Lyric Theatre Belfast setzt dauerhaft auf L-ISA

Lyric Theatre in Belfast (Foto: © Matt Duke)

Das Lyric Theatre in Belfast verankert das L-ISA Immersive-Audio-System von L-Acoustics dauerhaft in seinem Hauptsaal und verbindet diese Entscheidung mit seinem 75-jährigen Jubiläum. Erstmals kam das System Ende 2025 bei der Weltpremiere von „Denouement“ von John Morton unter der Regie von Jimmy Fay zum Einsatz. Es war zugleich die erste Live-Theaterproduktion auf der Insel Irland, die mit L-ISA realisiert wurde.

Als einziges Vollzeit-Theater mit eigener Produktion in Nordirland bringt das Lyric Theatre jedes Jahr mindestens sechs große Produktionen auf die Bühne. Für „Denouement“ arbeitete das Haus mit dem von L-Acoustics zertifizierten Anbieter Forfey und dem Anwendungsingenieur Oli Crump zusammen, um den räumlichen Klang gezielt in die Inszenierung einzubinden. Die Resonanz aus Regie, Theaterleitung, technischen Teams und Publikum führte schließlich zur festen Installation.

Positive Reaktionen führen zur Dauerlösung

Bereits während der Laufzeit von „Denouement“ zeigte sich, wie stark der immersive Ansatz die Wirkung der Produktion veränderte. Das Theater entschied deshalb, die Konfiguration nicht als einmaliges Experiment zu betrachten, sondern als neue Grundlage für kommende Arbeiten.

Ian Vennard, stellvertretender technischer Leiter des Lyric Theatre: „Als sich die Spielzeit von ‚Denouement‘ im Theater dem Ende zuneigte, drehten sich die Gespräche natürlich um die nächsten Schritte. Jimmy Fay (Executive Producer am Lyric Theatre und Regisseur von ‚Denouement‘) hatte aus erster Hand miterlebt, was räumlicher Klang auf der Bühne bewirken kann. Er verstärkte die emotionsgeladene Erzählung der Inszenierung so nachhaltig, dass ein Verzicht auf das System schlichtweg nicht in Frage kam“

Räumlicher Klang verbessert Verständlichkeit

Besonders deutlich wurde die Wirkung im Publikum. Viele Besucher erlebten Bühnenklang mit einer neuen Klarheit. Auch Menschen mit Hörbeeinträchtigung beschrieben „Denouement“ als besonders intensives Theatererlebnis, weil Dialoge verständlicher wurden und ortsbezogene Soundeffekte präziser wahrnehmbar waren.

Nach „Denouement“ blieb die L-ISA-Konfiguration auch für die Weihnachtsproduktion „A Christmas Carol“ von Marie Jones im Haus. Die saisonale Adaption wurde eigens für räumlichen Klang neu gedacht.

Ian Vennard: „Während der Weihnachtsvorstellung bemerkte unser Sounddesigner, dass die durch L-ISA erzielte Tiefe und Qualität mit nichts zu vergleichen sei, womit sie zuvor gearbeitet hätten. Mit unserem 75-jährigen Jubiläum vor der Tür war klar, dass der richtige Zeitpunkt gekommen war, um ein mutiges Zeichen zu setzen. Jede Produktion ab 2026 würde von Grund auf auf L-ISA basieren.“

Frühjahrsmusical als nächster Meilenstein

Erstmals in der neuen festen Konstellation ist das System bei der Frühlingsproduktion des Belfast Ensemble in Zusammenarbeit mit dem Lyric Theatre zu erleben. Das Musical läuft vom 20. März bis zum 4. April und bringt eine zwölfköpfige Band auf die Bühne. Damit bietet die Produktion einen geeigneten Rahmen, um die Möglichkeiten des immersiven Systems im Musiktheater vollständig auszuschöpfen.

Geschrieben wurde die Produktion von Conor Mitchell, künstlerischer Leiter des Belfast Ensemble und Associate Artist am Southbank Centre in London. Das Projekt setzt zugleich einen markanten Akzent in der Jubiläumssaison des Hauses.

Fest installiertes System im 380 Plätze Saal

Der Hauptsaal des Lyric Theatre bietet 380 Zuschauern Platz auf einer einzelnen ansteigenden beziehungsweise zur Bühne hin abfallenden Sitzanordnung ohne Überhänge und ohne Sichtbehinderungen durch Balkone. Diese Geometrie eignet sich besonders für einen präzisen Einsatz von L-ISA.

Forfey modellierte die Abdeckung des Zuschauerraums mit L-Acoustics Soundvision und optimierte das System vor der Installation. Zum Aufbau gehören eine Scene-Konfiguration mit A10-Arrays, A10-Extensions, KS21-Subwoofern, fünf 5XT-Front-Fills und X6i-Balcony-Fills. Gespeist wird das System über zwei LA7.16i– und einen LA1.16i-Verstärker-Controller sowie zwei LA2Xi-Einheiten. Die Infrastruktur läuft über ein Milan-AVB-Netzwerk.

Die Kalibrierung vor Ort übernahm Sergey Becker, Anwendungsingenieur bei L-Acoustics.

Know-how-Aufbau im eigenen Haus

Mit der festen Installation ändert das Lyric Theatre nicht nur seine technische Infrastruktur, sondern auch seine Produktionsweise. Das hauseigene Team baut gezielt Fachwissen rund um L-ISA auf, damit künftige Produktionen von Beginn an mit räumlichem Klang entwickelt werden.

Ian Vennard: „Es war von unschätzbarem Wert, diese umfassende Unterstützung vom Entwurf bis zur Fertigstellung zu haben. Zu wissen, dass die Menschen hinter der Technologie daran interessiert sind, wie wir sie einsetzen, gibt uns echtes Vertrauen, dass wir die richtigen Entscheidungen für das richtige Produkt treffen.“

75 Jahre Lyric Theatre und ein klares Signal

Für das Lyric Theatre fügt sich die Investition in die eigene Geschichte ein. Das Haus steht seit 1951 für kreative und technische Entwicklung und will nun auch bei immersiver Audiotechnologie eine führende Rolle auf der Insel Irland einnehmen.

Matt Minford von Forfey: „Dieses Ergebnis entsteht, wenn sich ein Veranstaltungsort wirklich seiner kreativen Vision verschreibt. Das Lyric wollte neu überdenken, wie Theaterklang sein könnte, und es war ein Privileg, dabei zu helfen, dies zu verwirklichen.“

Ian Vennard: „Unser Ziel war es schon immer, eine Vorreiterrolle einzunehmen. Da jede Produktion von nun an auf L-ISA basiert, werden wir diese Vision aktiv zum Leben erwecken. Das ist ein wirklich aufregender Moment, während wir auf unser 75-jähriges Jubiläum zusteuern.“