Seit 1996 steht audiokonzept aus Ahaus für professionelle Veranstaltungs- und Medientechnik. Zum 30-jährigen Bestehen hätte eine große Jubiläumsveranstaltung durchaus nahegelegen. Doch ausgerechnet das Unternehmen, das seit drei Jahrzehnten Veranstaltungen für andere technisch in Szene setzt, hat sich bewusst dagegen entschieden. Statt in einen einzigen Abend investiert audiokonzept in die Zukunft und präsentiert sich zum Jubiläum mit einem vollständig neuen Markenauftritt, neuem Logo und neuer Website.
„Wir machen keine große Show um uns selbst.“ Wenn Jürgen Brüning diesen Satz über die Philosophie seines Unternehmens sagt, passt er 2026 besonders gut. Denn audiokonzept wird 30 Jahre alt.
Für ein Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche eigentlich der perfekte Anlass für eine große Party. Natürlich sei darüber gesprochen worden, erzählt der Gründer und Geschäftsführer. Die Entscheidung fiel schließlich anders aus.
„Nach 30 Jahren darf man schon einmal zurückblicken und auch ein bisschen stolz darauf sein, was entstanden ist. Aber eine große Jubiläumsparty ist nach einem Abend vorbei. Wir wollten lieber etwas schaffen, das uns in die nächsten Jahre begleitet“, sagt Jürgen Brüning, Gründer und Geschäftsführer von audiokonzept.
Gemeinsam mit der Brandingagentur SCHAU & HORCH hat audiokonzept deshalb den eigenen Markenauftritt grundlegend überarbeitet. Entstanden sind ein neues Erscheinungsbild, ein neues Logo und eine vollständig neu konzipierte Website. Dabei ging es nicht darum, aus audiokonzept ein anderes Unternehmen zu machen. Vielmehr sollte der Außenauftritt an das Unternehmen angepasst werden, das sich in den vergangenen drei Jahrzehnten entwickelt hat.
Angefangen hat alles mit einem Schlagzeug
Die Geschichte von audiokonzept beginnt 1996 und eher untypisch für eine Unternehmensgründung: mit einem Schlagzeuger, der sich über die Technik ärgerte. Brüning war selbst als Musiker unterwegs und erlebte bei Auftritten immer wieder, dass die vorhandene Veranstaltungstechnik nicht ausreichte oder nicht so funktionierte, wie sie sollte.
„Irgendwann habe ich gedacht: Dann zeige ich eben, wie es richtig geht“, erinnert sich Brüning.
Aus ersten eigenen Projekten entwickelte sich ein Unternehmen, dessen Schwerpunkt zunächst klar in der Veranstaltungstechnik lag. Ton-, Licht-, Bühnen- und später Videotechnik gehörten zum täglichen Geschäft. Vieles wurde größer, komplexer und professioneller. Ein Grundgedanke ist jedoch geblieben: Technik ist kein Selbstzweck. Sie muss zur jeweiligen Aufgabe passen und zuverlässig funktionieren.
Mehr als 20 Jahre beim Jazzfest Gronau
Drei Jahrzehnte Unternehmensgeschichte lassen sich kaum auf einige wenige Veranstaltungen reduzieren. Manche Projekte haben audiokonzept dennoch besonders geprägt. Dazu gehört das Jazzfest Gronau, bei dem das Unternehmen mehr als 20 Jahre als Generaldienstleister tätig war.
„Natürlich erinnert man sich an besondere Produktionen und Künstler. Aber wenn Kunden und Partner über viele Jahre immer wieder mit uns zusammenarbeiten, ist das für mich mindestens genauso wichtig. Solche Beziehungen entstehen nur, wenn man sich aufeinander verlassen kann“, sagt Brüning.
Einen besonderen Platz in der Firmengeschichte haben auch die großen Festivalproduktionen von Tobit Software in Ahaus. Veranstaltungen wie „Tobit After Dark“ oder „NightClubbing“ brachten Künstler wie Joe Cocker, UB40, James Brown, Die Fantastischen Vier oder Jamiroquai nach Ahaus. audiokonzept war über viele Jahre als technischer Fullservice-Dienstleister an den Produktionen beteiligt.
Zillo Festival 2001Bewusst kein reines Tourneeunternehmen
Mit dem Wachstum stellte sich auch die Frage, in welche Richtung sich das Unternehmen langfristig entwickeln sollte.
„Wir hätten uns irgendwann entscheiden können, immer mehr Material, Fahrzeuge und Personal vorzuhalten und uns stärker auf Tourneen und große Produktionen zu konzentrieren. Das war aber nie unser Ziel“, erklärt Brüning.
Stattdessen entwickelte audiokonzept unterschiedliche Geschäftsfelder weiter. Ein Beispiel war die langjährige Betreuung der MASTER AND MORE Messetour durch Deutschland und Österreich. An wechselnden Standorten wurden Veranstaltungen mit zeitweise bis zu 150 Messeständen umgesetzt. Neben der technischen Umsetzung standen dabei vor allem Planung, Logistik und ein eingespieltes Team im Mittelpunkt.
