Bei der Live-Übertragung der 79. Tony Awards aus der Radio City Music Hall in New York setzte Firehouse Productions auf das bidirektionale Breitband-Ökosystem Spectera von Sennheiser. Für den bislang größten Broadcast-Einsatz des Systems in den USA kamen zwei Spectera Base Stations zum Einsatz. Moderatorin und Performerin P!NK nutzte dabei erstmals einen Prototyp des neuen Spectera-Handsenders, dessen Markteinführung für Herbst angekündigt ist.
Größter US-Broadcast-Einsatz von Spectera
Bereits bei den Tony Awards 2025 hatte Sennheiser erste Erfahrungen mit Spectera gesammelt. Damals nutzte Cynthia Erivo einen Spectera-Bodypack für Ansteckmikrofon und In-Ear-Monitoring, während sie sich während ihrer Performance durch verschiedene Bereiche der Radio City Music Hall bewegte.
Bei der diesjährigen Verleihung übernahm Spectera deutlich umfangreichere Aufgaben. Zum Einsatz kamen Handsender, Headsets, Ansteckmikrofone, Instrumentensender und In-Ear-Monitoring – auch unter den dynamischen Bedingungen einer Live-TV-Produktion mit kurzfristigen Änderungen im Ablauf.
Prototyp des Spectera-Handsenders im Live-Einsatz
P!NK setzte während ihrer Performance von „Lady Marmalade“ aus dem Musical Moulin Rouge erstmals den neuen Spectera-Handsender ein, kombiniert mit einer Neumann KK 204 Mikrofonkapsel.
Für ihre verschiedenen Auftritte nutzte sie:
- Spectera In-Ear-Monitoring
- Spectera Headset-Mikrofon
- Spectera Ansteckmikrofon
- Spectera-Handsender (Prototyp)
- ein einziges Spectera SEK-Bodypack
Auch weitere Musicalproduktionen wie Schmigadoon! und Two Strangers (Carry a Cake Across New York) sowie die Instrumentenübertragung während des „In Memoriam“-Segments arbeiteten mit Spectera.
60 Funkkanäle in nur 12 MHz
Das Produktionsteam setzte zwei Spectera Base Stations ein, die innerhalb von lediglich 12 MHz Frequenzspektrum die Kapazität von rund 60 klassischen Schmalbandkanälen bereitstellten.
Parallel liefen zahlreiche weitere Drahtlossysteme auf derselben Bühne.
Die Frequenzkoordination sowie die Überwachung sämtlicher Funkstrecken erfolgten markenübergreifend über die Software SoundBase, wodurch das HF-Team jederzeit den Überblick über das komplexe Setup behielt.
Fernsteuerung vereinfacht den Produktionsablauf
Ein wesentlicher Vorteil des Spectera-Systems war die zentrale Fernüberwachung sämtlicher Bodypacks.
PINK-Monitor-Engineer Jon Lewis: „Dank der Funktionen des Spectera-Systems konnten wir alle Bodypacks kontinuierlich remote überwachen und auch Einstellungen aus der Ferne ändern. Außerdem hatten wir die Lautstärkeeinstellung gesperrt. So konnten die Bodypacks sicher in den Kostümen versteckt werden, ohne dass wir Gefahr liefen, dass sich die Lautstärke bei intensiven Tanzsequenzen versehentlich verstellt.“
Gerade bei Live-Produktionen mit aufwendigen Choreografien reduziert diese Fernsteuerbarkeit den organisatorischen Aufwand erheblich.
Flexible Infrastruktur für wechselnde Produktionen
HF-Koordinator Scott Hoskins hob insbesondere die Flexibilität des Systems hervor.
Da Mikrofone und In-Ear-Systeme denselben HF-Kanal nutzen, konnten zusätzliche Funkstrecken kurzfristig integriert werden, ohne eine vollständige neue Frequenzkoordination durchführen zu müssen.
Auch die über Netzwerk angeschlossenen Antennen ließen sich flexibel positionieren, um selbst entlegene Bereiche der Radio City Music Hall zuverlässig abzudecken.
SoundBase vereint unterschiedliche Funkwelten
Neben der Steuerung des Spectera-Systems überwachte SoundBase gleichzeitig auch konventionelle Schmalbandsysteme verschiedener Hersteller.
Zusätzlich kam erstmals die neue Remote-View-Funktion von SoundBase Pro zum Einsatz. Individuell konfigurierte Dashboards konnten parallel auf Smartphones, Tablets und Laptops genutzt werden, wodurch sich das HF-Monitoring flexibel im gesamten Veranstaltungsort durchführen ließ.
Vorbereitung auf künftige Broadcast-Anforderungen
Für Produktionen mit wachsender Anzahl drahtloser Systeme sehen die Verantwortlichen deutliche Vorteile im Breitbandansatz von Spectera.
Die Kombination aus hoher Frequenzeffizienz, zentraler Fernsteuerung und flexibler Infrastruktur ermöglicht eine schnellere Anpassung an kurzfristige Änderungen im Produktionsablauf und reduziert gleichzeitig den Frequenzbedarf.