FrenschPress bringt Show Control in Hardwareform

FrenschPress

Mit dem FrenschPress hat FrenschConnection einen kompakten Hardware Controller entwickelt, der aus dem praktischen Betrieb heraus gedacht ist. Das Gerät richtet sich an Anwender, die in Show, Theater, Live und Touring Umgebungen mit zuverlässiger, direkter und haptischer Steuerung arbeiten wollen. Statt auf zusätzliche Software Ebenen, Touch Oberflächen oder improvisierte Workarounds zu setzen, verfolgt der FrenschPress einen klaren Ansatz: ein robustes Werkzeug, das im Alltag schnell, eindeutig und reproduzierbar funktioniert.

Aus der Praxis für den Showalltag entwickelt

Hinter dem FrenschPress steht keine abstrakte Produktidee, sondern eine konkrete Anforderung aus dem laufenden Betrieb. Entwickelt wurde der Controller von einem Theatertechniker, der seine eigene Erfahrung aus Proben, Umbauten und Touralltag in das Konzept eingebracht hat. Genau daraus ergibt sich die Ausrichtung des Produkts: Wer eine Show fährt, braucht ein Werkzeug, auf das er sich jederzeit verlassen kann.

Der FrenschPress versteht sich damit als Gegenmodell zu Lösungen, die erst durch zusätzliche Software Schichten, individuelle Bastellösungen oder mehrere Zwischenschritte praxistauglich werden. Im Mittelpunkt steht eine direkte, belastbare Bedienoberfläche für wiederkehrende Aufgaben in der Show Control.

Breite Protokollbasis ohne zusätzliche Software Layer

Technisch fällt vor allem die große Bandbreite nativ unterstützter Protokolle auf. Der FrenschPress verarbeitet OSC, MIDI, TCP, Http, ArtNet und sACN ohne zusätzliche Middleware. Dadurch lässt sich der Controller in unterschiedliche Steuerungsumgebungen integrieren und nicht nur auf eine einzelne Anwendung festlegen.

Besonders klar ist die Ausrichtung im QLab Umfeld. Dafür steht ein eigener QLab Mode zur Verfügung, der einen direkten Zugriff auf zentrale Funktionen ermöglicht. Gleichzeitig bleibt das System offen genug, um auch Licht, Audio und Mediensteuerungen in ein gemeinsames Bedienkonzept einzubinden.

QLab, Companion und individuelle Workflows

Der FrenschPress ist nicht nur als spezialisierter QLab Controller angelegt, sondern auch als anpassbares Werkzeug für individuelle Setups. Im QLab Betrieb arbeitet er ohne zusätzliche Mapping Umwege und unterstützt sowohl MIDI als auch OSC inklusive LED Feedback. Das vereinfacht den Einstieg und reduziert den Aufwand bei der Einrichtung.

Darüber hinaus wächst die Plugin Bibliothek kontinuierlich weiter. Im Companion Mode lässt sich das Gerät zudem als Satellite für Bitfocus Companion einsetzen. Damit erweitert sich der Funktionsrahmen deutlich, weil bestehende Steuerungsstrukturen und Integrationen in größere Show Control Workflows eingebunden werden können.

Haptik statt Touch und Workaround

Ein wesentlicher Teil des Konzepts liegt in der physischen Bedienung. Mechanische Tasten mit definierter Haptik, ein großer Encoder für präzise Parameterfahrten, zwei USB C Ports für Redundanz, ein Netzwerkanschluss und ein robustes Gehäuse zeigen, dass das Gerät konsequent auf den professionellen Alltag ausgerichtet ist.

Gerade in Live Situationen ist das mehr als eine Komfortfrage. Die direkte Rückmeldung über echte Tasten und klar erfassbare Bedienelemente kann Abläufe beschleunigen und die Sicherheit in kritischen Momenten erhöhen. Der FrenschPress setzt damit bewusst auf eine Bedienphilosophie, die Verlässlichkeit höher gewichtet als möglichst abstrakte oder softwarezentrierte Konzepte.

Zwischen Spezialcontroller und universeller Show Control

In seiner Positionierung bewegt sich der FrenschPress zwischen mehreren Einsatzfeldern. Einerseits ist er ein QLab Controller mit direkter Anbindung und ohne Umweg über zusätzliche Software. Andererseits eignet er sich durch TCP Unterstützung und die offene Architektur auch als universelles Show Control Werkzeug, das proprietäre Systeme erreichen kann.

Zusammen mit Bitfocus Companion entsteht darüber hinaus eine weitere Ebene, die den Controller in komplexere Steuerungslandschaften integriert. Genau diese Vielseitigkeit macht den FrenschPress für unterschiedliche Produktionsumgebungen interessant, ohne dass sein Ursprung als praxisnahes Spezialwerkzeug verloren geht.

Ein Werkzeug mit klarer Haltung

Unabhängig von den technischen Details ist der FrenschPress auch ein klares Statement für eine bestimmte Art von Produktentwicklung in der Veranstaltungstechnik. Das Gerät ist aus dem laufenden Betrieb heraus entstanden und nicht aus einer theoretischen Produktplanung. Es zeigt, wie Innovation im Theater und im Livebereich oft tatsächlich entsteht: aus konkreten Problemen, aus Erfahrung am Pult und aus dem Wunsch, bestehende Abläufe einfacher und verlässlicher zu machen.