Die Emsländische Freilichtbühne Meppen setzt als erstes Mitglied des Verbands Deutscher Freilichtbühnen auf die neue WMAS-Technologie von Sennheiser. Mit der Einführung des Spectera Ecosystems modernisiert die traditionsreiche Freilichtbühne ihre komplette Drahtlosinfrastruktur und schafft die Grundlage für eine zukunftssichere Funktechnik.
Erste Spectera-Installation im Verband
Seit mehr als 75 Jahren veranstaltet die Freilichtbühne Meppen Musicals und Familienstücke vor über 1.600 Zuschauerinnen und Zuschauern. Pro Saison besuchen bis zu 50.000 Gäste die überdachte Spielstätte. Aktuell stehen „Der Räuber Hotzenplotz“ und „Footloose“ auf dem Spielplan.
Zum Einsatz kommt ein Spectera Ecosystem mit einer Spectera Base Station, 24 Spectera SEK Bodypacks sowie zwei Spectera DAD Antennen.
Bei den Aufführungen von „Footloose“ werden 22 Bodypacks genutzt, zwei weitere stehen als Reserve bereit. Aktuell arbeiten die SEK Bodypacks ausschließlich als Mikrofonsender im Modus „Live Link Density“.
Lennart Müller, Audiotechniker der Freilichtbühne Meppen: „Bei entsprechender Parameterwahl lassen sich bis zu 32 Geräte an einer Spectera Base Station betreiben.“
Lennart MüllerUmstieg nach 15 Jahren Analogtechnik
Zuvor nutzte die Bühne seit 2010 insgesamt 24 Funkstrecken der Sennheiser ew 300 G3 Serie. Nach anderthalb Jahrzehnten im Einsatz fiel die Entscheidung für eine vollständig digitale Lösung.
Lars Hintze-Fitzner, Vorstand und Tontechniker der Freilichtbühne Meppen: „Selbstverständlich haben wir uns auch Angebote der Wettbewerber intensiv angeschaut, aber das Sennheiser Spectera Ecosystem hat uns mit seinen Möglichkeiten letztlich auf ganzer Linie überzeugt. Meiner persönlichen Meinung nach toppt Spectera alles, was derzeit am Markt verfügbar ist.“
Geliefert wurde das System Ende 2025 durch BABBEL & HAEGER. Die Anbindung an das vorhandene Digitalmischpult erfolgt über Dante bei einer Abtastrate von 48 kHz.
Lars Hintze-Fitzner,Robuste Bodypacks für den Theateralltag
Die Spectera SEK Bodypacks werden in schwarzen Neoprengurten getragen. Als Energieversorgung dienen BA 70 Lithium-Ionen-Akkus, die über drei L 6000 Ladestationen geladen werden.
Im Sendebetrieb erreicht das System aktuell eine Laufzeit von knapp siebeneinhalb Stunden und deckt damit den kompletten Vorstellungsbetrieb problemlos ab.
Die Freilichtbühne in Meppen besitzt 24 BodypacksWeniger Spektrum, höhere Betriebssicherheit
Die beiden Spectera DAD Antennen werden per PoE versorgt und am Regieplatz betrieben. Das komplette System nutzt lediglich einen 8-MHz-Kanal zwischen 535 und 543 MHz.
Nach Aussagen des Technikteams arbeitet das neue System deutlich störungsfreier als die bisherige Lösung. Frühere Probleme durch DVB-T-Einstrahlungen oder Reflexionen an der neuen Dachkonstruktion gehören der Vergangenheit an.
Lennart Müller: „Seit der Installation haben wir keinerlei Probleme mit Einstreuungen mehr.“
Einfache Einrichtung und komfortables Monitoring
Besonders positiv bewerten die Verantwortlichen den geringen Einrichtungsaufwand.
Lars Hintze-Fitzner: „Spectera ist prinzipiell Technik für Profis, erfreulicherweise allerdings trotzdem total einfach einzurichten.“
Die Rollenbezeichnungen der Darsteller werden dauerhaft auf den E-Ink-Displays der Bodypacks angezeigt. Über exportierbare JSON-Dateien lassen sich sämtliche Einstellungen komfortabel speichern und für unterschiedliche Produktionen wieder laden.
Für das Systemmonitoring nutzt das Team das browserbasierte Spectera WebUI, das sowohl stationär in der Regie als auch mobil während der Proben verwendet wird.
Die Darsteller*innen tragen die Spectera Bodypacks in Neopren-GurtenDeutlich verbesserte Sprachverständlichkeit
Nach den ersten Vorstellungen fällt das Fazit der Verantwortlichen eindeutig positiv aus.
Nach Aussagen des Technikteams berichten Stammgäste über eine spürbar höhere Sprachverständlichkeit und natürlichere Stimmwiedergabe gegenüber den Vorjahren.
Vorbild für weitere Freilichtbühnen
Innerhalb des Verbands Deutscher Freilichtbühnen stößt das Projekt bereits auf großes Interesse. Mehrere Technikverantwortliche anderer Bühnen haben sich die Installation vor Ort angesehen oder konkrete Informationen zum System eingeholt.
Auch Sennheiser sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt.
Per Witte, Business Development Manager Pro Audio bei Sennheiser: „In Meppen geht man mit Spectera beherzt in die technologische Zukunft und übernimmt eine echte Vorreiterrolle unter den hiesigen Freilichtbühnen.“