmore in Detroit. Während des rund 75-minütigen Sets mit 18 Songs steuerte Shaw die komplette Lichtshow über eine ChamSys-Konsole.
Da sich die Musiker von Killswitch Engage permanent über die Bühne bewegen und regelmäßig ins Publikum springen, musste das Lichtdesign möglichst wenig Platz auf der Bühne beanspruchen.
Vinny Shaw: „KSE ist eine sehr körperlich aktive Gruppe von Künstlern, die sich auf der Bühne viel bewegen und oft von der Bühne springen. Deshalb ist es wichtig, die Beleuchtung in übersichtlichen, abgegrenzten Bereichen zu halten, damit sich die Jungs frei bewegen können.“
Die Scheinwerfer wurden deshalb überwiegend außerhalb der eigentlichen Spielfläche positioniert. Das Touring-Rig stellte JDI Productions zur Verfügung.
Schwerpunkt auf Stroboskopeffekten
Ein zentrales Gestaltungsmittel der Show waren Stroboskopeffekte in unterschiedlichen Variationen.
Vinny Shaw: „Ich bin ein großer Fan von Stroboskopen und Stroboskopeffekten. Ob klassische Stroboskop-Rolls und -Stabs oder Wipes, Muster oder Strahleffekte – ich setze Stroboskope überall ein.“
Da Killswitch Engage ohne Clicktrack spielt, musste die Show flexibel auf das Live-Spiel reagieren. Shaw programmierte deshalb unterschiedliche Stroboskop-Cues, die sich spontan abrufen lassen.
Rogue R1 FX-B rahmt die Bühne ein
Zum Lichtpaket gehörten zwölf Rogue R1 FX-B Moving Yokes.
Sechs Geräte wurden als Seitenlicht auf den hinteren Bühnentürmen installiert und dienten gleichzeitig als vertikale Lichtvorhänge zur Einrahmung der Bühne. Die übrigen sechs Rogue R1 FX-B positionierte Shaw entlang der Bühnenvorderkante. Dort beleuchteten sie die auf dem Schlagzeugpodest platzierten Schädel-Requisiten und erzeugten in markanten Momenten großflächige weiße Beam-Effekte.
Vinny Shaw: „Wir haben sie für große Momente mit offenen weißen Beams eingesetzt. Dadurch entstand der Eindruck, dass deutlich mehr Scheinwerfer im Rig vorhanden waren.“
Color STRIKE M und STRIKE Array 2C ergänzen das Rig
Zwölf Color STRIKE M wurden mittig auf Bühnenwagen platziert. Sie übernahmen unter anderem die Hinterleuchtung der Bühnenelemente sowie langsame Chase-Effekte, Farbwechsel und zusätzliche Stroboskopeffekte.
Ergänzt wurde das Rig durch acht STRIKE Array 2C, die auf den hinteren Bühnentürmen installiert wurden.
Vinny Shaw: „Wir kombinierten die STRIKE-Blinder mit den Blindern der Hausanlage und den Color STRIKE M, um so viel Durchschlagskraft wie möglich zu erzielen.“
LED-Inhalte über Resolume und ChamSys gesteuert
Neben der Beleuchtung steuerte Shaw auch die Inhalte einer 30 × 15 Fuß großen LED-Wand über Resolume.
Jeder Song erhielt eine eigene Ebene mit einem bis sechs Videoclips. Resolume wurde dabei als Dimmer in das ChamSys-System integriert und über DMX sowie Art-Net angesteuert. Das Auslösen eines Song-Cues startete gleichzeitig die passenden Videoinhalte und definierte die Grundfarben der Lichtstimmung anhand des jeweiligen Mediencontents.
Zusätzlich führte Shaw den NDI-Feed von Resolume als Monitor in seine ChamSys-Konsole zurück und nutzte diesen zeitweise für das Pixel-Mapping des mitgeführten CHAUVET-Bodenpakets.
Klassischer Metal-Look mit moderner Technik
Das Zusammenspiel aus LED-Content, flexibler Mediensteuerung und einem kompakten Bodenpaket ermöglichte eine Show, die moderne Steuerungstechnik mit einer klassischen Metal-Ästhetik verband. Trotz des vergleichsweise kleinen Rigs entstand durch gezielt eingesetzte Stroboskopeffekte, Beam-Looks und Blindereinsätze eine visuelle Dynamik, die den energiegeladenen Live-Auftritt der Band unterstützte.