Das Adelaide Festival Centre in Australien hat in zwei Spielstätten eine neue LED-Saalbeleuchtung von ANOLIS installiert. Knapp 200 Leuchten der Ambiane-Serie ersetzen im Festival Theatre mit 2.000 Plätzen und im Dunstan Playhouse mit 590 Plätzen eine Anlage, die seit 1973 in Betrieb war. Der Stromverbrauch der Saalbeleuchtung ist dadurch um etwa 50 % gesunken. Gleichzeitig sind beide Zuschauerräume jetzt weich und gleichmäßig ausgeleuchtet.
Glühlampen nach mehr als 50 Jahren
Die bisherige Anlage bestand vor allem aus PAR-56-Scheinwerfern und weiteren Downlights, alle mit Glühlampen. Nach mehr als 50 Jahren Betrieb mussten sie ersetzt werden, erklärt Nathan Luscombe, Leiter der Technik- und Produktionsabteilung des Adelaide Festival Centre. Der Umstieg auf eine effizientere LED-Lösung entspricht zudem einer Initiative der Regierung.
Nathan Luscombe nennt die wichtigste Anforderung: „Professionelles, hochwertiges Dimmen stand ganz oben auf unserer Anforderungsliste für die neue Beleuchtung. Wir haben zahlreiche Produkte getestet, die in den letzten 5 % bis 10 % der Dimmkurve abrupt ein- oder ausschalteten, und bei einer erwarteten Lebensdauer des Systems von etwa 10 Jahren war es entscheidend, solche Details bei jeder neuen Installation richtig zu gestalten.“
Steuerung per DMX und Farbwechsel
Außerdem bestand Luscombe darauf, dass die Saal- und Architekturbeleuchtung über DMX oder DMX over Ethernet gesteuert wird. Gute Erfahrungen damit hatte er im Her Majesty’s Theatre gemacht, einer weiteren Spielstätte des Adelaide Festival Centre.
Ebenso wichtig waren ihm farbwechselnde Leuchten. Sie erlauben eine individuelle Gestaltung des Saals für Präsentationen und besondere Anlässe. In Kombination mit der DMX-Steuerung können Gastproduktionen die Saalbeleuchtung zudem bei Bedarf in ihre eigenen Systeme einbinden.
Planung durch Jands
Entworfen hat das Lichtkonzept Eddie Galak vom australischen ANOLIS-Vertriebspartner Jands. Er entwickelte eine Ästhetik nach den Vorgaben des Hauses und legte einen finalen Vorschlag mit umfangreichen Modellierungen vor. Nach seiner Beobachtung überzeugten das Team um Luscombe vor allem die Auswahl an Abstrahlwinkeln und Linsen sowie die Qualität des Lichts.
Eine feste Vorgabe war der typische weiße Einlass-Look mit 3.200 K. Das ist etwas kühler als üblich, sollte aber den bisherigen Look der Saalbeleuchtung nachbilden. Die präzise einstellbaren Weißtöne der Ambiane-Serie waren dafür ein wichtiges Argument.
Knapp 200 Leuchten der Ambiane-Serie
Insgesamt kommen folgende Leuchten zum Einsatz:
- 12 Ambiane XP56 als Einbauleuchten mit 45°-Linsen
- 56 Ambiane XP56 als Einbauleuchten in RGBW (3.200 K), davon 36 mit 45°- und 20 mit 60°-Linsen
- 93 Ambiane MP111 als Einbauleuchten in RGBW (3.200 K) mit individueller RAL-Blende, davon 75 mit 80°- und 18 mit 60°-Linsen
- 36 Ambiane MP111 als Aufbauleuchten mit 60°-Linsen in RGBW (3.200 K)
Beide Spielstätten nutzen eine Kombination dieser Typen. Im Festival Theatre sitzen die Leuchten an der Decke, unter den Brücken, als Einbauleuchten in den Balkonen und unter den Logen. Weitere streifen in nach oben und unten gerichteten Positionen die Wände. Im Zuge der Renovierung wurden auch die gewellten Seitenverkleidungen der Säulen ersetzt. Die dort montierten ANOLIS-Leuchten erhielten maßgefertigte Abdeckungen, um die Auflagen des Denkmalschutzes zu erfüllen.
Im Dunstan Playhouse sind die Leuchten auf fünf Ebenen und unter dem Balkon installiert. Teilweise wurden sie auch in die bestehenden Leuchtenräume nachgerüstet.
Passend für die vorhandenen Öffnungen
Die meisten Leuchten passten in die vorhandenen Öffnungen der alten Saalbeleuchtung. In dem denkmalgeschützten Gebäude hat das die Installation erheblich vereinfacht.
Nach Luscombes Angaben läuft die Saalbeleuchtung jetzt mit etwa 70 % Intensität, um die geforderten 150 bis 160 Lux in Weiß bzw. 200 bis 220 Lux in Farbe zu erreichen. Damit bleibt ausreichend Reserve. Außerdem muss niemand mehr in der Höhe arbeiten, um defekte Glühlampen zu tauschen. Eddie Galak nennt einen weiteren Vorteil: Die Netzteile der Ambiane-Serie sind bei Bedarf lokal erhältlich.
Gesteuert wird das Licht in beiden Spielstätten über ETC Paradigm. Die Leuchten laufen in eigenen Netzwerken, lassen sich aber einfach in ein Produktionsnetzwerk oder an ein Lichtpult anbinden.
Installiert hat die Anlage ITE. Das Unternehmen hatte bereits mit Eddie Galak in der Llewellyn Hall in Canberra zusammengearbeitet.
Nathan Luscombe über die Zusammenarbeit mit ITE: „Ausgezeichnet, hilfsbereit und kompetent, sie verstanden, wie wir arbeiten, und hatten bereits Erfahrung mit ANOLIS.“