Astera leuchtet Twelfth Night im High Park aus

Freilichtproduktion „Twelfth Night“ im High Park Amphitheater in Toronto (Foto: © Jeremy Chan/Apex Lighting)

Canadian Stage hat seine diesjährige Freilichtproduktion „Twelfth Night“ im High Park Amphitheater in Toronto mit 35 LED-Scheinwerfern von Astera beleuchtet. Im Rig hingen 27 QuikSpot und 8 QuikPunch. Mit den farbwechselnden Scheinwerfern kam das Team mit halb so vielen Leuchten aus und sparte dabei Aufbauzeit und Strom.

Shakespeare unter freiem Himmel

„Dream in High Park“ zählt zu den größten und am längsten laufenden professionellen Open-Air-Theaterveranstaltungen Kanadas. Die Sommerproduktion widmet sich jedes Jahr einem Stück von William Shakespeare und zieht über 30.000 Besucher an. 2026 inszenierte Gregory Prest „Twelfth Night“ (Was ihr wollt). Die Saison lief zwei Monate.

Die Bühne im High Park ist etwa 35 Meter breit. Vorne ragt eine Vorbühne ins Publikum, hinten gibt es zwei Ebenen, darunter einen Balkon. Die große Fläche muss umfassend ausgeleuchtet werden, und das mit einer überschaubaren Zahl an Leuchten.

Apex Lighting liefert seit 2025

Für das Licht waren Brayden Crawford, technischer Leiter von Canadian Stage, und Lichtdesigner Logan Cracknell verantwortlich. Die Scheinwerfer stammen vom Verleiher Apex Lighting. Dessen Mitarbeiter Chris Pegg hatte das Team im vergangenen Jahr erstmals mit dem QuikSpot vertraut gemacht. Schon bei der Produktion 2025 ließ sich so die Zahl der benötigten Leuchten deutlich reduzieren, bei mehr Flexibilität und Gestaltungsspielraum.

In diesem Jahr griff Canadian Stage erneut auf Apex zurück. Neu im Rig war der QuikPunch, den Astera im vergangenen Jahr auf den Markt gebracht hat. Ergänzt wurden die Astera-Scheinwerfer durch weitere Beleuchtung.

Brayden Crawford hatte vor der Produktion 2025 kaum mit Astera-Produkten gearbeitet. Für ihn waren die Lichtqualität und die weiche Farbmischung von QuikSpot und QuikPunch entscheidend. Er hebt die Optionen zur Strahlformung, den Zoom und den hohen CRI für eine natürliche Wiedergabe von Hauttönen hervor. Damit eignen sich die Scheinwerfer aus seiner Sicht besonders für das Theater.

IP65 statt Regenschutz

Da das Rig im Freien hing, war die Schutzart ein zentrales Kriterium. QuikSpot und QuikPunch sind sowohl in der kabelgebundenen als auch in der kabellosen Ausführung nach IP65 geschützt. Spezielle Abdeckungen für die Lichtpositionen waren deshalb nicht nötig. Das Sommerwetter in Toronto ist oft unbeständig. Brayden Crawford berichtet, dass die Astera-Scheinwerfer unabhängig von der Witterung stets einwandfrei funktioniert hätten.

Türme, Laubwerk und Bühnenbild

Die Scheinwerfer hingen an mehreren vertikalen Traversentürmen, die in unterschiedlichen Abständen zur Bühne im Park standen. Weitere Positionen lagen am Bühnenrand, getarnt durch Laubwerk, sowie direkt im Bühnenbild.

Die QuikSpots kamen vor allem in den vorderen Positionen zum Einsatz und leuchteten das Geschehen samt Bühne und Bühnenbild aus. Einige saßen in hinteren Positionen auf dem Bühnenbild, um die erhöhten Spielflächen im hinteren Bereich hervorzuheben. Andere beleuchteten die Bäume von unten und holten damit die Natur, die im Stück eine wichtige Rolle spielt, in die Inszenierung. Die QuikPunches strahlten von den Seiten ein. Sie setzten farbige Akzente auf Teile des Bühnenbilds und legten die Farben in Schichten übereinander. So entstand mehr Tiefe im Spielraum.

Kabelbetrieb, Montage per Akku

Alle 35 Scheinwerfer liefen während der Produktion kabelgebunden, weil dies praktischer war. Sie wurden aufgeladen angeliefert und ließen sich deshalb im Akkubetrieb montieren und adressieren.

Ein weiterer Faktor war die Stromversorgung. Die gesamte Produktionstechnik hing an einem einzigen 200-A-Anschluss. Die Astera-Scheinwerfer senkten den Strombedarf der Beleuchtung erheblich, sodass mehr Leistung für andere Gewerke und die Logistik zur Verfügung stand.

Mit halb so vielen Leuchten am „Dream“-Rig sank für Canadian Stage zudem der Aufwand für Aufbau und Fokus. Brayden Crawford beschreibt die Scheinwerfer als für seine Techniker sehr einfach zu handhaben. Zubehör wie die Barn Doors und den abnehmbaren Bügel bewertet er als besonders benutzerfreundlich.

Sein Fazit fasst Brayden Crawford so zusammen: „Das Design und die Technik sind äußerst funktional, und die Scheinwerfer lassen sich schnell und effizient fokussieren.“ Außerdem lobt er den „hervorragenden Service und Support“ von Chris Pegg bei Apex Lighting.

Gesteuert wurde das Licht von Riley Donovan-Whitelaw über ein ETC Ion. Bühnenbild und Kostüme entwarf Sim Suzer. Olivia Wheeler war für Sounddesign, musikalische Leitung und Komposition verantwortlich.