DJ BoBo – Dancing Las Vegas Tour 2012

DJ BoBo inmitten seiner Las-Vegas-Vision, noch hängt der Kabuki, der bald die obligatorische Showtreppe freigeben wirdDJ BoBo inmitten seiner Las-Vegas-Vision, noch hängt der KabukiDer Eurodance-Dinosaurier DJ BoBo feiert 20-jähriges Bühnenjubläum und lässt es mal wieder richtig krachen. Las Vegas war dieses Mal die Inspiration – und das fachkundige Auge ist erstaunt, mit welch geringem Materialaufwand es DJ BoBo tatsächlich gelingt, sein Publikum in die Glitzermetropole in der Wüste von Nevada zu entführen. EventElevator hat sich mit der Crew unterhalten, die Abend für Abend die Visionen des Schweizers zum Leben erweckt.

Eddy Frühwirth von HICO Veranstaltungstechnik hat als Setdesigner schon einiges für DJ Bobo realisiert, für das Piratenschiff, das 2005 zur „Pirates of the dance tour“ durch die Venues segelte, hat er sogar einen wohlverdienten OPUS erhalten. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er für den DJ und konnte bei jeder Produktion seinem Faible für dreidimensionale Bühnenkulissen frönen, denn wenn die Leute nur 2D wollen, dann sollen sie ins Kino gehe, so Frühwirth in unserem Video.

Die Handarbeit bei der aktuellen Tour erledigt Christian Bernt von eventformer mit seinem Team: Mehr als 20 Personen sorgen dafür, dass die Layherbühne rechtzeitig steht und die Lichtcrew je einen Sharpy in die Hände von Engelin und Teufelin geben kann, die links und rechs das Bühnengeschehen einrahmen.

German Clap meets Eurodance in Las Vegas

Die Liste an Gimmicks ist beachtlich: Ein Eiskunstlaufpaar im obersten Geschoss der dreitstöckigen Bühne, ein Tanz unterm Wasserfall und ein Pool voll Wasser im Inneren des Cadillac sowie diverse verfahrbare Podeste sorgen dafür, dass auf der Bühne immer Action herrscht und es dem Publikum tatsächlich keine Sekunde langweilige wird. Dieses dankt es dem Künstler mit ausgelassenem rhythmischem Klatschen – German Clap meets Eurodance in Las Vegas.

Thomas Dietze und Marc Brunkhardt gebieten an ihren beiden Lichtpulten nicht über die Armada an Scheinwerfern, die man bei einer Las-Vegas-Show vermuten würde – hier ist trickreiche Positionierung gefragt, und die Movinglights können in ihrer Multifunktionalität so richtig zur Geltung gebracht werden – Ein Konzept, dass sich bei DJ BoBo seit langem bewährt hat. Ebenso wie die Aufteilung in ein Pult für konventionelles Licht und eines für Showlicht: Das Weißlicht steuer Thomas Dietze mit einem Scancommander, während Marc Brunkhardt mit einer grandMA2 das Showlicht abfährt. Das spart Movinglights und schont den Geldbeutel des Aufraggebers, der ja schließlich auch an die Zukunft denken muss. Genaueres erläutern die beiden im Video.

Fullrange-Waffeleisen

Für die Beschallung verwendet Eddy Frühwirt ein System von MAD (Magnetic Audio Devices), das letzte seiner Art in Europa. Er investierte vor zehn Jahren in dieses System, dass aber nie den großen Durchbruch schaffte, die Produktion wurde offentsichlich schon vor einiger Zeit eingestellt. FoH-Techniker Andre Mussong erläutert uns die Eigenheiten des Systems. Unter anderem hat das Array keine Frequenzteilung im kritischen Mittenbereich, wodurch die Bildung von Interferenzen vermieden wird. Da die Schallausbreitung von den physikalilschen Eigenschaften des Arrays abgeleitet wird, sind keine Mitten- und Hochtonhörner erforderlich, zum Einsatz kommen Folien als Schallwandler. Genaueres erklärt uns André Mussong, außerdem kommt noch Monitor-Mann Florian Kunkler zur Wort. Mussung mischt auf einer Yamaha PM5000, Kunkler auf einer DiGiCo D5 Live.

www.hico-online.de
www.eventformer.de
www.tddesign.de (Homepage von Thomas Dietze)

Bildergalerie

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Autor: Markus Wilmsmann