Bis heute setzt audiokonzept bewusst auf eine vergleichsweise kompakte eigene Mannschaft und ein über viele Jahre gewachsenes Netzwerk aus Partnerunternehmen, Freelancern und Spezialisten.
„Wir haben loyale Partner, mit denen wir teilweise schon sehr lange zusammenarbeiten und auf die wir uns verlassen können. Dadurch können wir für ein Projekt genau die Mannschaft zusammenstellen, die wir brauchen. Entscheidend ist nicht, alles selbst vorzuhalten, sondern gemeinsam ein gutes Ergebnis abzuliefern“, so Brüning.
Veranstaltungstechnik und Festinstallation
Parallel zum Veranstaltungsgeschäft entwickelte audiokonzept einen Bereich konsequent weiter, der heute etwa die Hälfte der Geschäftstätigkeit ausmacht: professionelle Festinstallation und Medientechnik.
Dabei geht es längst nicht mehr nur darum, Lautsprecher, Projektoren oder Displays zu montieren. Moderne Medientechnik verbindet Audio und Video mit Netzwerktechnik, IT, Steuerungssystemen und individuell programmierten Bedienoberflächen. audiokonzept begleitet solche Projekte von der Planung über Installation und Programmierung bis zur Inbetriebnahme und Einweisung.
Zu den Referenzprojekten der vergangenen Jahre zählen unter anderem der Neubau des InnoLab der KEMPER GmbH in Vreden, das neue Kurmittelhaus der Fachklinik Bad Bentheim, der Verwaltungsneubau von BEWITAL in Oeding sowie Mensa und Aula der Gesamtschule Rhede.
Heute stehen Veranstaltungstechnik und Festinstallation bei audiokonzept ungefähr zu gleichen Teilen nebeneinander. Die Erfahrung aus beiden Bereichen sieht Brüning als Vorteil: Systeme dürfen nicht nur auf dem Papier funktionieren, sondern müssen sich im Alltag und unter realen Bedingungen bewähren.
Corona als Wendepunkt
Vor der Pandemie beschäftigte audiokonzept 22 Mitarbeiter. Der nahezu vollständige Stillstand der Veranstaltungsbranche stellte das Unternehmen wie viele andere Betriebe der Branche vor eine bis dahin kaum vorstellbare Situation.
„Das war sicherlich die größte Zerreißprobe unserer bisherigen Firmengeschichte“, sagt Brüning.
Nach der Pandemie entschied sich audiokonzept bewusst dagegen, die vorherigen Strukturen einfach wiederherzustellen. Heute besteht das Team aus zwölf Mitarbeitern, darunter drei Auszubildende. Zusätzliche Kapazitäten und spezialisiertes Know-how werden je nach Projekt über das bestehende Partnernetzwerk eingebunden.
„Corona hat uns gezwungen, vieles infrage zu stellen. Danach war für uns nicht das Ziel, möglichst schnell wieder genauso groß zu werden wie vorher. Wir wollten uns so aufstellen, dass wir flexibel bleiben und gleichzeitig das, was wir machen, richtig gut machen können“, erklärt Brüning.
Verlässlichkeit statt maximaler Technik
Viele Kunden, Lieferanten, Partnerunternehmen und freie Mitarbeiter begleiten audiokonzept seit Jahren oder sogar Jahrzehnten. Verlässlichkeit, ehrliche Beratung und Zusammenarbeit auf Augenhöhe sollen deshalb nicht nur Teil des neuen Markenauftritts sein, sondern beschreiben nach Ansicht des Unternehmens eine Haltung, die bereits lange zuvor bestand.
„Wir versprechen nur, was wir auch halten können. Und wir müssen einem Kunden nicht die größte oder teuerste Lösung verkaufen. Wir müssen ihm die Lösung liefern, die für seine Aufgabe richtig ist“, sagt Brüning.
1996 steht audiokonzept aus Ahaus für professionelle Veranstaltungs- und MedientechnikNeuer Markenauftritt zum 30. Geburtstag
Dass sich audiokonzept ausgerechnet zum Jubiläum ein neues Erscheinungsbild gibt, ist damit mehr als eine optische Veränderung. Der neue Auftritt soll sichtbar machen, was sich im Unternehmen längst verändert hat: Aus dem Veranstaltungstechnikbetrieb der Anfangsjahre ist ein technischer Dienstleister geworden, der Liveproduktionen ebenso realisiert wie komplexe medientechnische Festinstallationen.
„Wir verdienen unser Geld damit, für andere gute Veranstaltungen zu machen. Da hätten wir uns zu unserem 30. natürlich auch selbst eine große Party hinstellen können. Aber das sind wir irgendwie nicht“, sagt Brüning.
Ganz ohne Rückblick soll das Jubiläum trotzdem nicht bleiben: „Wenn man 30 Jahre am Markt ist, haben sehr viele Menschen ihren Anteil daran: Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter, Kunden, Partner, Freelancer und Lieferanten. Einige begleiten uns schon unglaublich lange. Dafür kann man einfach nur Danke sagen.“
Stillstand ist mit dem Jubiläum allerdings nicht geplant: „30 Jahre sind ein schöner Moment, um einmal zu schauen, wo man herkommt. Viel spannender ist für uns aber die Frage, wo wir als Nächstes hinwollen.“