Gary Numan spielt vor dreieckiger CHAUVET-Videowand

Jubiläumsshow von Gary Numan im Electric Ballroom in London

Für die dreitägige „1000. Jubiläumsshow“ von Gary Numan im Electric Ballroom in London hat Lichtdesigner David Howard ein Konzept rund um das Thema Mensch gegen Maschine entwickelt. Zentrales Element war eine dreieckige Videowand aus 22 F4IP-LED-Panels von CHAUVET Professional. IPS (Impact Production Services) stellte die Panels ebenso wie die übrige Ausrüstung bereit. Über ChamSys MagicQ dehnte Howard die Videoinhalte zusätzlich auf Strobes und Pixel-Batten im gesamten Rig aus.

Eine Bühne, zwei Hälften

Der Gegensatz von Mensch und Maschine zieht sich durch viele Titel von Gary Numan. Howard griff dieses Thema auf, indem er die Bühne häufig in zwei Bereiche aufteilte.

David Howard erklärt die Idee: „Das Design wurde vom Konzept inspiriert, dass wir entweder mit Maschinen leben oder gegen sie. Viele von Gary Numans Titeln beschäftigen sich mit diesem Thema, und ein Großteil unserer gestalterischen Inspiration stammt aus dieser Ästhetik. Die Möglichkeit, die Bühne in zwei Teile zu teilen, schafft einen unmittelbaren visuellen Kontrast. So haben wir beispielsweise die Bühne in ein Cadbury-Violett und ein elektrisches Grün unterteilt und einen konstanten, leisen Stroboskopeffekt als Grundton eingesetzt, um das Funktionieren von Maschinen nachzuahmen.“

Das Dreieck als Gegengewicht

Als visuelles Gegengewicht zur zweigeteilten Bühne diente die dreieckige Videowand. Die Form hat in Numans Bühnenästhetik eine lange Tradition.

Für David Howard stand die Form früh fest: „Das Dreiecksmotiv war in den visuellen Kunstwerken dieses Künstlers schon immer präsent, angefangen bei den Bühnenbildern vergangener Epochen. Ich war fest entschlossen, diese Form in diese Show zu integrieren. Die Möglichkeit, eine dreieckige Videowand zu realisieren, hat das Ganze auf den neuesten Stand gebracht.“

Für die technische Umsetzung wandte sich Howard bereits in der Entwurfsphase an IPS. Eine besondere Herausforderung war der sehr begrenzte Platz auf der Bühne.

David Howard über die Zusammenarbeit mit IPS: „Sie konnten mir hierfür eine skalierbare Lösung anbieten, deren Aufhängung in den unglaublich beengten Bühnenraum passte. Ich werde IPS immer dankbar sein für die technische Unterstützung, die dazu beigetragen hat, dieses Design Wirklichkeit werden zu lassen.“

22 Panels und ein gemeinsames Mapping

Insgesamt bildeten 22 F4IP-Panels die dreieckige Wand. Damit das Mapping einfach blieb, wurden die Inhalte auf Prozessorebene rotiert. Mit ChamSys MagicQ leitete Howard dieselben Inhalte zusätzlich über eine Pixel-Map-Ebene an Strobes und Pixel-Batten weiter. So reichte das Video über die Leinwand hinaus in das gesamte Rig, und Licht und Video wirkten als ein gemeinsames Bild.

Eigener Content für 54 Titel

An den drei Abenden spielte Gary Numan insgesamt 54 verschiedene Titel. Für jeden davon produzierte Content Creator Miguel Ribeiro eigene Videografiken. Diese transportierten die Stimmung der Songs und sorgten für Abwechslung, was besonders wichtig war, weil viele Fans alle drei Shows besuchten.

David Howard lobt die Arbeit des Content Creators: „Miguel hat bei der Produktion der maßgeschneiderten Inhalte fantastische Arbeit geleistet. In Zusammenarbeit mit unserem Lichttechniker James Walton und auf Basis meiner bestehenden Lichtprogrammierung hat er atemberaubende Inhalte geschaffen, die perfekt zum Sound passten. Dieses visuelle Element war so stark, dass ich oft die gesamte Lichtanlage bis auf etwas Seitenlicht ausschaltete und zuließ, dass das Video den Künstler auf der Bühne als Silhouette erscheinen ließ.“

In diesen Momenten blieb neben dem Video nur ein sanftes Seitenlicht. Der Künstler stand dann als Silhouette vor der Wand, sodass Licht und Video dem Konzept von Mensch und Maschine eine ruhige, konzentrierte Form gaben.